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Christen und Kirchen bekennen ihr Versagen
Pogromnacht: Buß- und Bittgottesdienst im Münster
Freiburg (4. 11. 08) Gemeinsam mit der Stadt Freiburg, der Jüdischen Gemeinde, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, dem Deutschen Gewerkschaftsbund sowie weiteren Organisationen rufen die beiden großen christlichen Kirchen zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen und Gemeinden in Freiburg (ACK) zum Gedenken an die so genannten November-Pogrome von 1938 auf. In einem ökumenischen Gottesdienst im Freiburger Münster, werden Pfarrer Gerhard Ruisch von der Altkatholischen Gemeinde und Superintendent Christof Schorling von der Evangelisch-Lutherischen Kirche sowie die beiden Dekane Markus Engelhardt, evangelische Stadtkirche, und Claudius Stoffel, katholische Kirche, am Sonntag, 9. November um 18.30 Uhr, des schuldhaften Versagens auch der Kirchen erinnern.
Neben dem Innehalten und Bedenken wird in dieser liturgischen Feier auch die Frage der Umkehr im Verhältnis zum Volke Israel aufgegriffen.

Die musikalische Gestaltung im Gottesdienst liegt bei der Münsterorganistin Barbara Kolberg und Peter Erdrich (Gesang/Saxophon). Vorbereitet wird die Feier von einem Ausschuss der Freiburger ACK.

Im Anschluss an die Gedenkfeier am Mahnmal der ehemaligen Synagoge (Beginn um 17.30 Uhr), die vor 70 Jahren von den Nazis geschändet und angezündet wurde, sind die Christen in der Stadt aufgerufen sich in dem Buß- und Bittgottesdienst im Münster zu versammeln.

Auch zu den weiteren Veranstaltungen, der Podiumsdiskussion in der Katholischen Akademie (15 Uhr – 17 Uhr) und dem Benefizkonzert im Theater Freiburg mit dem Pianisten Elza Kolodin und dem Philharmonischen Orchester der Stadt unter der Leitung von Generalmusikdirektor Fabrice Bollon, wird herzlich eingeladen. Bei freiem Eintritt werden beim Konzert die erbetenen Spenden für die Sonntagsschule „Omanut“ der Jüdischen Gemeinde gesammelt.


4. 11. 08





70. Jahrestag der Reichspogromnacht
Gedenkveranstaltung mit Kulturprogramm in der Ludwigskirche
Freiburg (mf). Die evangelische Pfarrgemeinde Nord und der Gemeindeverein der Ludwigskirche begehen den 70. Jahrestag der sogenannten Reichspogromnacht mit einer Doppelveranstaltung.
Zunächst referieren am Freitag, den 7. November 2008, um 19 Uhr in der Ludwigskirche (im Rahmen des Freitagsgesprächs) Marlies und Andreas Meckel zum Thema "Erinnerungsarbeit, den Opfern geschuldet: Die Geschichte der Juden in Freiburg" und berichten über das Projekt "Stolpersteine" (inkl. Filmvorführung).

Im Anschluss tritt das national erfolgreiche Trio Malke (Foto)mit seinem Programm "Farstummt nit doss jiddische loschn" auf und trägt jiddische Lieder und Texte vor. Einen facettenreichen Abend präsentieren die Musiker Hanno Botsch (Piano), Andres Buchholz (Kontrabass) und die Sängerin Felicitas Niegisch, eingestreut sind ernste Texte und einige Kostproben scharfkantiger Ironie. DerAbend spannt einen Bogen durch die Welt der ostjüdischen Kultur bis zu den jiddischen Liedern, die in Amerika verbreitet sind.

Der Freiburger Pianist Hanno Botsch spielte bereits 1962 mit dem Chansonnier und Liedermacher Peter Rohland ein jiddisches Programm. Noch fern von Klezmer gehörten sie damals zu den wenigen in Deutschland, die diese Lieder u. a. im Rundfunk und Fernsehen verbreiteten.
Auch die Sängerin Felicitas Niegisch hat ihre Liebe zum Jiddischen Lied mit 17 Jahren früh entdeckt und wurde, wie Hanno Botsch, von der musikalischen Szene der legendären Burg Waldeck geprägt.
Ihre eindrucksvollen Konzerte, inzwischen mit dem Bassisten Andres Buchholz, sind mittlerweile in ganz Deutschland bekannt geworden.
"
Zärtlicher kann man die Sehnsucht nach dem Brückenbau zwischen Menschen und Kulturen wohl kaum ausdrücken", schrieb die Süddeutsche Zeitung.

Für diesen zweiten Programmteil wird ein Eintritt von 5,- Euro (ermäßigt 3,- Euro) erhoben.


20. 10. 08 PM Pfarrei Nord




Stadt erinnert an Pogromnacht
Freiburg (gh) Zahlreiche Organisationen, Einrichtungen, Amts- und Würdenträger werden am 9. November den Ereignissen und er Opfer der Pogromnacht von 1938 gedenken. So rufen unter anderem die Stadt Freiburg, die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, die Jüdisches Gemeinde sowie das Evangelische und Katholische Dekanat zu einer Gedenkveranstaltung am 9. 11, um 17.30 Uhr am Platz der Alten Synagoge auf. Dieser Tag ist der 70. Jahrestag der Pogromnacht. „Das Gedenken an den 9. November 1938, als auch in Freiburg die Synagoge brannte, ist für uns alle ein Tag der Erinnerung und ein Auftrag, für eine Zukunft der Toleranz und des Miteinanders zu arbeiten“, sage Oberbürgermeister Dieter Salomon

Im Anschluss laden die christlichen Kirchen und Gemeinschaften (ACK) zu einen Ökumenischen Gottesdienst im Münster ein (Beginn 18 Uhr).

Weitere Veranstaltungen an diesem Gedenktag:
15 – 17 Uhr
Katholische Akademie: Podiumsdiskussion „70 Jahre nach dem 9. November 1938 – vor der Zerstörung der Synagogen zum gelebten Miteinander?“ Moderation Herr Witt , SWR

20 Uhr
Theater Freiburg Großes Haus:
Elza Kolodin, Piano
Philharmonisches Orchester unter der Leitung von GMD Fabrice Bollon
(Eintritt frei, es werden Spenden für die Sonntagsschule „Omanut“ der Jüdischen Gemeinde erbeten)



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Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenbezirks Freiburg