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Diese Arbeit ist eine Berufung

- 22.01.2019 - 

FÜNF FRAGEN ZUM DIENSTJUBILÄUM VON HAE-KYUNG JUNG

Freiburg. Seit zehn Jahren ist die gebürtige Koreanerin Hae-Kyung Jung Bezirks- und Gemeindekantorin in Freiburg. Das Büro für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit nimmt dieses kleine Dienstjubiläum zum Anlass, bei der Organistin, Konzertmanagerin, Musikpädagogin und Sängerin nachzufragen.

Quelle: privat
Häufig ist Hae-Kyung Jung nur von hinten zu sehen, wie hier bei einer Aufführung des Kinder- und Jugendchors in der Christuskirche.

Frage: Frau Jung, Sie sind seit zehn Jahren Kantorin an der Christuskirche und Bezirkskantorin der Evangelischen Kirche in Freiburg. Gibt es für Sie aus diesem Jahrzehnt ein ganz besonderes Highlight?

Antwort: Ja, für mich war das größte Highlight die Wiedereröffnung der Christuskirche nach dem Umbau und das zu diesem Anlass aufgeführte Oratorium "Elias" von Mendelssohn. Und auch die h-Moll-Messe, die wir als Beitrag zum Reformationsjubiläum 2017 aufgeführt haben, war so ein Höhepunkt.

Sie haben sich in diesen Jahren ganz stark für die Kinder- und Jugendarbeit eingesetzt. Auf was achten Sie dabei besonders, was ist Ihnen dabei am wichtigsten?

Dass die Kinder und Jugendlichen dabei viel Freude haben, sie es selbst wollen, in den Chören aktiv zu sein und nicht, weil die Eltern dies sagen. (lacht) 
Ich sehe diese Arbeit der Leiterin der Kinder- und Jugendchöre als eine Berufung – dass die Kinder und Jugendlichen durch die Musik ihre eigene Erfahrung mit Gott und Glauben sammeln. Wir wissen, was man als Kind gelernt hat, trägt durch das ganze Leben. Ich freue mich, wenn ich Kindern und Jugendlichen ermöglichen kann, ihr Leben durch die Musik zu bereichern. 

Freiburg ist auch eine musikalische Stadt. Wie sehen Sie den musikalischen Beitrag der Kirche für das urbane Leben?

Es gibt ja einen Spruch – "Mehr als Worte sagt ein Lied". Die Musik verbindet Menschen aus verschiedenen Milieus und Generationen. Und die gute Kirchenmusik senkt die Schwelle zur Kirche und wir gewinnen Menschen, die vielleicht kirchenfern sind, sei es mit niederschwelligem Angebot oder hochkulturellem. 

Haben Sie einen Lieblingskomponisten oder Lieblingsmusiker in Ihrer Freiburger Zeit neu entdeckt?

Ich bin ein sehr großer Fan vom Freiburger Barockorchester, dem ich für dessen Konzert sogar nach Hamburg in die Elbphilharmonie gefolgt bin. Als großes Geschenk empfinde ich, dass ich mit einigen der Musiker aus dem Ensemble in der Christuskirche musizieren darf.

Und ich bin sehr gerne Mitsängerin der Camerata vocale Freiburg unter der Leitung von Winfried Toll. Spannend dabei ist für mich gerade, dass ich quasi am anderen Ufer stehe und das Geschehnis genießen kann. Ich bekomme auch dort viel Input für meine eigene Arbeit. 

Was sind Ihre Projekte in den nächsten zwei Jahren?

In diesem Jahr habe ich viele große Konzerte, die ich mir zu meinem Dienstjubiläum selbst gegönnt habe. Eine Kinderoper von Benjamin Britten wird im Sommer von der Kinder- und Jugendkantorei aufgeführt. Und im Herbst dirigiere ich zum ersten Mal in meinem Leben das Mozart-Requiem in einer Kombination von einer zeitgenössischen Komposition von Otfried Büsing. Das wird sehr spannend.

In 2020 möchte ich einmal die Bachsche Johannespassion am Karfreitag zur Musica Crucis aufführen. 

Frau Jung, vielen Dank für dieses Gespräch.