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"Protestantismus heute" -
Standpunkte zur Welt des 21. Jahrhunderts - Ringvorlesung an der Uni Freiburg
Auftakt mit Bischof Dr. Wolfgang Huber
Freiburg (gh/zg) "Protestantismus heute - Standpunkte zur Welt des 21. Jahrhunderts" lautet der Titel einer Ringvorlesung an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, die in diesem Wintersemester 2008/2009 stattfindet. Die Veranstaltungsreihe beschäftigt sich mit der Rolle und den Aufgaben des Protestantismus in der modernen Gesellschaft.

Bischof Huber vor zwei Jahren im Evang. Stift in Freiburg Foto: Archiv Hammer
Die erste Vorlesung hält am kommenden Donnerstag, am 23. Oktober, um 20.15 Uhr Bischof Prof. Dr. Wolfgang Huber im Audimax der Universität Freiburg, Kollegiengebäude II, Platz der Alten Synagoge. Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland wird zum Thema "Freiheit und Verantwortung - Die Bedeutung der Reformation für die neuzeitliche Entwicklung des Verhältnisses zwischen Staat und Kirche" sprechen. "Gerade aus der Perspektive des reformatorischen Verständnisses von verantworteter Freiheit bleibt es wichtig, dass Christentum nicht nur eine kirchliche und eine persönliche, sondern auch eine öffentliche Gestalt annimmt.", erklärt Bischof Huber Es sei entscheidend, dass die christliche Stimme im kritischen Diskurs unserer Gesellschaft gehört wird.

Insgesamt sind zehn Vorträge und Podiumsdiskussionen sowie ein vielfältiges Begleitprogramm vorgesehen. Dabei wird der Frage nachgegangen, welche Antworten der deutsche Protestantismus auf zentrale Herausforderungen und soziokulturelle Transformationsprozesse des 21. Jahrhunderts anbietet. Namhafte Referentinnen und Referenten werden kritisch beleuchten, ob diese Lösungsstrategien tragfähig sind bei der Suche nach gesellschaftlicher Orientierung. Initiiert und veranstaltet wird die Reihe vom Evangelischen Studienwerk Villigst gemeinsam mit dem Studium generale der Uni Freiburg. Der Evangelische Kirchenbezirk Freiburg unterstützt die Veranstaltungen ideell und mit einem kleinen Zuschuss.


Zum Hintergrund der Ringvorlesung

Schlagworte wie Globalisierung, demographischer Wandel und jüngst die Finanzkrise prägen das gesellschaftliche Miteinander im beginnenden Jahrhundert. Einerseits wird von einer Krise der Kirche gesprochen - die christlichen Kirchen verlieren Mitglieder sowie Finanz- und Bindekraft. Andererseits ist ein grundlegendes Bedürfnis nach Religiosität und Spiritualität unübersehbar. Das macht die Kirchen wieder verstärkt zu Partnern auf der Suche nach Orientierung, Identität und Halt. Die wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Verwerfungen des 21. Jahrhunderts und die damit verbundene erkennbare Respiritualisierung vieler Einzelner und großer Teile der Gesellschaft bedeuten sowohl Herausforderung als auch Chance. Der mit dem Impulspapier "Kirche der Freiheit" der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) angestoßene Reformprozess der evangelischen Kirche versucht, sich den Herausforderungen zu stellen.

Die Veranstalter

Die Ringvorlesung ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Studium generale, dem Evangelischen Studienwerk e.V. Villigst und der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST), Heidelberg und wird vom Evang. Kirchenbezirk Freiburg unterstützt. Sie findet im Rahmen des Theologischen Forums des Studium generale der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg statt und knüpft unmittelbar an die Veranstaltungsreihe zur Theologischen Anthropologie im Jahr 2006 an. Das Evangelische Studienwerk ist das Begabtenförderungswerk der evangelischen Kirchen in Deutschland und fördert mehr als 1.000 Studierende und Promovierende bundesweit. Beide Institutionen engagieren sich für einen interdisziplinären Dialog und setzen sich in ihrem Programm mit aktuellen Entwicklungen und grundsätzlichen Fragen der Gesellschaft auseinander. Das FEST als interdisziplinär arbeitendes Forschungsinstitut, das von der Evangelischen Kirche in Deutschland, den evangelischen Landeskirchen sowie dem Deutschen Evangelischen Kirchentag und dem Verband der Evangelischen Akademien in Deutschland getragen wird, ergänzt diese Kooperation.

Das genaue Programm und weitere Informationen
bei www.protestantismus-heute.de

20. 10. 08



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Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenbezirks Freiburg