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Ehrenamtlich in der Krankenhausseelsorge
Neuer Qualifizierungskurs startet demnächst
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Freiburg (gh). Am Anfang dachten manche, sie sei zu jung für diese Aufgabe. Doch inzwischen hat Eva Wolf fast zehn Jahre Erfahrung in der Krankenhausseelsorge. Ehrenamtlich! Und sie wirkt immer noch jugendlich und lächelt freundlich, wenn sie von i hrem Engagement erzählt. Die gelernte Krankenschwester, die zurzeit in Elternzeit ist, weiß dabei genau wovon sie spricht. Menschen ein Stück des verschlungenen Weges begleiten, Männer und Frauen, die teilweise schwer krank sind und nach Hoffnung und Orientierung suchen. Die aber auch dankend annehmen, wenn ihnen jemand aufmerksam schenkt und sich für sie in dieser Lebenssituation interessiert. "Für mich sind die zwei, drei Stunden pro Woche in der Seelsorge sehr erfüllend", sagt die 31-Jährige. Regelmäßig besucht sie Patienten auf einer internistischen Station im Uniklinikum.
Den Einstieg zu dieser besonderen Qualifikation als ehrenamtliche Krankenhausseelsorgerin hatte sie einst in Karlsruhe gefunden. Nach ihrem Umzug in den badischen Süden meldete sie sich bei der evangelischen Seelsorge der Uniklinik. Hier war man gerade dabei eine Gruppe Ehrenamtlicher für die Seelsorgetätigkeit zu qualifizieren. Und so konnte Eva Wolf in die neue Supervisionsgruppe einsteigen, denn die ist Bestandteil der Praxisphase. Zuvor lernen die Seelorge-Interessierten an einem Wochenende und zehn Abenden Gesprächsführung und seelsorgliche Grundhaltungen kennen und werden von verschiedenen Referenten geschult. "Man erhält hier das nötige Handwerkszeug", weiß Eva Wolf. Wichtig sei dabei auch der Kontakt zu den Hauptamtlichen. Ein erfahrener Krankenhausseelsorger sei immer im Hintergrund und ansprechbar. Doch sei sie selbständig und eigenverantwortlich in ihrem Dienst.
Am schönsten sei es "das Vertrauen zueinander zu finden und ein Gespräch zu führen, von dem beide, Patient und Seelsorgerin profitieren", sagt Wolf. Und obwohl sie im kirchlichen Auftrag unterwegs ist, geht es ihr nicht ums "Missionieren". Doch lenken die Patienten die Gespräche manchmal unerwartet und ganz selbstverständlich auf religiöse und spirituelle Themen. "Diese Gespräche haben dann etwas sehr Verbindendes und Tiefgehendes", sagt Eva Wolf, und sie können in diesem Vertrauen "trotz Krankheit und Sorgen überraschend heiter und leicht werden".
Info-Telegramm
Die Evangelische Seelsorge der Uni-KliniK bietet einen neuen Kurs für ehrenamtliche Mitarbeiter an.
Der Qualifizierungskurs "Seelsorge als Begleitung" startet mit einem gemeinsamen Wochenende Mitte Januar 2011
Es folgen 10 Kursabende, jeweils drei Stunden
Der Kurs wird im Sommer abgeschlossen. Die Themen sind:
Gesprächsführung, Seelsorgliche Grundhaltung, Eigen- und Fremdwahrnehmung, Rolle des Seelsorgers/ der Seelsorgerin, Krankheit als Krise und Chance / Krankheitserfahrungen / Krankheitsbilder, Verzeihen und Versöhnen, Umgang mit Gefühlen Gottes- und Menschenbilder, Symbole und Rituale, Krankenhausorganisation Pflegealltag und Seelsorge, Sterbende begleiten
Nach dem Theorie-Kurs folgt eine zirka einjährige Praxisphase mit Supervision und Begleitung durch die Hauptamtlichen
Interessierte können sich sofort melden bei
Diakonin Ursula Hänni-Grina, Diakon Jens Terjung
Evangelische Klinikseelsorge am Universitätsklinikum Freiburg
Hugstetter Str. 55, 79106 Freiburg, Tel.: 0761/ 270-6011
28. 10. 10
Lesen Sie hier auch den Beitrag in der Badischen Zeitung:
Gespräche über Gott und die Welt (veröffentlicht am 29. Oktober 2010 auf badische-zeitung.de)
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Ein einzigartiger Ort der Besinnung für Mediziner und Patienten
Raum der Stille im Neurozentrum am 19. Oktober 2010 mit VertreterInnen der Kirchen und der Stadt Freiburg eingeweiht
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Freiburg (hm/gh) Not, Trauer und Bangen, aber auch Hoffnung, Freude und Dank sind Gefühle, die in einem Krankenhaus ständig vorkommen. Alle Menschen, die sich in einem Krankenhaus aufhalten, sind hoher psychischer Belastung ausgesetzt und müssen wichtige Entscheidungen für sich selbst und andere treffen. Im Freiburger Neurozen
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| Der kleine Raum der Stille mit dem Bild "Jahreszeiten" von Werner Berges Foto:G. Hammer |
trum gibt es nun einen Raum der Stille, in welchen sich Menschen in Bedrängnis oder stiller Zuversicht zurückziehen können. Der Raum liegt, leicht zu erreichen, im Eingangsbereich des Zentrums im Erdgeschoss.
Bei der Eröffnungsfeier begrüßte der Kommissarische Leitende Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Freiburg Professor Dr. Jörg Rüdiger Siewert die Einrichtung des Raums: „Alle Betroffenen, ob Patientin/Patient, Angehörige oder medizinisches Personal, können sich hier von der Betriebsamkeit eines Klinikums lösen, ihren eigenen Gefühlen begegnen und für einige Momente Ruhe finden. Der Raum vermittelt Geborgenheit und öffnet aufgrund seiner sehr gelungenen Ausgestaltung den Blick ins Weite.“
Der neue Raum der Stille ist am Universitätsklinikum einzigartig. Ein lange gehegter Wunsch der Krankenhausseelsorge geht mit seiner Einrichtung in Erfüllung. Er ist dennoch kein gottesdienstlicher Raum und enthält auch keine religiösen Zeichen. Somit lädt er Menschen unabhängig von Konfession und Religion zum Innehalten ein. Das farbenfrohe Gemälde einer Landschaft von Werner Berges mit dem Titel "Jahreszeiten" schmückt den ansonsten in dezenten Grautönen gehaltenen knapp 15 Quadratmeter großen Raum. Die Ausgestaltung des Raumes wurde konzipiert vom bekannten Architekten Professor Dr. h. c. Horst Eduard Linde aus Freiburg. Zum größten Teil wurde er durch Spenden finanziert. Die Öffnungszeiten sind täglich von 7.00 bis 20.00 Uhr.
Zur Einweihung sprachen der Referent der katholischen Krankenhausseelsorge Albrecht Kollefrath und die Leiterin des Zentrums für Seelsorge der badischen Landeskirche Sabine Kast-Streib. Der Raum der Stille sei ein "weiteres ermutigendes Beispiel dafür, wie medizinisches Können, qualitativ hochwertige Pflege und Seelsorge einander ergänzen können", so die Kirchenrätin. Hier sei ein Ort an dem PatientInnen, Angehörige und Mitarbeitende meditieren und sich darauf besinnen können, was trägt. Von der Stadt Freiburg überbrachte Gemeinderätin Renate Buchen ein Grußwort.
Im Anschluss wurde der Raum vom Prälat des Kirchenkreises Südbaden Dr. Hans Pfisterer und von Weihbischof Dr. Bernd Uhl eingeweiht.
19. 10. 2010
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Freiwillig in die Klinik
Ehrenamtliche Seelsorger beginnen ihren Dienst
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Freiburg (gh). Mit einem festlichen Gottesdienst wurden am Sonntag (13. Juli 08) zwölf neue, ehrenamtlich tätige Seelsorgerinnen und Seelsorger in der evangelischen Emmauskapelle der Universitätsklinik in ihren Dienst eingeführt. Die neun Frauen und zwei Männer, im Alter zwischen 41 und 70, Jahren wurden persönlich gesegnet und beauftragt. Sie werden zunächst in Freiburger Krankenhäusern und Kliniken Patienten besuchen.
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Oberkirchenrat Schneider-Harpprecht und Pfarrrerin Overmans gratulieren den eingesegneten Seelsorgern
Foto: G. Hammer |
Oberkirchenrat Christoph Schneider-Harpprecht sagte in seiner Predigt, dass mit Segnung und Berufung "die unmögliche Möglichkeit" in das Leben des Einzelnen käme. Wer von Gottes Ruf getroffen werde, dessen Leben verändere sich. So könnten die ehrenamtlichen Krankenhausseelsorger zum "Ermutigen und Trösten" der Kranken beitragen.
Die neuen ehrenamtlichen Klinikseelsorger hatten an einem halbjährigen Kurs "Seelsorge als Begleitung" der Evangelischen Krankenhausseelsorge der Universitätsklinik teilgenommen. Diese Kurse finden im zweijährlichen Rhythmus statt. Seit 2004 sind Absolventen dieser Fortbildung für Ehrenamtliche auf verschiedenen Stationen der Uniklinik regelmäßig in der Seelsorge für Patientinnen und Patienten tätig. In dieser Aufgabe werden die Seelsorger von erfahrenen Kollegen begleitet, unter anderem steht ihnen Supervision zur Verfügung.
"In diesem Ehrenamt heimst man allerdings keine Ehre ein", berichtet Michael Charlton, ein Ehrenamtlicher aus dem ersten Kurs, von den Erfahrungen aus seinem persönlichen Umfeld. Freunde und Bekannte würden das Thema rasch wechseln wenn das Gespräch auf seine freiwillige Tätigkeit in der Klinik komme. Ganz im Gegensatz dazu seien seine Erfahrungen mit Patienten am Krankenbett. "Menschen beginnen hier häufig über ihr religiöses Leben nachzudenken", erzählte Charlton.
In der Regel besuchen die ehrenamtlichen Mitarbeiter ein Mal wöchentlich die Menschen einer Station der Klinik. Sie unterstützen und ergänzen mit ihrem Einsatz das Team der hauptamtlichen Pfarrerinnen und Pfarrer, Diakoninnen und Diakone.
14. 7. 08
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Ehrenamtliches Engagement
Am Sonntagmorgen freiwillig in die Klinik
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Freiburg (gh). Wenn sonntags morgens viele noch gemütlich im Bett liegen sind sie schon unterwegs, die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der evangelischen Krankenhausseelsorge der Freiburger Uni-Klinik. Ihre Aufgabe: Patienten zum sonntäglichen Gottesdienst einladen und auf dem Weg begleiten.
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Ehrenamtliche begleiten jeden Sonntagmorgen Patienten in der Uni-Klinik zum Gottesdienst in in Emmauskapelle. Hier haben sie sich vor den bunten Fenstern der Kapelle dem Fotografen gestellt.
(Bild Günter Hammer) |
Jede Helferin hat in der Regel zwei Stationen, wo sie ab halb neun von Zimmer zu Zimmer geht, sich vorstellt und die Patienten zum Gottesdienst um halb zehn einlädt. "Am Anfang hatte ich richtiges Lampenfieber", erzählt Britt Meuret (56), die seit vergangenem Herbst zu der kleinen Ehrenamtlichengruppe gehört. Wie die andern auch hatte sie sich auf eine Annonce der Klinikpfarrämter in Anzeigenblatt gemeldet. "Ich suchte nach einer kleinen Aufgabe, die mir Spaß machen könnten, sagt die ehemalige Pharmazeutisch-technische Assistentin. Viele Patienten "freuen sich dann über meinen Besuch und registrieren, dass Sonntag ist".
Ein, zwei Patienten würden sich dann immer auf den Weg in die Emmauskapelle machen, erzählt Charlotte Knappe (66) von Begegnungen auf "ihrer" Station. Und immer mal wieder begleitet sie auch die Kranke, die schlecht zu Fuß sind, auf den Weg durch die Flure. Doch viele seien einfach durch die Erkrankung nicht in der Lage das Krankenzimmer zu verlassen, oder gar aufzustehen. Dann bietet die ehrenamtliche Mitarbeiterin an das Fernsehgerät auf Kanal 32 zu schalten. Da wird der evangelische Gottesdienst aus der Klinikkapelle im hausinternen Tele-Netz live übertragen. (Einige Jugendliche aus nahen Pfarreien in der Klinikumgebung, die vom Medienzentrum des Unversitätskrankenhauses geschult wurden, sind für die Kameraführung und die Übertragungstechnik zuständig.)
Für Uta Brüstle (67) war der ehrenamtliche Einladungs- und Begleitdienst eine gute Möglichkeit in Freiburg neue Wurzeln zu schlagen. Die gelernte Hotelfachfrau, hatte im Schwarzwald einige Jahre auch einen eigenen Betrieb geführt, bevor sie vor einem Jahr in den Breisgau zog. Manche Patienten seien "der Sache auch ablehnend gegenüber", berichtet sie, doch alle seien "freundlich und sehr höflich". Sie würde gerne die Ausbildung zur ehrenamtlichen Krankenhausseelsorgerin beginnen, die von den Pfarrerinnen und Diakonen der Uniklinik angeboten wird.
"Als Christ ist es meine Aufgabe zu Kranken und Schwachen hinzugehen", ist Simion-Pierre Fowa Talom überzeugt. Der 33-jährige Afrikaner hat diese Glaubenshaltung aus seinem Heimatland mitgebracht. Der Mann aus Kamerun, der Master der Forst- und Umweltwissenschaften ist, besucht regelmäßig eine fest zugeteilte Station. "Ich nehme mir viel Zeit für das Gespräch mit den Einzelnen", erklärt er freundlich. Und dann erzähle er manchen Patenten auch wie sehr er sich mit Gott verbunden fühle. "Das ist doch etwas ganz normales als Christ", bekräftigt er heiter.
Weitere Informationen zu dem Besuchs- und Begleitdienst gibt es bei Pfarrerin Margrit Nöring Tel: 0761 270.6012
23. 5. 07
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