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Stadtsynode setzt ihren Weg fort und baut auf Generationengerechtigkeit
Pfarrer Kunath in die Landesynode gewählt

Freiburg (gh). Einstimmig verabschiedete die evangelische Stadtsynode am Samstag im Melanchthonsaal den Entwurf für den Doppelhaushalt 2012/13. Danach sind für 2012 Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 9,7 Millionen Euro und für 2013 in Höhe von 9,9 Millionen Euro vorgesehen. Gleichzeitig wurde auch ein Haushaltssicherungskonzept verabschiedet, das die Situation der Finanzen, des Personals und der Immobilien bis zum Jahr 2019 in den Blick nimmt.

Pfarrer Kunath bei seiner Vorstellung vor der Synode
Neuer Delegierter aus dem Freiburger Stadtkirchenbezirk für die badische Landessynode ist Pfarrer Jochen Kunath (43). Der promovierte Theologe ist seit acht Jahren Gemeindepfarrer der Melanchthonkirche in Haslach. Er wurde nach mehreren Wahlgängen aus einem Kandidatenfeld vom fünf Bewerberinnen und Bewerbern mehrheitlich gewählt. Die Wahl in der laufenden Legislaturperiode er Landessynode war notwendig geworden, weil die bisherige Delegierte, Klinik-Pfarrerin Isabel Overmans, ihr Mandat zurückgegeben hat.

Breite Zustimmung für die Kooperation der evangelischen und katholischen Kirche im c-punkt hatten die Synode zu Beginn der Tagung gegeben. Günter Hammer, der als Diakon der evangelischen Kirche seit eineinhalb Jahren im c-punkt mitarbeitet, rief die Synodalen aus allen Gemeinde Freiburgs dazu auf die Möglichkeiten der neuen ökumenischen Stadtkirchenarbeit noch mehr zu nutzen. Der c-punkt war vor zehn Jahren von der katholischen Kirche gegründet worden und hat dort eine "hervorragende Citypastoral entwickelt", so Hammer. Seit Sommer vergangenen Jahres wird der c-punkt ökumenisch verantwortet. "Diese Zusammenarbeit ist ein Gewinn für alle", sagte Michaela Elbs, eine der katholischen Hauptamtlichen im c-punkt-Team.
Für die Arbeit der Stadtkirchenarbeit wurde von der Synode ein ständiger Ausschuss eingesetzt, der dieses neue Arbeitsfeld begleiten und fördern soll.

Es brauchte vier Wahlgänge bis der Freiburger Delegierte für die Landessynode gewählt war.

Fotos: g. hammer

Was die viel diskutierten Immobilienfragen der Evangelischen Kirche angeht, so wurde deutlich, dass man konsequent das vor vier Jahren beschlossene Konzept weiter verfolgt. Reinhard Schelkes der ehrenamtliche Vorsitzende des Bauausschusse hob die abgeschlossen Projekt hervor, die in den vergangenen Jahren umgesetzt werden konnten. Er teilte der Synode mit, dass die Kirche bei zwei Neubauprojekten mit dem "Kleinen Hugo", dem renommierten Architekturpreis in Baden-Württemberg ausgezeichnet wurde. Die gewürdigten Gebäude sind das neue Pfarramt der Nordgemeinde, bei der Ludwigskirche von den Architekten Stocker-Dewes und die Sanierung des Gemeindesaales der Melanchthonkirche mit Anbau für die Stadt Freiburg zur Nutzung durch das Nachbarschaftswerk in Haslach. Außerdem berichtet Schelkes von erfolgreich abgeschlossenen Umbau- und Sanierungsarbeiten bei Kindergärten (Tiengen, Kreuzkirche), Gemeinde- und Pfarrhäusern (Dietrich-Bonhoeffer-Zentrum, Matthäus-Zentrum, Pfarrhäuser der Melanchthon-, Friedens- und Zachäuskirche sowie in Tiengen). Das Gesamtinvestitionsvolumen dieser Bau-Projekte, die alle in jüngster Zeit realisiert wurden, habe 7,8 Millionen Euro betragen.

Die stetige Konsolidierung des Haushalts und die konsequente Umsetzung des Immobilienkonzepts ermöglichen nun, dass auch die großen Bau-Brocken in Angriff genommen werden. Für das Pfarr- und Gemeindehaus in der Maienstraße 2 wird im Frühjahr ein Entwicklungskonzept vorgelegt. Bei der Markuskirche (Mooswald) am Seeparkgelände wird ein Teil des Grundstücks abgegeben, damit das Gelände überplant und für kirchliche und diakonische Zwecke neu strukturiert werden kann. Die Kirche und das Gemeindehaus werde von diesen Planungen nicht betroffen sein, das Gemeindehaus stehe zur energetischen Sanierung an, so Schelkes. Auch beim Areal an der Thomaskirche (Zähringen, Tullastraße) werde eine Abgabe des Grundstücks unter Aufgabe der Kirche in Verkauf oder Erbpacht geprüft, "wobei klar ist, dass die Bedarfe der Pfarrei berücksichtigt werden. In jedem Fall soll ein Teil des Areals als evangelischer Standort (Kindergarten, Familiencafé, u. a.) erhalten bleiben, weiter geführt und neu entwickelt werden".

Für den Komplex rund um die Pauluskirche (Innenstadt) und das Areal der Lutherkirche (Stühlinger/Beurbarung) sind Machbarkeitsstudien in Auftrag gegeben, die insbesondere prüfen sollen wie diese Orte langfristig für die kirchliche, diakonische und andere Arbeit weiter und neu (Haus der Kirche) genutzt werden können. Schließlich stimmte die Synode dem Verkauf eines Wohngebäudes in Herdern zu. Wichtig bei allen Immobilienüberlegungen sei die Generationengerechtigkeit, betonte Verwaltungschef Friedhelm Roth. So würden Erlöse aus Grundsstücksverkäufen auch wieder in Grund und Boden oder die Erneuerung von Bausubstanz (Kirchen und Gemeindebauten) angelegt und fließen nicht in den allgemeinen Haushalt.

Lesen Sie hier die Predigt von Dekan Markus Engelhardt, bei der Andacht vor der Synodensitzung.

Hier finden Sie Berichte von Synoden der letzten Jahre

Tagung April 2007

Tagung Dezember 2007

Tagung April 2008

Tagung Juli 2008

Tagung November 2008

Tagung Feburar 2009

Tagung Juli 2009

Tagung November 2009

Tagung April 2010

20. 11.11



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