FREIBURG. (gh) Die Seelsorge an Kranken und Sterbenden ist eine zentrale Aufgabe der christlichen Gemeinden von Anfang an. Auch in unserer technisierten Gesellschaft, in der die moderne Medizin ständig, meist zum Wohl des Menschen, voran schreitet ist das so geblieben: Menschen brauchen Menschen, die kompetent und einfühlsam sind, in der Pflege und Medizin, besonders aber auch für die Seele, mitten im Schmerz, mitten im Leid, mitten im Krankenhaus. Deshalb gibt es in den modernen Kirchen schon seit Jahrzehnten spezielle Krankenhausseelsorgerinnen und seelsorger, die nach gründlicher Ausbildung für die Bewältigung von seelischem Leid bei großen und kleinen Patienten in den Kliniken da sind.
Gerade in aktuellen Lage des Gesundheitswesens und unserer Gesellschaft, in einer Phase des wirtschaftlichen Umbruchs, möchte die Evangelische Landeskirche in Baden möchte, ihr Engagement in der Krankenhausseelsorge in Baden verstärken. Doch das ist in Zeiten sinkender Kirchensteuermittel leichter gesagt als getan. Eine gute Idee ist: Mit der Errichtung der Stiftung ´Kranke begleiten´ soll die Krankenhausseelsorge in einzelnen Kliniken langfristig abgesichert werden.
"Man braucht einen unabhängigen, verständigen und guten Gesprächspartner, der die Seele der Eltern öffnet, der sie zum Reden bringt", sagt Daniele H, Mutter der kleinen Katharina, die 8 Monate stationär in einer Freiburger Klinik behandelt wurde. Oder: "Ich brauche jemanden, dem ich am Ende meines Lebens sagen kann was mich drückt und die gut zuhört und Zeit für mich hat", so die 85-jährige Mathilde M., die in einer anderen Klinik sein muss. Und recht häufig gibt es für die Seelsorgerinnen auch Situationen, in denen ein offenes Ohr oder ein einfühlsames Wort weiterführt und einmündet in ein Gebet, einen zugesprochenen Segen oder ein anderes Ritual, das in einer haltlosen Zeit wieder Halt geben soll..
"In wohltätigen Stiftungen und Schenkungen zeigen sich Engagement und Mitverantwortung von Christinnen und Christen", heißt es in der Satzung der neuen Stiftung: Kranke begleiten. In diesem Engagement drücke sich auch Dank an Gott für die Bewahrung und den neuen Lebensmuts aus, wird in dem Papier weiter formuliert. So ist denn auch die Hoffnung der Verantwortlichen groß, viele Menschen zu finden, die bereit sind von ihrem Vermögen etwas für die "Stiftung Kranke begleiten" einzusetzen.
Die Landeskirche stellt ein Startkapital der Stiftung zur Verfügung. Durch Möglichkeit von Zustiftungen und Schenkungen wird dieses Eigenkapital erhöht, aus dessen Erträgen die Krankenseelsorge gefördert werden soll.
Zur Stiftungsgründung lädt die badische Landeskirche zu einer Auftaktveranstaltung im Historischen Kaufhaus in Freiburg ein. Am Montag, den 21. Juni 2004, um 19.30 Uhr wird die Stiftung vorgestellt. In einer Talk-Runde werden sich profilierte Menschen des öffentlichen Lebens sowie Fachleute unterschiedlicher Disziplinen zur Seelsorge äußern, unter anderem Dr. Wolfgang Schäuble und Landesbischof Dr. Ulrich Fischer. Ein attraktives Programm soll über die Anliegen der Krankenhausseelsorge sowie über die Stiftungsgründung informieren.
Helfen Sie mit, die Stiftung Kranke begleiten zu unterstützen und zu sichern. Schon jetzt können Sie Beträge auf das Konto 500 011 bei der Ev. Kreditgenossenschaft e.G. Karlsruhe (BLZ 660 608 00) mit dem Verwendungszweck "Stiftung Kranke begleiten" einzahlen.
Wenn Sie Fragen in Bezug auf die Stiftung haben, können Sie Kontakt aufnehmen mit
Oberkirchenrat
Dr. Michael Nüchtern
Tel. 0721 9175-300
michael.nuechtern@ekiba.de
oder an
Dekan Dr. Traugott Schächtele
dekanat@kirchenbezirk-freiburg.de
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