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Thomaskirche wird 50 Jahre
Festgottesdienst mit Prälat Pfisterer
Freiburg-Zähringen (gh). Auf den Tag genau vor 50 Jahren wurde sie am 1. Advent mit einem Gottesdienst eröffnet. Die Thomaskirche in der Tullastraße 15. Am kommenden Samstag, 28. November, wird das Jubiläum gefeiert und an die Zeit vor und nach dem Kirchbau sowie die ersten Jahre des Gemeindezentrums erinnert. Ab 15 Uhr wird zu einem "Begegnungskaffee" in den neu gestalteten Räumen des "Familiencafés bei Thomas" eingeladen. Da ist eine kleine Ausstellung der Geschichte der evangelischen Gemeinde in Zähringen zu sehen. Außerdem werden Dias und Photos aus dem Leben in und um die Thomaskirche gezeigt und es wird ein Film aus der Entstehungszeit laufen. Am Abend, um 18 Uhr, feiert die Gemeinde einen Festgottesdienst, bei dem der südbadische Prälat Hans Pfisterer die Festpredigt halten wird. Anschließend sind alle zu einem Empfang eingeladen.

Der Bau der Thomaskirche war Ende der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts notwendig geworden, um die zahlreich angewachsene Gemeinde mit eigenen Räumen zu versorgen. Viele evangelische Vertriebene und Umsiedler waren nach dem 2. Weltkrieg und in den Aufbaujahren in den Freiburger Norden gekommen. Aus dem ehemaligen Pfarrvikariat der Ludwigskirche, wurde ein Pfarramt, erster Pfarrer war Fritz Meyer. Hatte man sich in früheren Zeiten im Gasthaus Tröscher oder in der Emil-Gött-Schule und auch in der Stiftsburg getroffen um Gottesdienste zu feiern, änderten sie die Möglichkeiten mit dem Bau des Gemeindezentrums nachhaltig. Nicht nur dass in der Kirche jetzt Platz für 300 Personen zur Verfügung stand. Im Saal, den man zur Kirche hin einfach öffnen konnte gab nochmals 100 Plätze. Außerdem gehörten zum Gemeindezentrum weitere Jugendräume, das Pfarrhaus und ein Kindergarten.

Gebaut hatte die kubusartig angelegte Kirche der ehemalige Stuttgarter Architekt Professor Walter Körte (1893-1973), der sich nach dem Krieg in Freiburg niedergelassen hatte. Sein jüngerer Bruder Hugo Körte (1897-1974) gestaltete die schönen Festermosaiken, von denen das markanteste, das "Lamm Gottes", ein Ursymbol der Christenheit, gestalterisch aufgreift. An der Altarwand wurde heller Schwarzwaldgranit verarbeitet, der Fußboden ist in schwarzem Schiefer gehalten außerdem wurden roter Bundsandstein, Backsteine und grauer Beton verarbeitet. Diese verschiedenen Materialien sollten dem Kirchbau ein gewisse "Farbigkeit" verleihen.

Heute bilden die Gemeinden um die Ludwigskirche in Herdern und die Thomaskirche in Zähringen die Pfarrgemeinde Nord. Schwerpunkte der Gemeindearbeit in Zähringen sind neben den "normalen" Gottesdiensten vor allem musikalische Gottesdienste und in größeren Abständen so genannte Gesprächsgottesdienste (Themen waren, die "Agenda 2010", "Demenz", "Gewalt", "Israel und Nahost"). Seit einigen Jahren treffen sich in der Kirche täglich zu unterschiedlichen Tageszeiten Menschen, die ihr Christsein in der gegenstandsfreien Meditation ausdrücken. Ein loser Kreis von rund 70 Personen zählt sich inzwischen zu dieser Gruppe. Auch die Kulturreihe "Tapas bei Thomas" hat sich inzwischen eine Namen unter den Freiburger Kulturveranstaltungen gemacht.

23.11.09



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Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenbezirks Freiburg