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aus Badische Zeitung vom Freitag, 25. Januar 2008

Schrittmacher auf dem "Freiburger Weg"
Viel Lob für die Zusammenarbeit in der Pfarrgemeinde Südwest
Von BZ-Redakteur Gerhard M. Kirk

Sie sind sozusagen die Vorreiter, die Schrittmacher auf dem evangelischen "Freiburger Weg" : Diese fünf früheren Pfarreien, die sich vor einem Jahr zu der neuen Pfarrgemeinde Südwest zusammengeschlossen haben. Nun, ein Jahr und erste gemeinsame Erfahrungen später, sagen die Verantwortlichen: "Wir sehen das als die Zukunft der Kirche an."

Mit dem Jahr 2007 begann nach langen Diskussionen eine auf drei Jahre veranschlagte "Erprobungsphase" des Modells, das im neuen (ebenfalls seit dem 1. Januar 2007 neu eingerichteten) evangelischen Kirchenbezirk Freiburg aus 17 Pfarreien in der Stadt und den drei Gemeinden am Tuniberg fünf Pfarrgemeinden macht. Im vergangenen November wurden in den bisherigen Pfarreien, die jetzt Predigtbezirke heißen, die neuen Ältestenkreise als Leitungsgremien gewählt, ebenso die Ältestenkreise für die fünf Pfarrgemeinden.

Am Sonntag, 27. Januar wurden sie in in der Lukaskirche in St. Georgen ihren Dienst eingeführt: Die Ältesten der Südwest-Pfarrei zusammen mit fünf Pfarrern und einer Pfarrerin sowie den beiden Diakoninnen und dem Sozialarbeiter. Foto: Uto R. Bonde
An diesem Sonntag werden nun die Südwest-Ältesten in ihren ehrenamtlichen Dienst eingeführt. Und zwar mit einem zentralen Gottesdienst in der Lukaskirche (St. Georgen); an diesem Tag gibt es keine anderen Gottesdienste in den — neben Lukas — zur neuen Pfarrgemeinde gehörenden Kirchen: Melanchthon (Haslach), Dietrich Bonhoeffer (Weingarten), Maria Magdalena (Rieselfeld) und Johannes (Merzhausen mit Au, Sölden und Vauban). Etwa 12 500 Evangelische leben in dieser Pfarrgemeinde Südwest (insgesamt sind es in Freiburg rund 53 000) , die sich für dieses Jahr das gemeinsame Leitwort gegeben hat "Zusammenwachsen — zusammen wachsen" . Die Älteste Andrea Gutzweiler (Melanchthon) vergleicht denn auch diesen Prozess mit einem Hausbau: Das Fundament ist geebnet, die Versorgung ist gesichert, jetzt werden die Vorratsräume eingerichtet, dann die anderen Räume geplant, und schließlich sollen die Energien sinnvoll genutzt werden. "Unser Ziel ist ein bewohnbares Haus, in dem alle ihren Ort finden können und das Haus mit Leben füllen."

Wolfgang Stahlberg (Sozialarbeiter im Predigtbezirk Dietrich Bonhoeffer) gewinnt der neuen Struktur viel Gutes ab. Sie erinnert ihn an die Zusammenarbeit in den früheren Gruppenämtern, die nach und nach einem "Alleinkämpfertum" gewichen sind. "Ich sehe in dem Miteinander eine große Chance, weil dieses Einzelkämpfertum nicht die Zukunft unserer Kirche ist." Ähnlich sieht es Martin Grüsser, Pfarrer an der Lukaskirche. "Das Jahresmotto war schon eine Frucht der Zusammenarbeit; wir hatten einen gemeinsamen Konfirmandentag; und noch in diesem Jahr soll es auch einen gemeinsamen Pfarrbrief geben."

Schon nach einem Jahr schätzt Martin Auffarth, Pfarrer an der Johanneskirche in Merzhausen, besonders die Zusammenarbeit im Team der neun Hauptamtlichen. Dies nicht zuletzt mit Blick aufs Geld. "Wir denken von den Zielen her und gucken dann, wie das Geld zusammenkommt — und nicht umgekehrt." Um zu sparen, soll noch in diesem Jahr ein zentrales Pfarrbüro (wahrscheinlich im Predigtbezirk Melanchthon) mit drei Außenstellen entstehen. Und wiewohl nach den Vorgaben der Badischen Landeskirche 30 bis 50 Prozent der Immobilienfläche auch in der Pfarrgemeinde Südwest verkauft werden sollen, versichert Martin Auffarth: "Die Sakralräume bleiben in jedem Predigtbezirk bestehen."



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Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenbezirks Freiburg

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