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Spatenstich für Stadtteil- und Bürgertreff
Gemeindezentrum der evangelischen Melanchthonkirche wird saniert.
Win-Win für Kirche und Kommune
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Freiburg (gh). Mit einem symbolischen Spatenstich wurde am Dienstag, (3. März) beim Gemeindezentrum der Melanchthonkirche im Stadtteil Haslach die Sanierungs- und Baumaßnahmen für den seit längerem geplanten Stadtteil- und Bürgertreff gestartet. Das Projekt wird künftig die Arbeit der evangelischen Gemeinde und die Quartiersarbeit des Nachbarschaftswerks (NBW) in einem Gebäudekomplex zusammen führen. Der evangelische Dekan Markus Engelhardt und Freiburgs Oberbürgermeister Dieter Salomon freuten sich, dass es gelungen sei mit dem 1,26 Millionen Euro-Projekt die Anliegen der Kirche und der Stadt zu vereinen. Salomon meinte bei der gemeinsamen Finanzierung könne, in Anlehnung an das Modell der so genannten Privat Public Partnership (PPP), vom einem "Modell der CPP einem Christian Public Partnership" gesprochen werden, so der Oberbürgermeister schmunzelnd. Vorgesehen ist, dass die neuen Räume im Herbst bezogen werden.
Geplant ist an den bestehenden Melanchthonsaal und die Nebengebäude des Gemeindezentrums einen eingeschossigen Neubau mit Beratungs- und Büroräumen anzufügen. Das Gemeindezentrum aus den 50er Jahren soll vor allem energetisch zu
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Beim Spatenstich zum neuen Bürger- und Stadtteiltreff in Freiburg-Haslach sagen Kinder des Kinderchors und die Herren im Hintergrund schnippten dazu v.l.n.r.:: Daniel Hin (Architekt), Dekan Markus Engelhardt, Pfarrer Jochen Kunath (Melanchthonkirche), Oberbürgermeister Dieter Salomon, Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach und Reinhard Schelkes (Bauausschuss Evangelische Kirche Freiburg)
Foto: Günter Hammer
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saniert werden. In den Neubau wird die städtische Quartiersarbeit in Alt-Haslach einziehen, die vom Nachbarschaftswerk e.V. getragen wird und derzeit noch in der "Alten Schule" in der Markgrafenstraße ihren Standort hat. Die Kirchen vor Ort hätten gemeinsam mit dem Nachbarschaftswerk bereits in der Vergangenheit etliche innovative Modelle für das Zusammenleben im ehemaligen Arbeiterstadtteil entwickelt, sagte Matthias Müller. Der Vorsitzende des NBW nannte als Beispiele die Beratungs- und Bildungsmaßnahmen für Langzeitarbeitslose, die Entwicklung eines Netzwerks für in Not geratene, einen Mittagtisch, der eingerichtet wurde sowie eine internationale Frauenteestube. Diese und weitere Aktivitäten könnten in den neuen und sanierten Gebäuden weiter entfaltet werden.
Auch Dekan Markus Engelhardt sprach von einer "win-win-Situation" für Kirche und Kommune. Beide Institutionen hätten gemeinsame Interessen weil es "letztlich um den Menschen geht und seine unantastbare Würde". Der Dekan nannte die Idee ein kirchliches Gemeindehaus für eine städtische Nutzung zu öffnen "zukunftsweisend". "Es ist geradezu ein Gebot der Stunde in finanziell klammen Zeiten auf die viel beschworenen Synergieeffekte zu setzen", meinte er. Nicht zuletzt könne sich die Arbeit der Kirchengemeinde und der Quartiersarbeit von Stadt und freien Trägern in Haslach durch den gemeinsamen Ort befruchten.
In dem neuen 23 Meter langen neuen Gebäude, das als Holzkonstruktion errichtet wird, werden auf 90 Quadratmeter Nutzfläche mehrere Büros und Besprechungsräume entstehen. Das Gemeindehaus soll vor allem durch Dämmmaßnahmen an den Außenwänden und bei einem Teil des Daches auf den Stand eines heutigen Neubaus gebracht werden.
Die Gesamtkosten von rund 1,26 Millionen Euro für Neubau und Sanierung werden anteilig mit 750.000 Euro über das Bund-Länder-Programm "Soziale Stadt" bezuschusst, von denen 450.000 Euro Bund und Land sowie 300.000 Euro die Stadt tragen. Die Evangelische Kirche ist mit 513.000 Euro beteiligt, zu denen die Stadt einen einmaligen Betriebskostenzuschuss als Mietersatz für die Nutzung des Neubaues für gemeinwohlorientierte Zwecke auf 20 Jahre beisteuert.
Die evangelische Melanchthongemeinde ist eine der ältesten evangelischen Gemeinden in Freiburg. Sie entstand als 1555 Markgraf Karl II. sich der Reformation Luthers anschloss und damit die Markgrafschaft, zu dem auch das ehemalige Dorf Haslach gehörte, evangelisch wurde. Die kleine Melanchthonkirche in unmittelbarer Nachbarschaft zum Gemeindezentrum geht in ihrer Entstehung teilweise bis auf das 8. Jahrhundert zurück. Das schlichte Kirchlein wird deshalb auch als ältester Kirchenbau Freiburgs bezeichnet.
3.3.09
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