Freiburg/Hinterzarten/Südafrika (gh). Seit vier Jahren schon unterstützen Konfirmanden und Sponsoren der Jakobuspfarrei in Hinterzarten ein sportbezogenes Hilfsprojekt für Kinder und Jugendliche in Südafrika. In Trägerschaft der anglikanischen Kirche der Provinz Limpopo und begleitet von der Evangelischen Fachhochschule (EFH) in
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| Landesbischof Fischer (li.) und Bischof Breytenbach trafen sich in Freiburg an der Fachhochschule und tauschten sich über die Situation in Südafrika aus. Foto: g. hammer |
Freiburg konnte dort ein Bildungszentrum für Jungen und Mädchen entwickelt werden. Im so genannte "Safe Park" in der Kleinstadt Bungeni im Nordosten, unweit der Grenze zu Botswana und Simbabwe werden vor allem Schulkinder betreut, die ihre Eltern durch die AIDS verloren haben oder die selbst von der Krankheit betroffen sind. Jetzt (30. Juni bis 3. Juli) war der Bischof der anglikanischen Diözese St. Mark the Evangelist, Reverend Martin Breytenbach im Hochschwarzwald und in Freiburg um über die Fortschritte des Projekts zu berichten. Am gestrigen Donnerstag traf er sich in der EFH auch mit dem badischen Landesbischof Ulrich Fischer.
Spontan sagte Landesbischof Fischer seine Unterstützung für das Safe Park-Projekt zu. Dort soll noch vor dem Start der Fußballweltmeisterschaft 2010 ein Sportplatz für die fußballbegeisterten Jungen entstehen. Der Häuptling des Gebiets hatte die Grundstücksfläche kostenlos zur Verfügung gestellt. Und mit der Kombination von Sport und Sozialer Arbeit, dessen didaktisches Konzept (SpoSa) an der EFH entwickelt wurde, will man die Kinder und Jugendlichen in ihre Not unterstützen und eine Zukunft in einer sicheren Umgebung ermöglichen. Ein Gemüsegarten am Rande der kleinen Sportarena ist ebenfalls geplant. Voraussetzung war die Bohrung eines Brunnens, der jetzt aus 130 Meter Tiefe sauberes Wasser liefert.
Es sei keine leichte Aufgabe das Projekt zu entwickeln berichtete Bischof Breytenbach. Denn in der Provinz (vergleichbar im der Größe Baden-Württembergs) Limpopo herrscht eine Arbeitslosigkeit von über 40 Prozent. Zur konkreten Umsetzung der Aufgaben wurde eine Agentur geschaffen (Tglangelani Community Projects Development Agency) die auch das Safe-Park-Modell entwickelt hat und betreibt. Mehrere hundert Kinder und Jugendliche werden so erreicht, berichtet der Bischof.
Unterstützt wird das Projekt auch vom Badischen Sportbund. Auch der Bürgermeister von Hinterzarten, Hansjörg Eckert ,setzt sich für die Sache ein. Er unterstützt einen Antrag in dem Programm "Football for Hope" beim Weltfußball-Verband (Fifa), damit der Sportplatz samt sanitären Einrichtungen bald gebaut werden kann.
Den Kontakt nach Südafrika hatte Professor Bernd Seibel von der EFH hergestellt. Er hat das SpoSa-Konzept entwickelt und ist an der kirchlichen Hochschule auch für die internationalen Beziehungen zuständig So gibt es seit 2003 ein Austauschprogramm von Studierenden und Dozenten mit der Universität Venda in Thohoyandou, unweit des Safe-Park-Projekts. Freiburger Studierende waren vor Ort, um an der Entwicklung der pädagogischen Arbeit mitzuwirken. Noch im Juli reisen weitere Studenten in den Süden des Kontinents. Umgekehrt waren auch immer wieder afrikanische Studenten an der badischen Hochschule für Soziale Arbeit.
Damit die Unterstützung für das Safe-Park-Projekt nachhaltig wirken kann wurde jetzt der Verein Isibindi e.V. gegründet. Sowohl Bischof Breytenbach als auch EFH-Rektor Reiner Marquard sind im Kuratorium des Vereins vertreten. Ein ähnliches Projekt wie in Südafrika sei demnächst auch in Namibia geplant, berichten Professor Seibel und Professorin Cornelia Helfferich, die ebenfalls dem neuen Verein angehört. Vielleicht gibt es, wenn die Planungen abgeschlossen sind dann andere badische Konfirmanden, die das Projekt unterstützen. Die Hinterzartener Jugendlichen hatten für ihre südafrikanischen Altersgenossen zur Erstausstattung des Safe-Parks vierzig Lederbälle samt Luftpumpen gespendet.
4. 7. 08
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