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| Vor dem Gottesdienst zum Prälaturwechel in Freiburg. Landesbischof Fischer, Prälatin Zobel und Prälat i. R. Pisterer (v.l.n.r.) |
Freiburg. Mit einem festlichen Gottesdienst ist am Sonntag (30. 10. 2011) Dagmar Zobel in ihr neues Amt als Prälatin für Südbaden eingeführt worden. Landesbischof Ulrich Fischer segnete in der Christuskirche die neue Prälatin für ihre Aufgabe und legte ihr das Amtskreuz an. Zugleich entpflichtet er den bisherigen Prälaten Hans Pfisterer, der in den Ruhestand geht. Pfisterer hatte den Bischof sechs Jahre lang in der geistlichen Leitung unterstützt, er legte nun sein Amtskreuz ab, das künftig seine Nachfolgerin trägt.
Fischer sagte in seiner Ansprache, Zobel bringe als langjährige Gemeindepfarrerin und Dozentin im Heidelberger Predigerseminar beste Voraussetzungen für ihr neues Amt mit. Zu den Aufgaben gehöre es für die beruflich und ehrenamtlich Tätigen im kirchlichen Dienst „Hilfe in Krisen und Konflikten und Orientierung und Wegweisung“ anzubieten.
Die neue Prälatin sagte in ihrer Predigt über den heilenden Jesus, dass Jesu Taten „Befreiung von falschen Sicherheiten und Fremdbestimmung“ seien. Was er sage, sei „Medizin vor Leib und Seele“. Zobel betonte, dass es in den Gemeinden der Landeskirche viele Menschen gäbe „die heilende Hände haben und mit Gebet und Handauflegung Gutes tun“.
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| Die neue Prälatin Dagmar Zobel und ihr Vorgäger Prälat i. R. Hans Pfisterer fotos gh |
Die Präsidentin der Landessynode, Margit Fleckenstein, überreichte ihr die Berufungsurkunde. Aufgaben der Prälaten sind neben der Seelsorge an den Seelsorgern auch die Kontakte und die Vermittlung zwischen den Kirchengemeinden und der Kirchenleitung. Prälaten nehmen an Sitzungen des Oberkirchenrats, des Landeskirchenrats und der Landessynode mit beratender Stimme teil. In der Evangelischen Landeskirche in Baden gibt es zwei Kirchenkreise (Prälaturen). Prälat in Nordbaden ist seit gut einem Jahr Traugott Schächtele. Die Prälatur Südbaden mit Sitz in Freiburg reicht von Baden-Baden bis zum Bodensee.
Landesbischof Fischer bedankte sich in dem Gottesdienst bei dem scheidenden Prälaten Pfisterer, der in Ruhestand geht. "Mit Ihrem Wirken konnten Sie so manche der Ihnen Anvertrauten behüten auf ihrem Weg und ihnen Orte zeigen, die Gott für sie bestimmt hat."
Der festliche Gottesdienst wurde musikalisch von der Christuskantorei gestaltet, die mit Solisten und Orchester sehr eindrucksvoll die Bachkantate „Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut" (BWV 117) musizierte. Landeskontor Carsten Klomp begleitete an der Orgel.
In einem Grußwort würdigte Domkapitular Peter Birkhofer die ökumenischen Beziehungen in Baden, die es von „Anfang an“ gegeben habe. Im gegenseitigen Vertrauen und im Dialog gelte es sich „im geistlichen Prozess zu stärken und zu stützen“.
Der nun verabschiedete Prälat Pfisterer war Schuldekan und Dekan in Lörrach, bevor er 1999 als Dozent für Predigtlehre ans Petersstift Heidelberg wechselte. Anfang 2006 wurde Pfisterer zum Prälaten berufen.
Seine Nachfolgerin studierte zunächst Chemie und Physik und dann Theologie in Heidelberg. Ihr Lehrvikariat sowie ihr Pfarrvikariat absolvierte die heute 55-Jährige in Pforzheim. Anschließend war die gebürtige Karlsruherin in Stellenteilung mit ihrem Mann Pfarrerin in Markdorf am Bodensee. Seit 1999 kümmerte sie sich um die seelsorgliche Ausbildung angehender Pfarrerinnen und Pfarrer am Predigerseminar in Heidelberg.
Dagmar Zobel engagierte sich neben ihrer Mitwirkung im landeskirchlichen Zentrum für Seelsorge in der Notfallseelsorge und in der Vernetzung der Ausbildungsstätten für Pfarrerinnen und Pfarrer. Einige Jahre arbeitete sie im Vorstand der Internationalen Fachkonferenz der Predigerseminare mit. Dagmar Zobel ist Mutter von zwei Töchtern, sie ist mit Hans-Joachim Zobel verheirat, der Dekan im Kirchenbezirk Breisgau-Hochschwarzwald ist und der Landessynode angehörte. Das Synodalamt und auch seine Mitgliedschaft im Landeskirchenrat muss Dekan Zobel laut kirchlicher Grundordnung nun aufgeben, da seine Frau durch ihr Amt nun Mitglied der Kirchenleitung ist.
30. 10. 2011
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