Freiburg-Littenweiler (gh). In einem feierlichen Gottesdienst wurde am Sonntag Spätnachmittag Pfarrrerin Anke Ruth-Klumbies in ihr neues Amt als Gemeindepfarrerin
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| Pfarrer Johannes Kienzler (weißer Talar) segnet seine evangelische Kollegin, Pfarrerin Ruth-Klumbies (links) bei deren Amtseinführung. Ganz rechts, Dekan Markus Engelhardt, der die Pfarrerin in der Ost-Pfarrei willkommen hieß. (Foto: G. Hammer) |
für Littenweiler, Ebnet und Kappel eingeführt. Dekan Markus Engelhardt sprach in der Auferstehungskirche den Segen und überreichte die Ernennungsurkunde des Landesbischofs. Auch Klumbies' künftiger katholischer Kollege von der Seelsorgeeinheit Ost, Pfarrer Kienzler segnete die evangelische Pfarrerin in der bis auf den letzten Platz gefüllten Gotteshaus. Die neue Pfarrerin im Predigtbezirk Auferstehungskirche ist Mitglied des Gruppenamtes der Pfarrgemeinde Ost in dem fünf Pfarrerinnen und Pfarrer sowie eine Gemeindediakonin zusammen arbeiten.
Im Anschluss an den Gottesdienst gab es einen Empfang in der Unterkirche bei dem zahlreiche Grußwortredner die Pfarrerin willkommen hießen. Auch der Geschäftsführer des Diakonischen Werks Freiburg, Jochen Pfisterer, teilte seine Glückwünsche zur Einführung mit. Er hatte Grund zu doppelter Freude, ist Pfarrerin Ruth-Klumbies doch seit zwei Jahren schon Diakoniepfarrerin für den Stadtbezirk Freiburg und seit zehn Jahren bereits Mitglied des Diakonischen Werks in der Stadt. Beide Ämter wird sie auch als Gemeindepfarrerin weiter bekleiden.
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| DW-Geschäftsführer gratuliert Pfarrer Ruth-Klumbies beim Empfang. |
In seinem Wort an die Gemeinde, hatte Dekan Engelhardt darauf hingewiesen, dass es Aufgabe der Pfarrerinnen und Pfarrer sei die Menschen aus der Nähe wahrzunehmen. Es gälte hinzuschauen und zu erkennen, was nicht offen zu Tage liege, so der Dekan. Dabei könen es auch notwendig zu sagen was Gott von den Menschen erwarte, auch wenn dies die Menschen nicht immer hören wollten. In der Einsamkeit, die dann ein Pfarrer in diesen Situationen auch erlebe, sei "Gott die Adresse von der Hilfe und Heilung zu erwarten ist". Engehardt erinnerte an den Wert des Gebets, das "die erste Tat" sei, um "qualifiziert für die Kirche handeln zu können".
In ihrer Predigt zu einem Text aus dem 2. Buch Mose (Kap. 34) ging die neue Gemeindepfarrerin auf die Möglichkeiten von menschlichem Scheitern ein. Mose, berichtet der Bibeltext, der beim Anblick des sündigen Volkes die Gesetzestafeln zerstörte, erhält eine zweite Chance von einem barmherzigen und geduldigen Gott. Gott mache damit deutlich, dass er "dem Scheitern eine Würde verleiht2, so Ruth-Klumbies. Mitten im menschlichen Scheitern, könne angesichts Gottes so auch das "innere Geschehen der Heilung" beginnen. Dieses Heilung könne dann zur Versöhnung beitragen.
29. 9. 08
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