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Neue Möglichkeiten mit neuen Räumen
Kirchenbüros im Norden werden eingeweiht
Freiburg (gh). Im Anschluss an einen Familien- und Singegottesdienst in der Ludwigskirche (ab 10 Uhr) wird am kommenden Sonntag, 2. Mai, um 11.30 Uhr das neue Bürogebäude bei der Kirche in der Starkenstraße 8 mit Pfarramt und Kontorat eingeweiht. Fast auf den Tag genau nach dem ersten Spatenstich im Mai vergangenen Jahres werden die Kirchenbüros offiziell ihre Bestimmung übergeben. Eingezogen war man bereits Anfang des Jahres. Bei der feierlichen Einweihung am Sonntag soll der Kinderchor der Ludwigskirche singen.

Schmuck und klar gegliedert: das neue Pfarramt der Nord-Pfarrei. Foto: G. Hammer
In den Neubau zwischen der Kirche und dem Gemeindehaus musste mehr investiert werden als geplant. Rund 779.000 Euro kostete das Gebäude, geplant waren 150.000 Euro weniger. Die Mehrkosten seien vor allem wegen der unerwarteten Gründungmaßnahmen angefallen, denn der Untergrund außerhalb der nördlichen Mauer beim alten Friedhof erwies sich als völlig unstabil, heißt es aus der Kirchenbauverwaltung. Einziger Vorteil des kostenintensiven Grabens: es wurden weitere einzelne Steine der alten Ludwigskirche gefunden, die 1944 nach dem Bombenangriff auf Freiburg völlig zerstört worden war. Gemeinsam mit weiteren Steinfunden zieren die behauenen Buntsandsteinquader jetzt den Eingang des Kirchplatzes.

Die Pläne für das Pfarramts- und Kantoratsgebäude haben die Architekten Wolfgang Stocker und Silke Dewes entworfen. Sie hatten im Sommer 2008 eine Mehrfachausschreibung gewonnen. In der Jury zu der Planungskonkurrenz saß damals auch Professor Horst Linde, der in den 50er Jahren die neue Ludwigskirche entworfen hatte. Der Gemeinde stehen nun auf 277 Quadratmetern fünf Büros und drei Besprechungsräume zur Verfügung, was insgesamt eine Flächenreduzierung gegenüber dem alten Standort in der Hauptstraße bedeutet. Die Wärmeisolierung des eingeschossigen Flachbaus erreicht fast das Niveau eines Passivhauses.

Neben dem Pfarramt, das als Anlaufstelle für die 7.500 Gemeindemitglieder der Nordpfarrei dient, sind auch der Landeskantor mit Sekretariat sowie die Gemeindediakonin hier künftig beheimatet. Pfarrerin Friederike Folkers freut sich denn auch über die neuen Möglichkeiten. „Wir haben eine direkte Verbindung zum Gemeindesaal, der im alten Gebäudetrakt liegt, sind unserem Kindergarten und den Krabbelgruppen nahe und der neue große Besprechungsraum bietet für mittlere Gruppengrößen gut Platz“. Sie ist auch begeistert von dem hellen offenen Foyer. Außerdem sei eine barrierefreie Toilette vorhanden.

Mit dem Neubau des Pfarramtes ist nun ein Kirchenzentrum entstanden, in dem neben Kirche, Gemeindehaus und Kindergarten auch das Pfarramt und das Kontorat in unmittelbarer Nachbarschaft liegen. Nun sei man auch im Immobilienkonzept der Evangelischen Kirche einen Schritt weiter, so Kirchenverwaltungschef Friedhelm Roth. In der Pfarrgemeinde Nord stehen jetzt die weiteren Planungen für einen evangelisch sozial-diakonischen Standort auf dem Areal der Thomaskirche (Tullastraße) an.

28. 4. 10




Erster Spatenstich beim neuen Pfarramt Nord
Neues Gebäude bündelt die Arbeit im Norden
Freiburg (gh). Der erste Spatenstich für das neue evangelische Pfarramt Nord wurde am vergangenen Donnerstag vor der Ludwigskirche ausgehoben. Die Architektonik des neuen Gebäudes spiegle etwas davon, "dass wir heute als Kirche eher mit 'leichtem Handgepäck' daher kommen" und nicht als "gewaltiger und schwerfälliger Tanker" unterwegs sind, sagte Dekan Markus Engelhardt bei einer kleinen Feierstunde.

Kräftig zugelangt wurde beim ersten Spatenstich vor der Ludwigskirche. Foto: G. Hammer
Das neue Pfarramt soll im hinteren Bereich des Kirchplatzes der Ludwigskirche kurz vor der Mauer des alten Friedhofs als eingeschossiger Flachbau errichtet werden. Die ehemalige Kirchendienerwohnung musste dazu abgerissen werden. Der Entwurf der Architekten Wolfgang Stocker und Silke Dewes sieht ein einfaches und klar strukturiertes Raumkonzept vor, in dem die Pfarrerinnen, die Diakonin, das Kantorat und die Sekretärinnen ihre Büros haben werden. Auch ein Gruppenraum sowie ein kleines offen gestaltetes Foyer sind vorgesehen. Das Budget für den 275 Quadratmeter-Neubau beträgt nach Angaben des Architekten rund 611.000 Euro. Die Wärmeisolierung erreicht fast das Niveau eines Passivhauses. Eine Jury hatte den Entwurf im vergangenen Jahr aus fünf Vorschlagen ausgewählt.

In den Kirchenbüros in der Starkenstraße neben dem Gemeindehaus der Ludwigskirche werden ab Anfang kommenden Jahres die ehemaligen Pfarrämter der Thomaskirche (Zähringen) und der Ludwigskirche (Herdern) zusammengeführt. Von hier aus werden künftig die rund 7.500 Evangelischen des Freiburger Nordes betreut. Bisher sind die Pfarrersleut und das Kantorat im Gerhard-Ritter-Haus (Hauptstraße) untergebracht, das vor einiger Zeit verkauft worden war.

Weil der Bau auf dem Areal jenes Geländes steht, das bis in die 40er Jahre als städtischer Bauhof genutzt wurde, ergaben sich jetzt einige unerwartete Schwierigkeiten mit der Tragfähigkeit des Bodens die zusätzliche Kosten verursachen können. Denn vor und während es Krieges wurde hier Aushub entnommen der später nur unzureichend aufgefüllt wurde. Damit die Tragfähigkeit des Geländes, ausreichend hergestellt ist, wird es nun Auffüllarbeiten geben, deren Umfang sich schwer einschätzen lässt, erläuterte Architekt Stocker.

siehe auch Erster Spatenstich beim neuen Pfarramt Nord (veröffentlicht am 09. Mai 2009 auf badische-zeitung.de)

8. 5. 09




Neue Ziele und neues Pfarramt
Visitation mit konkreten Ergebnissen - Sozial-diakonisches Konzept soll entwickelt werden
Freiburg (gh). Mit einem festlichen Gottesdienst in der Ludwigskirche, der Vorstellung von Zielvereinbarungen zur Gemeindearbeit sowie der Präsentation der Planung für ein neues Pfarramtsgebäudes fand am Wochenende die Visitation in der evangelischen Pfarrgemeinde Nord ihren Abschluss. Mit Dekan Markus Engelhardt und der Vorsitzenden der Bezirkssynode, Marlies Springmann, an der Spitze war eine Delegation des Bezirkskirchenrats zum Informationsaustausch und zur Entwicklung von Zukunftsperspektiven in die Ludwigskirche und in die Thomaskirche gekommen. Vorgestellt wurde am Sonntag auch das Modell und die Planung zum Neubau eines gemeinsamen Pfarrbüros auf dem Kirchengelände in der Starkenstraße.

Das neue Pfarramt der Ludwigskirche im Modell von Süden (alter Friedhof) her gesehen.
Die Architekten Wolfgang Stocker (li.) und Iris Dewe (2. v. li.) zeigen interessierten Gemeindegliedern die Pläne.
Fotos: Günter Hammer
Der Neubau ist notwendig geworden, weil das Gerhard-Ritter-Haus in der Hauptstraße, in dem die Büros bisher untergebracht sind, verkauft wurde (wir berichteten). Nun soll im hinteren Bereich des Kirchplatzes der Ludwigskirche kurz vor der Mauer des alten Friedhofs ein eingeschossiger Flachbau errichtet werden. Der Entwurf der Architekten Wolfgang Stocker und Silke Dewes sieht ein einfaches und klar strukturiertes Raumkonzept vor, in dem die Pfarrerinnen, die Diakonin, der Kantor und die Sekretärinnen ihre Büros haben werden. Auch ein Gruppenraum sowie ein kleines offen gestaltetes Foyer sind vorgesehen. Das Budget für den 250 Quadratmeter-Neubau beträgt rund 500.000 Euro. Eine Jury hatte den Entwurf aus fünf Vorschlagen ausgewählt. „Wir haben uns bewusst für diese preiswerte Variante entschieden“, sagte der Jury-Vorsitzende Professor Günter Pfeifer von der TU Darmstadt. Schon der Zweitplatzierte hätte mehr als doppelt so viele Kosten verursacht. Ziel ist es, dass das neue Pfarramt bis in etwa eineinhalb Jahren bezugsfertig sein soll.

Im Rahmen der Visitation wurden mit der Delegation des Bezirkskirchenrats noch weitere Zielvereinbarungen geschlossen. So will die Nordpfarrei für Teile des Gemeindegebietes in Zähringen bald ein sozial-diakonisches Konzept entwickeln. Dazu werden die bestehenden Stadtteilgruppen noch in diesem Jahr zu einem runden Tisch eingeladen. Unterstützung soll dabei vom Diakonischen Werk Freiburg kommen.

In den nächsten drei Jahren will man in Herdern und Zähringen auch versuchen mit neuen Gottesdienstformen mehr Menschen anzusprechen. Die jetzt schon gute und kontinuierliche Zahl der Gottesdienstbesucher im klassischen Hauptgottesdienst soll dabei erhalten werden. Geplant ist weiterhin einen Besuchsdienst zu organisieren und in nächster Zeit auch einen weiteren Hauskreis für Gemeindeglieder aus beiden Bezirken zu gründen.


16. 6. 08



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Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenbezirks Freiburg