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Kampf und Stille in der Schule
"Stille Jungs" nehmen am Unterricht teil

Das bisher von der Landesstiftung Baden-Württemberg gefördert Projekt soll jetzt an vier örtlichen Grund-, Haupt und Realschulen in Freiburg weiter gehen. Am kommenden Donnerstag, 28. Juni 2007 wird nun zu einem Symposium eingeladen, bei der die Projektarbeit vorgestellt wird. Titel: "Jungen brauchen Stille Jungs". (Ab 19 Uhr in den Räumen der Thomasgemeinde in Freiburg-Zähringen, Tullastraße 15).

Bei "Stille Jungs" geht es darum "Kindern und Jugendlichen auf zeitgemäße Art neue Zugänge zu Leitbildern und Werten zu ermöglichen". Vornehmlich geht es dabei um Jungen. Heidrun Mazumdar und Astrid Suerkemper haben die Idee entwickelt in den letzten zwei Jahren mit sechs bis 16-jährigen Schülern umgesetzt. Ab diesem Sommer wird die Umsetzung des Projekts vom der städtischen Initiative "Bildungsregion Freiburg" gefördert.

Auch Pfarrer Matthias Uhlich aus Pfarrei Nord ist von dem Konzept angetan und stellt sein Wissen als Zen-Meister und Meditationslehrer zur Verfügung. Er will vor allem das Element der "Stille" in Schulen tragen. An der Emil-Gött-Schule will er beginnen und eine ganze Klasse an Übungen der Stille und Entspannung heranführen. Mit der Schulleitung hat er alles abgesprochen und grünes Licht erhalten. "Das wird bei den Schülern ankommen, da bin ich mir sicher", sagt er zuversichtlich. Schon in seinem regulären Religionsunterricht hat er immer wieder "Stille Phasen" eingerührt. "Wenn der Ton der Zimbeln erklingt schließen die Kinder die Augen und lauschen", erklärt der Geistliche. Werden die Zimbeln erneut aneinandergeschlagen beginnt die Zeit sich "über das in der Stille gehörte auszutauschen".

Andere Elemente von "Stille Jungs" ist die Einführung und Einübung in Kampfkunst. "Das ist ein ausgezeichnete Instrument sich auszuagieren", sagt Heidrun Mazumdar. Sie hat für die Einheiten mit den Jungen einige Gruppenleiter ehrenamtlich engagiert, die in die Rituale, Übungen und strengen Regeln der östlichen Kampfkunsttraditionen einführen. "Ich habe gelernt wie man sich verteidigt ohne andere zu boxen", sagte ein Schüler am Ende der Schulung. Durch die Übungen sollen die Jungen sich mit ihrem eigenen Willen besser auseinander setzen, ihre Schwäche auch als Stärke erfahren und ihre Kreativität im Umgang mit Geist und Körper entdecken. Sie werden eingeladen möglichst bald Verantwortung in dem Projekt zu übernehmen, sie werden zur Gruppenleitern ausgebildet und sind dann "Große Brüder".

Jungen "sollen von der Coolness wegkommen" beschreibt Heidrum Mazumdar ein Anliegen. Die ehemalige Bilanzbuchhalterin, die sich über Kurse und Exerzitien (Graf Dürkheim, Jorges Cancakis u. a.) fortgebildet hat, möchte vor allem männlichen Jugendlichen vermitteln, dass es gut ist Gefühle und inneres Erleben zum Ausdruck zu bringen. Daher ist Kommunikation eine weitere Säule in "Stille Jungs" - Konzept.

Geplant ist, das Projekt weiter zu entwickeln, erklärt Astrid Suerkemper. Lehrerinnen und Lehrer sollen eingebunden und fortgebildet werden und die Erfahrungen nach einer wissenschaftlichen Auswertung zur Weiterentwicklung beitragen.

22. 6. 07

"Jungen brauchen STILLE JUNGS"

Symposium zu Kommunikation, Stille und Kampfkunst bei Jungen

Donnerstag, 26. Juni 2007 ab 19 Uhr, Thomas-Gemeinde Freiburg, Tullastraße 15

mit
Armir Hein Ahler, Kommunikationstrainer, Theologe und Psycologe
Matthias Uhlich, Pfarrer, Zen-Lehrer
Dr. Soke Heinz Köhnen, Ostasienwissenschaftler, Lehrer für Kampfkünste
Moderation:
Dr. Miachael Kalff, Projektfaschstelle Wertekommunikation beim Landesjugendring

Weitere Informationen und Kontakt:
Heidrum Mazumdar, Projektleitung Tel: 0761 25358 Mob: 0173 3944779



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Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenbezirks Freiburg

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