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Evangelische Kirche investiert in Umbau
Stadtsynode setzt auf Kontinuität - alle Kandidaten wurden wieder gewählt
Freiburg (gh) Die Evangelische Kirche in der Stadt will einen Großteil ihrer Einrichtungen (Dekanat, Medienstelle, Jugendwerk, Erwachsenenbildung, Behindertenarbeit und andere) sowie die Verwaltung bis im zweiten Halbjahr 2010 an einem zentralen Ort in
Einiges zu tun hatte der Wahlausschuss bei der Frühjahrssynode des Kirchenbezirks in der Johanneskirche in Merzhausen.
der Wiehre zusammenführen. Die Stadtsynode stimmte heute (am Samstag) dem Plan zu (ohne Gegenstimmen bei fünf Enthaltungen) dafür insgesamt 1,875 Millionen Euro in den Umbau des denkmalgeschützten früheren Pfarrhauses der Christuskirche in der Maienstraße zu investieren. Erstmals tagte die Synode in der Johanneskirche in Merzhausen (gehört "evangelisch zur Stadt Freiburg"), die vor 40 Jahren eingeweiht wurde. Wiedergewählt als Vorsitzende des Kirchenparlaments wurde Marlies Springmann aus Freiburg-Weingarten.

Mit dem Umbau in dem Haus in der Maienstraße wurde sei eine "praktikable Lösung" sowohl für die Raum- als auch für die Finanzprobleme gefunden worden. Denn mittelfristige müssten in der Kirche Kosten reduziert werden und dennoch investiere man mit diesem Konzept in die Zukunft, sagte Jörg Frenzel vor den über 60 Synodalen aus der ganzen Stadt. Der Vorsitzende des Finanz- und Personalausschusses und wieder gewählte zweiter Synoden-Vorsitzende erläuterte, dass die bisher gezahlten Mieten, für die jetzigen Räume in der Goethestraße 2, eingesetzt werden könnten, um ein Darlehen zu bedienen. Außerdem konnte durch den Verkauf von Wohnungen in jüngster Zeit Eigenkapital gebildet werden.

Erstmals seit 40 Jahren tagte die Synode in der Johanneskirche. Die Parlamentarische Sitzordung , mit Tischen im Gottesdienstraum war für die Merzhausener ganz ungewohnt.
Auch der 2Arbeitskreis Behinderte an der Christuskirche (ABC)", dessen Gruppen schon seit Jahrzehnten sich im Gemeindehaus der Christuskirche treffen und weit über den Stadtteil hinaus tätig sind, wird in dem Gebäudekomplex integriert, erklärte Reinhard Schelkes. Baubeginn könne im Frühjahr kommenden Jahres sein, so der Vorsitzende des Bau- und Planungsausschusses, jetzt müsse die Landeskirche der Planung noch zustimmen. In dem Gebäude aus dem Ende des 19 Jahrhunderts mit seiner Historizismus - Fassade sollen Büro- und Konferenzräume geschaffen und besonders die Energiebilanz verbessert werden. Dazu sieht die Planung den Einbau einer Holzpelletanlage für die Heizung sowie Dämmmaßnahmen vor. Den Denkmalschutz müssen man sehr sorgfältig umsetzen. In dem umgebauten Hausensemble steht eine Gesamtfläche von 1.300 Quadratmetern zur Verfügung. Rund 25 Arbeitsplätze könnten nach dem Umbau hier unterkommen.

Da diese erste Synode nach den Kirchenwahlen sich neu zusammensetzt stand auch die Wahl in den Vorstand der Synode an. Marlis Springmann (56) als Vorsitzende und Jörg Frenzel als einer der Stellvertreter wurden in ihren ehrenamtlichen Ämtern wieder gewählt. Dekan Markus Engelhardt ist nach kirchlichem Recht erster stellvertretender Vorsitzender des kirchenleitenden Gremiums.

Der Vorstand der Synode und Synodale beim Wählen.
Fotos: günter hammer

Ebenfalls wieder gewählt wurde Anke Ruth-Klumbies im Amt der ehrenamtlichen Diakoniepfarrerin. Schließlich wählten die Synodalen mit Pfarrerin Isabell Overmans (53) und Fritz Heidland (64) ihre Delegierten für die Landessynode. Beide waren auch in der bisherigen Landessynode vertreten.

In einem Abstimmungsmarathon wurde auch die personelle Zusammensetzung der fünf beschließenden Ausschüssen (Bezirksausschuss, Diakonieausschuss, Finanz- und Personalausschuss, Bau- und Planungsausschuss, Bildungsausschuss) festgelegt. Berufen, für die neue Sitzungsperiode von sechs Jahren, wurden bei dieser ersten Tagung auch sechs weitere stimmberechtigte sowie 13 beratenden Mitglieder.

In seiner Predigt, im Gottesdienst zum Beginn der Tagung, zu einem Text aus dem Johannesevangelium (Kapitel 21) sagt Dekan Markus Engelhardt, dass die Kirche bei ihren Aktivitäten sich immer wieder frage müssen, was dazu diene, "dass das Evangelium in Bewegung kommt". So ginge es nicht darum Aktivitäten aus Ungeduld oder gar Resignation heraus zu planen. Missionarische Arbeit planen hieße sich von "Jesus den Ort zeigen lassen, wo wir tätig werden und die Menschen zeigen lassen, auf die wir zugehen". Unter diesem Blickwinkel könne eine geistliche Lebendigkeit in den Gemeinden wachsen. Die Kirche müsse weit sein, damit Menschen unterschiedlichster Prägung in ihren Platz finden.

5. 4. 08



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Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenbezirks Freiburg

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