

|

|
Evangelische Wahlen
Wahlbeteiligung deutlich gesteigert
Allgemeine Briefwahl brachte höhere Beteiligung
|
Freiburg (gh). Nahezu verdoppelt hat sich die Wahlbeteiligung bei den Ältestenwahlen der Evangelischen Kirche in Freiburg, die am Sonntag abgeschlossen wurden. Nach einen vorläufigen Ergebnis lag die Wahlbeteiligung bei durchschnittlich knapp 15 Prozent (genau 14,6 %). Bei der letzten Wahl vor sechs Jahren (2001) war die Wahlbeteiligung deutlich im einstelligen Prozentbereich gelegen (acht Prozent im Stadtgebiet). "Dieses positive Ergebnis ist für die evangelische Kirche in Freiburg eine Ermutigung", sagte Dekan Markus Engelhardt.
 |
| Öffentliche Auszählung der Älestenwahl in Freiburg-Hochdorf. Foto: G. Hammer |
Erstmals war in fast allen Predigtbezirken die allgemeine Briefwahl eingeführt, sowie der Zeitraum der Wahl auf acht Tage gelegt worden. "Diese zeitlich gestreckte Handlung hat viele ihre Zurückhaltung zur Kirche und zur Wahl überprüfen lassen", meinte Dekan Engelhardt. Lediglich in den beiden Tuniberggemeinden, wo es keine allgemeine Briefwahl gab ist die Wahlbeteiligung um 3 Prozent gegenüber 2001 auf jetzt 17 Prozent zurück gegangen. "Wir müssen nach den guten Erfahrungen in der Stadt überlegen, ob wir beim nächsten Mal auch die allgemeine Briefwahl einführen", erklärte Pfarrer Karl-Heinz Rinklin aus Frreiburg-Opfingen.
Erstmals wurde in Freiburg nach der neuen innerkirchlichen Struktur in den fünf neuen Pfarrgemeinden die Leitungskreise gewählt. Gleichzeitig fand die Wahl zu den so genannten Orts-Ältestenkreisen in den 21 Predigtbezirken statt. Obwohl es in den Bezeichnungen "Altestenkreis für die Pfarrgemeinden" und "Orts-Ältestenkreis für die Predigtbezirke" im Vorfeld einige Verwirrung wegen der Namensähnlichkeiten gegeben hat, gab es kaum ungültige Stimmen, teilten die Wahlvorstände mit. Die neuen Pfarrgemeinde-Ältesten werden künftig über ein eigenes Budget für Personal, Bau- und Sachmittel verfügen und so gegenüber den alten Ältesten der ehemaligen Pfarreien einen deutlichen Kompetenzzuwachs erhalten. Die Ort-Ältesten werden vor Ort in den Predigtbezirken an ihrer Kirche wirken und vor allem für Fragen der gottesdienstlichen Gestaltung sowie der konkreten Gemeindearbeit zuständig sein.
Hier die vorläufigen Ergebnisse:
|
Pfarrgemeinde West
Wahlbeteiligung: 14,1%, 1.682 Wählende von insgesamt 11.965 Wahlberechtigte
Luther: 9,7% (Wahlbeteiligung)
Markus: 12,0%
Kreuz: 14,6%
Matthäus: 14, 7%
Zachäus: 17,4%
Hochdorf: 19,2%
|
|
Gewählt für den Ältestenkreis West sind:
Mathias Staenke
Cathrin Steuber
Kathrin Ahlschweig
Ursula Körbel
Angelika Seifried
Eberhard Stärk
Andrea Sprenger
Knuth Stemmer
Christine Kiesinger
Christine Sachs
Michael Schroetter
Viktor Strak
|
| Pfarrgemeinde Ost
Wahlbeteiligung: 12,91 %
Predigtbezirke
Petrus-Pauluskirche 8,01%
Bezirk Matthias-Claudius 19,4 %
Friedenskirche 9,6 %
Christuskirche 12,3 %,
Auferstehungskirche 15,3 %.
|
Gewählt wurden zehn Älteste:
Inge Meißner
Prof. Dr. Michael Charlton
Dr. Christiane Kron-Steinhardt
Gisela Wohlfarth
Irmengard Nübel
Dr. Gisela Wagner
Reinhard Schelkes
Sabine Zeller
Edda Buschbeck
Helga Rolker |
| Pfarrgemeinde Nord
Die Wahlbeteiligung betrug 14,5 %, insgesamt haben 910 Gemeindeglieder gewählt.
Es gab 8 ungültige Stimmen.
Die Thomasgemeinde und die Ludwigsgemeinde bildeten einen gemeinsamen Wahlbezirk.
|
| Acht Kandidaten standen zur Wahl, sechs davon wurden gewählt
Dr. Michael Schleske
Sarah Hübner
Dr. Ursula Hellerich
Angelika Fabry-Flashar
Ivo Schäfer
Birgitt Marquard
|
| Pfarrgemeinde Südwest
Wahlbeteiligung 14,7
Lukasgemeinde 18,5 %
Johannesgemeinde (Merzhausen) 17,6 %
Maria-Magdalena (Rieselfeld) 14,6 %
Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde 10,0 %
Melanchthon-Gemeinde 12,9 %
|
| Gewählt in den Ältestenkreis Südwest sind:
Julia Slab
Ulrike Bock
Beyna, Wilhelm
Jaser, Alexander
Joachim Korthaus
Joachim Fritz
Günter Schwab
Conrad Hirsch
Andrea Gutzweiler
|
| Pfarrgemeinde Tuniberg
Wahlbeteiligung 17 % (keine allgemeine Briefwahl, Urnengang war am Sa. und So. 10./11. Nov.)
Pfarrgemeinde Opfingen 17 %
Pfarrgemeinde Tuniberg 17%
|
| Gewählt in den Ältestenkreis Tuniberg sind:
Herta König
Martin Merkle
Sabine Eschenburg
Frank M. Beelitz
|
| Personalgemeinde dreisam3
Wahlbeteiligung 80 % (bei 82 Wahlberechtigten)
|
Gewählt in den Ältestenkreis dreisam3 sind:
Volker Höhlein,
Ole Husmann,
Cecil Kannan,
Christine Kleß,
Roman Knörr-Zarbock
|
|
Evangelische Wahlen
Ältestenkreis mit 80 Prozent gewählt
|
| Freiburg-Innenstadt (gh). Wahlbeteiligung 80 Prozent und das bei den Ältestenwahlen der Evangelischen Kirche in Freiburg. Dieses außergewöhnlich hohe Ergebnis wurde am Sonntag bei der Freiburger Gemeinde „Dreisam3“ ausgezählt. Während sich der Durchschnittswert der Wahlbeteiligung bei knapp 15 Prozent in der südbadischen Großstadt einpendelte, freut man sich in der Pauluskirche über das herausragende Ergebnis. Allerdings muss im gleichen Atemzug gesagt werden, dass zur dreisam3-Gemeinde "nur" knapp über 80 Wahlberechtigte zählen. Denn die evangelische Gemeinde, die mitten in der Stadt im Paulusareal Gottesdienste feiert, ist eine so genannte Personal-Gemeinde, die von der Evangelischen Stadtmission initiiert wurde und unterstützt wird. Diese neue Gemeindeform, ist erst seit wenigen Jahren in der badischen Kirche möglich ist. Man ist nicht an ein bestimmtes Gebiet (Territorium) gebunden, sondern man entscheidet sich persönlich in dieser Gemeinde Mitglied zu werden, ganz gleich wo man wohnt. Weil diese Gemeinde aber auch einen Ältestenkreis als Leitungsgremium zu wählen hat, waren die Gemeindeglieder in die Wahlen der badischen Kirche eingebunden. Offensichtlich fühlen sich fast alle Mitglieder mit der evangelischen Kirche verbunden, obwohl sie nicht zu einer der traditionellen Ortsgemeinden gehören.
13. 11. 07
|
Mobiles Wahlbüro für Ältestenwahl
|
Freiburg-Stühlinger (gh). Auf Stimmenfang befindet sich zur Zeit Pfarrer Dieter Habel von der Kreuzgemeinde. Weil in der Evangelischen Kirche in dieser Woche, noch bis einschließlich Sonntag, Ältestenwahlen durchgeführt werden, hat der Gemeindepfarrer sein Fahrrad mit Anhänger samt Klapptisch kurzerhand zu einem mobilen Wahlbüro umfunktioniert. Hier können Gemeindemitglieder ihre ausgefüllten Briefwahlunterlagen abgeben, die jedes Gemeindeglied ab 14 Jahren erhalten hat. Ziel dieser allgemeinen Briefwahl, die erstmals über acht Tage hinweg in allen evangelischen Gemeinden stattfindet, ist es das Interesse und die Beteiligung an den Wahlen zum Leitungsgremium der Gemeinde zu erhöhen.
"Vor sechs Jahren hatten wir insgesamt 250 Wähler, heute sind bei Halbzeit schon 200 Wahlbriefe bei uns eingegangen", sage Habel beim Markt unter der Stadtbahnbrücke, wo er am Mittwoch sein Wahl-Fahrrad platziert hatte. Am Freitag will er vormittags noch beim Lederleplatz stehen und am Samstag ab 10 Uhr wieder beim Stühlinger-Markt. Briefwahlunterlagen können auch beim Gemeindehaus, Fehrenbachalle 50, in den Brief-Wahlkasten eingeworfen werden. Auch in allen anderen evangelischen Gemeinden werden die Stimmzettel (plus Wahlbenachrichtigung) im verschlossenen Rücksende-Briefwahlumschlag noch bis Sonntag angenommen.
7. 11. 07
|
|