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Bezirkssynode Frühjahr 2004




Kirchenbezirk Freiburg - Haushalt genehmigt
Projekte müssen sich selbst tragen
Freiburg (gh) - Mit einer Schweigeminute für die Opfer der Terroranschläge von Madrid begann am Samstag die Frühjahrstagung der Synode des Kirchenbezirks Freiburg. Bei der ganztägigen Synode wurde dann der Doppelhaushalt 2004/2004 des Kirchenbezirks verabschiedet und ein Vertreter aus dem Kirchenbezirk für die Landessynode nachgewählt. Auch über den Fortgang der Bezirksstrukturreform wurde berichtet.

Im Mittelpunkt der Tagung und mit Spannung erwartet wurde die Debatte um den Doppelhaushalt 04/05. Hatte doch die vergangene Herbstsynode beschlossen, dass zur Erstellung des neuen Haushaltsplanes keine, der sowieso knappen, Rücklagen eingestellt werden. Der vorbereitende Haushaltsausschuss des Bezirkskirchenrats empfahl daher der Synode eine Anhebung der seit über zwei Jahrzehnten unveränderten Gemeindeumlage, von drei auf 4,79 Prozent. Im Laufe der Tagung wurde dieser Satz dann auf 4,95 Prozent erhöht und einstimmig von den 90 Delegierten beschlossen. Damit wurde der verfügbare Haushalt für das Dekanat, den Schuldekan, die bezirklichen Dienste und Werke in den kommenden zwei Jahren jeweils auf knapp über 251.000 Euro festgelegt. Dieser Betrag fällt in absoluten Zahlen, trotz der prozentualen Erhöhung der Umlage, allerdings niedriger aus als in den Vorjahren. Doch konnte erstmals seit drei Jahren ein Griff in die Rücklagen verhindert werden. Die Bezirkssynodale vertreten die 39 Gemeindepfarreien und ihre selbständigen Kirchengemeinden (größte Kirchengemeinde mit 18 Pfarreien ist Freiburg).

Die vorliegende Sachhaushalt sei geprägt von einem Rückgang der landkirchlichen Zugweisungen und einem Anstieg insbesondere der Personalkosten, erklärte Dekan Traugott Schächtele. Einsparungen konnten bei den allgemeinen Verwaltungskosten und den erstmal ausgewiesenen projektbezogenen Kosten erreicht werden, sagte Hans-Günther Schirdewahn, der den Haushaltsplan erläuterte. So müssen Erwachsenenbildung, Bezirkskantorat und Jugendwerk künftig versuchen ihre Projekte (Freizeiten, Konzerte, Seminare usw.) finanziell ohne Rückgriff auf den Bezirkshaushalt auszugleichen. Besonders bei der Kirchenmusik und dem Jugendwerk sei das in der Vergangenheit gelungen. Durch Umstrukturierungen innerhalb der Erwachsenenbildung werden sich auch in diesem Arbeitsfeld die zahlreich durchgeführten Projekte (Veranstaltungen, Kurse usw.) noch mehr als bisher selbst tragen können, so jedenfalls sieht es der Haushaltsplan vor.

Nach wie vor sorgt der Kirchenbezirk für die allgemeinen Verwaltungs- und "Regiekosten" (Räume, Sekretariate, Büroausstattung usw.) dieser Dienste. Jeder Dienst hatte sich mit einer kurzen Darstellung den Synodalen vorgestellt und jeweils die eigenen Schwerpunkte und Probleme geschildert. Die Gemeindevertreter würdigen die Arbeit der Haupt- und Ehrenamtlichen mit deutlicher Zustimmung. Neu im Haushalt ist das Magazin "profile" als Projekt der Öffentlichkeitsarbeit. Haushaltstechnisch war dieses Programmheft, das im vierten Jahr erfolgreich ist, bisher im Rahmen der Erwachsenenbildung untergebracht. Das Diakonische Werk, dessen Träger der Kirchenbezirk ist und dessen Haushalt den des Kirchenbezirks um ein zigfaches übersteigt, benötigt aus von seinem Träger keine Zuschüsse.

Als neuer Delegierter zur Landesynode wurde Hans-Günther Schirdewahn aus der Versöhnungsgemeinde Stegen gewählt. Der 63-jährige Physiker war vor seinem Ruhestand über lange Jahre Leiter des Rechenzentrums der Universität Freiburg. Die Neuwahl eines Freiburger Landessynodalen war notwendig geworden nachdem ein anderer nach zwei Jahren Amtszeit auf diese Berufung verzichtet hatte. Schirdewahn konnte erst im dritten Wahlgang, nach einer Stichwahl mit Martina Sailer (Neustadt), die Mehrheit der Stimmen auf sich vereinigen.

Zur Gebietsreform der Kirchenbezirke Freiburg und Müllheim berichtete Dekan Schächtele, dass sich die vorzubereitenden Ausschüsse auf ein Startdatum geeinigt hätten. Ab 1. Januar 2006 soll es danach ein großes Landdekant geben und ein Freiburger Stadtdekanat. Viele Fragen seien indes noch zu klären erläuterte Schächtele. So arbeiteten die Ausschüsse noch an genauen Grenzziehungen und an den Leitungsstrukuturen, auch die Zusammenarbeit der Bezirksdienste und etliche andere Details seien noch offen. Mit einem Segenslied schloss die Synode am Nachmittag.



Intensiv wurde der Haushaltsplan studiert und auf seine Stimmigkeit hin überprüft.


Rund 90 Delegierte aus den 39 Pfarreien waren als stimmberechtige Gemeindedelegierte zur Synode angereist und trafen sich im den Räumen der Markusgemeinde Freiburg.

Dekan Traugott Schächtele im Interview mit einem Reporter des Südwestrundfunks (SWR).

Fotos: G. Hammer

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Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenbezirks Freiburg