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Pfarrer i. R. Hans Pfeifer in Freiburg beigesetzt
Bonhoeffer-Experte, Gemeindepfarrer und Religionslehrer
Freiburg (gh). Er galt als einer der Experten zu Leben und Werk Dietrich Bonhoeffers, des Widerstandkämpfers aus christlichem Glauben heraus. Pfarrer Hans Pfeifer, der in
Pfarrer Hans Pfeifer bei einem Besuch 2005
Foto: g hammer
seiner letzten Berufsphase Gemeindepfarrer der Christuskirche war, ist bereits am 27. November in Boston (USA) gestorben und wurde in dieser Woche (14. 12. 2011) auf dem Bergäcker-Friedhof beigesetzt. Der Theologe, der über "Das Kirchenverständnis Dietrich Bonhoeffers" promoviert hatte, war unter anderem Mitbegründer und Sekretär der Internationalen Dietrich-Bonhoeffer-Gesellschaft und auch Mitherausgeber der Dietrich-Bonhoeffer-Werke und des Bonhoeffer-Jahrbuchs. Er verstarb im Rahmen einer Reise zu einem Bonhoeffer-Kongress und zu Freunden in Amerika. Hans Pfeifer wurde 81 Jahre alt.

Von 1990 bis 1995 war er Pfarrer an der Christuskirche in Freiburg-Wiehre. Er, der als "intellektueller Typ" galt, war zugleich sozialpolitisch engagiert. So öffnete er, bei einem der kalter Winter damals, die Türen der Christuskirche und bot Obdach- und Wohnungslosen in dem Gotteshaus eine kurzfristige Unterkunft in der kalten Zeit. Bei allem politischen Engagement vergaß er aber das spirituelle Leben nicht. Gemeinsam mit dem Schweizer Theologen Walter Hollenweger und der Theaterpädagogin Estella Korthaus feierte er im Anschluss an ein Salbungsseminar 1994 den ersten ökumenischen Salbungsgottesdienst in Freiburg.

Vor der Zeit als Gemeindepfarrer war Pfeifer lange Jahre Religionslehrer. Zunächst im Goethegymnasium, später im Berthold-Gymnasium. Er war 1977 aus dem Rheinland gekommen, wo er Schulpfarrer für die großen diakonischen Einrichtungen in Kaiserswerth bei Düsseldorf war. Davor ist der Theologe Studierendenpfarrer in Hamburg gewesen.

Geboren 1930 in Koblenz hatte Pfeifer auch den Krieg sehr bewusst als Heranwachsender erlebt. Er war heil dabei heraus gekommen und gerade weil er das "Todesgedröhn gut überstanden hatte, hatte er verstärkt den Eindruck, jetzt aktiv werden zu müssen", sagte Pfarrer Martin Auffarth in seiner Beerdigungsrede. Hans Pfeifer habe sich "verantwortlich gefühlt" was dazu führte, dass er sich "zuweilen auch übernahm".

Und obwohl er ein "Vielwissender in Sachen Kunst, Religion und Politik" gewesen sei, habe Pfarrer Pfeifer die Inhalte dieses Wissens nicht bloß referiert, sondern mit "Warmherzigkeit treffend erzählt". Dies trifft auch auf eine kleine Artikelreihe zu, die Hans Pfeifer -natürlich- zu Leben und Werk Dietrich Bonhoeffers für das frühere regionale Kirchenmagazin "proflile" geschrieben hatte. 2005 im Gedenkjahr an Bonhoeffers 60. Todestag, führte Pfeifer in dem Blatt anschaulich und verständlich in das Werk und Leben es großen evangelischen Theologen ein.

Zuletzt hatte Hans Pfeifer in Düsseldorf gelebt. Er hat nun in Freiburg, wo drei seiner vier Töchter mit ihren Familien leben seine letzte Ruhe gefunden.

16. 12. 11



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Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenbezirks Freiburg