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Pfarrer gewählt und nicht gewählt
Freiburg (gh). Neuer Pfarrer in der Matthäuskirche wird Ewald Förschler. Der 55-jährige Theologe wurde am vergangenen Sonntag bei einem Wahlgottesdienst von den Ältesten der Westpfarrei zusammen dem Dekan und der Vorsitzenden der Stadtsynode gewählt. Üblicherweise werden bei solchen Wahlen keine Bekanntgaben über die Zahl der abgegebenen Stimmer gemacht. Vorgesehen sei, so war zu hören, dass Pfarrer Förschler, der zur Zeit in Freiamt tätig ist, zum September des Jahres seinen Dienst im Gruppenpfarramt der Westgemeinde im Predigtbezirk Matthäus aufnimmt.

Hingegen hat die geplante Pfarrerswahl in der Ludwigskirche am Himmelfahrttag nicht stattgefunden. Beide Kandidaten zogen ihre Bewerbungen kurzfristig, aus jeweils persönlichen Gründen, am Tag vor dem Wahlgang der Ältesten, zurück.

13. 5. 10




Neu:
Pfarrer wählen mit, wenn ein Pfarrer gewählt wird
Die neue Leitungs- und Wahlstruktur der evangelischen Kirche in Freiburg in der Praxis
Freiburg (gh). Im Stadtkirchenbezirk stehen in den nächsten Wochen und Monaten etliche Pfarrerswahlen an. Bereits am kommenden Sonntag, 9. Mai, wird innerhalb der Westpfarrei in der Matthäuskirche (Betzenhausen/Bischofslinde) gewählt. Ab 18 Uhr findet im Rahmen es normalen Sonntaggottesdienstes im Gemeindezentrum in der Sundgauallee 31 die Wahl für den Seelsorger dieses Predigtbezirks statt. Es gibt nur einen Kandidaten, Pfarrer Ewald Förschler (55) aus Freiamt. Er muss die Mehrheit der abgegebenen Stimmen auf sich vereinen, um gewählt zu sein. Neben den zwölf West-Ältesten, je zwei aus jedem Predigtbezirk (Stadtteil), sowie Dekan Markus Engelhardt und der Vorsitzenden der Stadtsynode, Marliese Springmann, sind erstmals auch die derzeit amtierenden Gemeindepfarrer der Westpfarrei wahlberechtigt

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Jetzt bin ich schon so lange in der Kirche, aber an einer Pfarrwahl durfte ich bisher noch nie an einer Pfarrwahl teilnehmen", sagt Pfarrer Habel mit einem Schmunzeln. Kein Wunder, hat er bisher doch höchsten selbst zur Wahl gestanden. Auch in der Ludwigskirche, Starkenstraße, wird es einen Wahlgottesdienst am Himmelfahrtstag, am Donnerstag, 13. Mai, um 10 Uhr, geben. Hier stehen zwei Kandidaten für die Nordpfarrei (Herdern und Zähringen) zur Wahl, Pfarrerin Sabine König (48) aus Ebersbach und Pfarrer Stephan Ahrnke aus Heidelberg. Alle Kandidaten hatten sich in so genannten Vorstellungsgottesdiensten in den jeweiligen Kirchen und in Gesprächen mit den Ältestenkreisen bekannt gemacht.

Denn wie in der evangelischen Kirche üblich hat die Gemeinde bei der Besetzung der Pfarrstelle ein nicht unerhebliches Mitwirkungsrecht. Die gewählten Ältesten, die gemeinsam mit dem Pfarrer die Gemeinde leiten, nehmen dieses Recht war. Nach der innerkirchlichen Strukturreform in Freiburg, mit der Bildung Gruppenpfarrämtern, kommt es für die hiesigen Pfarrer nun erstmals dazu, dass sie ihren künftigen Kollegen oder ihre neue Kollegin mit wählen können. So bilden die vier West-Pfarrer Dieter Habel (Predigtbezirk Kreuz), Horst Herbert (Luther) , Ulrich Bayer (Markus) und Matthias Hasenbrink (Zachäus) das Gruppenpfarramt der Westgemeinde und sind wie die gewählten Ältesten Teil der Leitung der Pfarrei. Auch im Norden wird Pfarrerin Friederike Folkers dem Wahlkörper (mit den Ältesten, dem Dekan und der Synodenvorsitzenden) angehören.

Demnächst wird auch es auch in der Ostpfarrei zu einer Pfarrwahl kommen, denn derzeit plant Pfarrerin Ute Niethammer (Friedenskirche) ihren Abschied aus der Gemeinde. Noch im Sommer wird voraussichtlich gewählt. Freilich gilt auch hier wie bei den anderen Wahlen, die Pfarrer als Hauptamtliche der Kirche, sind nie die Mehrheit im Wahlkörper. Denn auch das ist in der evangelischen Kirche üblich: in allen Gremien sind es stets die Ehrenamtlichen, die die Mehrheit bilden.

5. 5. 10



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Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenbezirks Freiburg