aktuelles




Pfarrerin Bärbel Schäfer verabschiedet sich
aus Freiburg
Ab Februar ist sie Dekanin im Markgräflerland
Freiburg (gh). Schon ihr Großvater war Missionar in Indien und ihr Vater war Gemeindepfarrer im kleinen Odenwald und Dekan in Pforzheim. Jetzt ist Pfarrerin Bärbel Schäfer selbst zur Dekanin gewählt worden und nimmt ab 1. Februar ihre Amtsgeschäfte im neuen Kirchenbezirk Markgräflerland auf. Am kommenden Sonntag, 24. Januar wird sie, um 15 Uhr mit einem Empfang und um 17 Uhr mit einem Gottesdienst in der Ludwigskirche (Starkenstraße) aus der evangelischen Pfarrei Nord verabschiedet.

Hier, in Herdern, war die 51-Jährige zehn Jahre lang Gemeindepfarrerin an der Ludwigskirche. "Ich habe viele gute Erfahrungen von gelingender Gemeindearbeit hier gemacht, dass sich Kirche deutlich entwickeln kann, wenn Menschen mit einer positiven inneren Einstellung, Humor und langem Atem ans Werk gehen.", sagte die Pfarrerin rückblickend. Der rote Fachen in diesem Jahrzehnt sei gewesen "ständig in größere Einheiten hineinzuwachsen". Denn als sie im Mai 1999 mit einer halben Stelle für Gemeindearbeit an den Start ging gab es noch die Ludwigsgemeinde-Süd, die sich bald mit dem anderen Teil der Ludwigsgemeinde zusammenschloss und zuletzt gemeinsam mit der Thomasgemeinde in der Nordpfarrei des Stadtkirchenbezirks aufging. So war Schäfer auch engagiert in den Strukturdebatten in der evangelischen Kirche Freiburgs, die "in mehreren Wellen" sich vollzogen. Da habe es gegolten die Balance zwischen bezirklichen Aufgaben und Gemeindeseelsorge zu finden. Eine anstrengende Arbeit (Termine, Termine), mit der sie im Rückblick auch zufrieden ist.

Ihr zweites Standbein hatte die Theologin als landeskirchliche Referentin für den Weltgebetstag und weltweite Ökumene innerhalb der evangelischen Frauenarbeit Badens. Sie organisierte unter anderem ein Fernstudium für feministische Theologie und hielt die ökumenischen Verbindungen der Frauenarbeit. "Das war eine wunderbare zweite Hälfte meiner Gemeindearbeit", sagt sie freudig. Und diese ökumenischen Verbindungen pflegte sie auch persönlich, so war sie vorletztes Jahr mehrere Monate zu einem Studienaufenthalt in Südindien.

Was verbindet war in den unterschiedlichen Arbeitsfeldern in denen die Pfarrerin tätig war, sei der "Heilige Geist" gewesen und die Frage: "Was bewegt die Kirche und wie bewegt Gott seine Kirche". "Ich suche immer bewusst nach geistlicher Ermutigung, denn als kirchlich Verantwortliche sind wir auch ein Teil der Welt", so formuliert die Theologin ihre Antwort.

Auf ihre Dekans-Aufgabe im neu gegründeten Kirchenbezirk Markgräflerland, der aus den ehemaligen Bezirken Lörrach und Schopfheim entstanden ist, freut sie sich schon. 45 Gemeinden zählen zu dem Kirchenbezirk der wiederum in drei Regionen gegliedert ist. In der Schopfheimer Stadtkirche übernimmt sie einen Predigtauftrag und dort in der Stadt in der schon 1556 die Reformation eingeführt wurde wird sie ab dem Sommer auch wohnen. Dienstsitz des Dekanats ist Lörrach.

21. 1. 10

Lesen Sie auch den Beitrag aus der Badischen Zeitung:
Ein wenig näher an Indien heran (veröffentlicht am 23. Januar 2010 auf badische-zeitung.de)



profile-design 1997/2003-2009 gh webmaster

Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenbezirks Freiburg