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Wohnraumberatung mit einem Koffer voller Hilfen
Wie die eine Beratungsstelle ihre Dienste anbietet
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Freiburg (gh). Wenn sie ihren neuen roten Koffer öffnet kommt da allerhand Interessantes heraus: ein Haltegriff für die Wand im Bad, eine Bürste mit gekrümmtem Griff, ein Frühstückbrett, das mit einer Hand gebraucht werden kann, ein langer Schuhanzieher, ein Verschlussöffner oder sogar einen Drehteller für Sitzende. Christiane Düspohl lächelt als sie erklärt wie wichtig der neue Koffer sei. Denn die Sozialarbeiterin der Evangelischen Sozialstation kann jetzt bei ihren Beratungsgesprächen älteren Menschen ganz konkret und handgreiflich zeigen was sie meint, wenn sie von Hilfen beim Wohnen spricht.
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| Christiane Düspohl zeigt, was sie in ihrem Koffer hat. Die Wohnraumberatung für das Leben im Alter kann die Hilfsmittel jetzt in Gemeinden und Gruppen vorstellen. Foto: G. Hammer |
Düspohl ist in der Diakonie der Dreisamstadt zuständig für "Wohnberatung im Alter". Mit ihrem Demonstrationskoffer wird die Beraterin künftig auch zu Seniorenkreisen in Gemeinden gehen oder zu Wohngenossenschaften, um über Erleichterungen und Konzepte in Wohnraumanpassung zu informieren. Der Koffer mit seinem besonderen Inhalt hat einen Wert von rund 1.000 Euro. Er ist ein Geschenk des "Diakonie- und Fördervereins der Auferstehungskirche" in Freiburg-Littenweiler.
"Es ist für viele ältere Menschen häufig schwierig etwas in ihren Wohnungen zu verändern", sagt die Wohnraumberaterin zu ihren Erfahrungen. Doch seien in vielen Wohnungen etliche Stolperfallen und Gefahren besonders für Menschen mit körperlichen Einschränkungen vorhanden. "Das beginnt beim Teppich, der lose auf dem Parkett liegt", berichtet Düspohl, "geht über Schwellen an den Türen bis zur Dusche, deren hoher Wannenrand ein echtes Hindernis ist."
Die Sozialarbeiterin, die in ihrem Erstberuf eine handwerkliche Ausbildung als Bauschreinerin absolviert hat bringt hier ganz gezielte Unterstützung direkt ins Haus. Mit Rollator oder Rollstuhl bleiben Senioren, die in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind, auch in der eigenen Wohnung mobil, mit speziellen Pflegebetten wird die Nachruhe leichter, Haltegriffe und barrierefreie Schwellen geben Sicherheit und Gegenstände des Alltags (beispielsweise Strumpfanzieher) erleichtern die tägliche Routine. Die Sozialarbeiterin der Sozialstation weiß auch was die Pflegekassen für notwendige Umbaumaßnahmen zuschießt (bis zu 2.557 Euro pro Maßnahme), sofern eine Eingruppierung in einer Pflegestufe vorliegt und gibt Tipps was im Umgang mit Handwerkern zu beachten ist. Dabei hilft sie unbürokratisch bei der Antragsstellung und im Gespräch mit Firmen.
Für den 93-jährigen Horst A. aus Freiburg-Hochdorf war die Wohnraumberatung genau das Richtige. Er wollte seine an Demenz erkrankte Ehefrau bei sich zu Hause in dem kleinen Einfamilienhäuschen haben, in dem die beiden bisher ihr Leben verbrachten. Doch erst nachdem im Treppenaufgang ein Handlauf angebracht und eine Sicherheitssperre zum Schutz vor Fehltritten montiert war konnte die verwirrte Frau selbständiger sein. Christiane Düsphohl konnte hier mit Rat und Tat zur Seite stehen. "Alles hat alles gut funktioniert und jetzt eine große Erleichterung", freut sich der betagte Senior über die Beratung.
Obwohl es das Beratungsangebot schon seit knapp zwei Jahren gäbe werde der Dienst "bisher nicht so gut angenommen wie erwartet", so Düspohl. Andere Beratungsstellen in Freiburg seien geschlossen worden. Dennoch macht man bei der Evangelischen Sozialstation weiter, denn die Nachfrage wird steigen, ist sich die Expertin sicher, ermöglicht die Wohnraumberatung doch, dass Pflegebedürftige länger in ihrer Vertrauten Umgebung bleiben können.
Mehr Informationen bei:
Beratungsstelle "Leben im Alter" der Evangelischen Sozialstation Freiburg, Dreisamstraße 5, 79098 Freiburg, Tel: 0761 27130-0, Durchwahl Düspohl -142 (Anrufbeantworter) www.evsozialstation-freiburg.de
Sprechzeiten Mo. bis Do. von 9 Uhr bis 11 Uhr
2. 3. 09
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Neuer Wagen für die ambulante Krankenpflege
Evangelische Sozialstation hat ein breites Spektrum an Hilfen
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Freiburg-Littenweiler (gh). Einen funkelnagelneuen Kleinwagen übergaben in dieser Woche (8. 4. 08) Uwe Rolker und Eva Gottschall vom "Diakonie und Förderverein Auferstehungskirche" an die Leitstelle Ost der Evangelischen Sozialstation. Die stellvertretende Leiterin des Ost-Pflegeteams, Christiane Menger-Nagy, nahm vor der Auferstehungskirche die Schlüssel für den Wagen in Empfang. Sie freute sich, dass mit dem Auto nun ein Fahrzeug zur Verfügung steht, in dem die Schwestern und Pfleger der Sozialstation schwerpunktmäßig für die Patienten in Littenweiler und Ebnet unterwegs sein werden.
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Uwe Rolker (mitte) und Eva Gottschall (re.) vom Diakonie- und Förderverein überreichen vor der Auferstehungskirche die Autoschlüssel des neuen Wagens für Littenweiler und Ebnet an Christine Menger-Nagy (li.) vom Pflegedienst der Evangelischen Sozialstation. (Bild: Günter Hammer)
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"Mit der Kaufbeteiligung an dem Wagen wollen wir unsere Unterstützung für die Evangelische Sozialstation verstärken", sagte Uwe Rolker, als Vorsitzender des Diakonie- und Fördervereins. Der Verein übernimmt die gesamten Leasingkosten von knapp über 6.300 Euro über die Vertragslaufzeit von vier Jahren, die Sozialstation trägt die laufenden Betriebskosten. Der "Diakonie- und Förderverein Auferstehungskirche Freiburg e. V." hat rund 200 Mitglieder und ist Mitbegründer und Mitglied bei der "Evangelischen Sozialstation e. V.". Jetzt weist das Logo der Auferstehungskirche, ein großes geschwungenes "A", an den Wagenseiten und auf dem Heck, auf den Zusammenhang zu den Geldgebern hin.
Mit dem neuen Fahrzeug steigt die Wagen-Flotte der Sozialstation auf 33 Fahrzeuge an. Die weißen und silbergrauen Autos des Evangelischen Pflegedienstes sind aber auch in allen andern Stadtteilen zu sehen. Die diakonische Einrichtung versorgt in Freiburg vor allem ältere Menschen mit ihren ambulanten Diensten. Dazu gehört in erster Linie die kompetente Pflege in der häuslichen Umgebung, die ausführliche Beratung von hilfebedürftigen Menschen in einer eigenen Beratungsstelle, die organisierte Nachbarschaftshilfe mit zahlreichen Kräften und die unterstützende Familienpflege, beispielsweise wenn die Mutter krank wird. Ein besonderer Schwerpunkt der Arbeit der Evangelischen Sozialstation, der sich in den jüngster Zeit entwickelt hat, ist die Versorgung von Menschen die an Demenz leiden.
10. 4. 08 |
Zusammen mit Evangelischer Sozialstation
Innovatives Projekt für Demenzkranke
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Freiburg (gh). Ein neues Wohngruppenprojekt zur Begleitung und Betreuung alter und demenzkranker Menschen konnte am Wochenende in Freiburg Richtfest feiern. Die "Arche-Hausgemeinschaft" und die "Woge-Wohngruppe" werden voraussichtlich im Dezember in die neuen Gebäude im Freiburgs jüngstem Stadtteil Vauban beziehen. Kooperationspartnerin für die Betreuung von Demenzkranken Menschen in den Räumen von "Woge e. V." ist die Evangelisch Sozialstation in Freiburg, die nach eigenen Angaben ein "innovatives Personalkonzept" entwickelt hat, um die pflegerische und häusliche Betreuung dauerhaft zu gewährleisten.
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| Blick auf den Rohbau des Sonnenhofs. Im Erdgeschoss wird Woge einziehen. Foto: gh |
In quadratischen Gebäudekomplex dem so genannten Sonnenhof,am Rande des Neubaustadtteils wird, neben der Möglichkeit zum "gemeinsamen Wohnen im Alter mit Tieren" auch eine barrierefreie 300 Quadratmeter große Erdgeschosswohnung für Menschen mit Demenz entstehen. In zehn Zimmern sowie einer Küche, Gemeinschafts- und Wirtschaftsräumen, soll "viel Raum für selbst bestimmtes Handeln" gegeben werden und damit Demenzkranken "eine adäquate Wohn- und Lebensform" ermöglicht werden.
Eine Besonderheit der Wohngruppe ist die Möglichkeit, dass Angehörige in der Betreuung und Pflege eingebunden sind. Rund 20 Stunden im Monat sollen Verwandte und Freunde den Alltag in der Demenzgruppe begleiten. Man wolle auf diese Weise auch die Betreuungskosten reduzieren, heißt es in einer Mitteilung.
Das Gesamtprojekt mit weitern Wohnungen für betreutes Wohnen, Geschäftsräumen und Mitwohnungen wird nach Angaben von Projektentwickler Wolfgang Beha rund 5,5 Millionen Euro kosten. Es wird weder vom Land Baden-Württemberg noch von der Stadt Freiburg finanziell gefördert. Ein spezielles Finanzierungsmodell nach dem in Freiburg bekannten Syndikatgedanken ("Der Kernpunkt dieses Modells besteht darin, meist schon bestehende, aber auch neu entstehende Mietwohnungen in Zusammenarbeit mit den Bewohnern und Besitzern dem Immobilienmarkt zu entziehen und die günstigen Mieten dauerhaft zu sichern.") hat zusammen mit der Gründung einer Stiftung und Krediten es aber ermöglicht, dass für die ehrenamtlichen Initiatoren das Projekt überhaupt umsetzbar ist. Die Macher des Modells beklagen denn auch dass das "außergewöhnlich hohe Maß an bürgerschaftlichem Engagement" nicht von der Politik "entsprechend gefördert" werde.
Siehe auch Bericht von den ersten Tagen bei Woge
9. 7. 07
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