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Orgelumzug mit lachenden Leuten

- 05.12.2018 - 

EHEMALIGE ORGEL DER PAULUSKIRCHE WIRD ZUR FRIEDENSORGEL

Freiburg. Noch sind alle Pfeifen in Kisten eingepackt. Doch sie warten darauf, dass sie bald an ihrem neuen Ort in der Friedenskirche in der Hirzbergstraße wieder Musik erzeugen können. Vierzig Jahre lang waren die 2.074 Orgelpfeifen in der Pauluskirche zu hören.

Quelle: Günter Hammer

Dort wurde die hochwertige Orgel vor zwei Jahren abgebaut und eingelagert, sie wurde nicht mehr benötigt. Im kommenden Sommer soll das eindrucksvolle Instrument, das einst von der Berliner Firma Schuke gebaut worden war, in der schönen Backsteinkirche ganz in der Nähe der Musikhochschule wieder zu hören sein. Jetzt werden Umzugshelfer gesucht, die den Orgelumzug finanziell unterstützen.

„Für uns ist das wirklich ein Glücksfall“, sagt Angela Heidler. Die Pfarrerin der Friedenskirche freut sich schon sehr auf das neue Instrument. Die neue Schuke-Orgel wird die bisherige Steinmeyer-Orgel ablösen. Denn mit der alten elektro-pneumatischen Orgel, die Anfang der 1950er Jahre eigens für die Kirche gebaut wurde, habe es von Anfang an Schwierigkeiten gegeben. „Schon ein halbes Jahr nach dem Einbau hat es Probleme geben“, weiß Heidler aus den Akten. Bis heute sei das Instrument störanfällig, trotz verschiedener aufwändiger Renovierungen und Verbesserungsversuche in den vergangenen Jahrzehnten. Dennoch sei es keine leichte Entscheidung gewesen, sich von der alten Steinmeyer-Orgel zu trennen. Ab Anfang Januar wird das Instrument nun aber nicht nur abgebaut, es wird komplett verschenkt. Denn es fanden sich Interessenten aus Litauen. Dort gibt es für die Orgel bessere Aufstellbedingungen, so dass sich die evangelische Gemeinde in Jurbarkes auf ihre erste eigene Orgel freuen kann. Abbau und Transport trägt die litauische Gemeinde.

Die neue Friedensorgel zieht im Grunde nur ein paar Kilometer von der Pauluskirche zur Friedenskirche die Dreisam hoch. Der bekannte, erst Anfang vergangenen Jahres verstorbene Kirchenmusiker Martin Gotthard Schneider („Danke für diesen guten Morgen“) hatte sich für den Bau der Paulusorgel Mitte der 1970er Jahren enorm eingesetzt. Jetzt wird sie von der Orgelbaufirma Späth aus Hugstetten überholt und auf der Empore der Friedenskirche neu aufgebaut. Dazu muss die Empore auch statisch verstärkt werden. Schließlich bekommt das Instrument ein so genanntes neues Orgelprospekt, das ist die Frontansicht der Orgel, und wird neu auf den Raum abgestimmt und intoniert. Insgesamt kostet der Umzug 285.000 Euro. Davon haben die Evangelische Landeskirche, der Stadtkirchenbezirk, die Pfarrgemeinde Ost sowie eine kirchliche Stiftung und Einzelspenden bereits über drei Viertel übernommen. Die Gemeinde muss nun noch 60.000 Euro als Eigenanteil aufbringen. Damit das gelingt, werden Umzugshelferinnen und -helfer gesucht.

Dazu wirbt die Gemeinde mit einem eigens erstellten Flyer, Postkarten, die schon jetzt Unterstützer zeigen, und einer Homepage (www.friedensorgel-zieht-um.de). Die Bilder dafür stammen von einem Profi-Fotografen aus der Gemeinde, der sich ebenso ehrenamtlich engagierte wie die Mitarbeiter einer regionalen Kommunikationsagentur, die für eine gelungene Gestaltung sorgten.

Die Kampagne, die fröhliche Konfirmanden, heitere Familien, gut gelaunte Mitarbeitende und lachende Senioren aus der Gemeinde zeigt, kommt an. Vergangenes Wochenende organisierte der Jugendtreff eine „Backnacht“ und verkaufte das Weihnachtsgebäck am Sonntagmorgen zugunsten der Orgel. Der Sonntag, 9. Dezember war der Tag für die Orgel. Nach dem Gottesdienst (ab 10 Uhr) gab es den Adventsbasar mit Kürbissuppe, Kaffee und Kuchen und mit Orgelhonig und -marmelade  Am Abend endete der Orgeltag mit  Adventsliedersingen bei Kerzenschein. „Viele Umzugshelfer machen schon mit“, freut sich Pfarrer Albrecht Heidler. Für das Pfarrehepaar ist der Orgelumzug auch aktiver Gemeindeaufbau. „Musik bringt Gott und Menschen zum Klingen“, ist Pfarrerin Heidler sicher. Am Erntedanksonntag im kommenden Jahr soll die neue Friedensorgel dann offiziell eingeweiht werden.