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Aktuelles



ACK Freiburg:
Kirchentag: Geld reichte aus
Wiederwahl von Vorstand und Leitungskreis
Freiburg - Eine positive Bilanz des ersten Ökumenischen Kirchentags in Freiburg, zog (am Mittwochabend , 7. Mai) die Vollversammlung der Freiburger Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen und Gemeinden (ACK). Mit etwa zwei- bis dreitausend Besuchern in Gottesdiensten und Bibelarbeiten, Diskussionsforen und dem Mark der Möglichkeiten sei das Wochenende Ende März, zu dem die ACK eingeladen hatte, erfreulich gut ausgefallen, hieß es. Der ACK-Vorsitzende Pfarrer Rudolf Atsma erklärte auch finanziell sei der Kirchentag gut verlaufen und genügend Gelder eingegangen. "Wir haben mit null Cent angefangen", meinte Atsma vor den Delegierten aus sieben verschiedenen Kirchen in Freiburg. Durch Zuschüsse der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde sowie etliche Spenden von Einzelpersonen und Pfarreien sowie einer Benefizveranstaltung (die Theatergruppe der Auferstehungsgemeinde brachte 700 Euro zusammen) konnte das finanzielle Risiko bewältigt werden. "Dass das so gut laufen würde, konnten wir nicht ahnen und kommt uns wundersam vor", sagte der Vorsitzende mit sichtlicher Erleichterung und einem Lächeln.

Zustimmung gab es auch zur inhaltlichen Ausrichtung des Kirchentags, der zunächst als Vorbereitung auf den kommenden Ökumenischen Kirchentag in Berlin gedacht war, dann aber ein "eigenes lokales und regionales Gepräge aufwies", so Atsma. Besonders die "Abend(geh)danken", ein Pilgerzug durch Freiburgs Innenstadt habe viele Teilnehmende besonders bewegt, berichteten Delegierte aus verschiedenen Gemeinden. Lediglich am Eröffnungsvortrag des Jesuitenpater Friedhelm Hengbach übte Dompfarrer Erich Wittner (römisch-katholisch) Kritik.

Bei den turnusmäßigen Wahlen zu Vorstand und Leitungskreis der ACK, wurden alle Mitglieder in beiden Gremien in ihren Ämtern bestätigt und für weitere zwei Jahre gewählt. Alter und neuer Vorsitzender ist Pfarrer Rudolf Atsma von der Auferstehungsgemeinde Littenweiler (evangelische Kirche). Zu Stellvertreterinnen wurden gewählt: Helen Rose Wilson (altkatholische/anglikanische Kirche) und Barbara Henze (römisch-katholische Kirche).

Dem Leitungskreis gehören zwölf Personen aus sieben Kirchen und Gemeinden an:

Markus Aronika (römisch-katholisch), Dirk Cahnbley (evangelisch-methodistisch), Pfr. Karl Endisch (römisch-katholisch), Klaus Gieske (evangelisch-freikirchlich/baptistisch), Marianne Holm (römisch-katholisch), Helgard Irion (evangelisch), Pfr. i. R. Andreas Kautzsch (evangelisch), Ilse Mühleisen (römisch-katholisch), Priester Sorin Petcu (rumänisch-orthodox), Dekan Traugott Schächtele (evangelisch) Superintendent Christof Schorling (evangelisch-lutherisch) und Heinz-Joachim Wolf (römisch-katholisch)

Der Arbeitsgemeinschaft gehören Gemeinden aus elf verschiedenen Kirchen an. Dabei sind auch die russisch-orthodoxe und serbisch-orthodoxe Gemeinde sowie die Heilsarmee dazu. Mit Gästestatus sind die Internationale Christengemeinde und die Christliche Missionsgemeinde vertreten.

gh 9. 5. 03



Kleiner Kirchentag - großes Ereignis für Freiburg

Über 3000 Besucher beten
und diskutieren um Gerechtigkeit und Frieden

Freiburg - Mit zahlreichen Gottesdiensten in den Stadtbezirken und Ortsteilen Freiburgs ging heute (Sonntag) der Ökumenische Kirchentag in Freiburg zu Ende. Über 3000 Teilnehmende aus verschiedensten christlichen Konfessionen waren von Freitag bis Sonntag in Gottesdiensten, Vortragsveranstaltungen, Friedensgebeten, Arbeitskreisen, Kinder- und Jugendprogrammen und einem Mark der Möglichkeiten zusammengekommen. Der erste Kirchentag dieser Art in Freiburg stand unter dem Motto Ihr sollt ein Segen sein".

Der Irak-Krieg prägte freilich die Inhalte und die Stimmung des Christentreffens. Es sei "unfassbar" dass im Widerspruch zur großen Mehrheit aller Nationen "doch dieses tausendfache Morden im Irak befohlen wurde", sagte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen und Gemeinden (ACK) Freiburg, Pfarrer Rudolf Atsma, im überfüllten Freiburger Münster im Eröffnungsgottesdienst am Freitagabend. Jedoch sei in den letzten Tagen und Wochen auch deutlich geworden, dass Mahnwachen, Gebete und Kundgebungen eine gewaltfreie Lösung nicht umsonst gewesen seinen, so Atsma. Denn noch nie habe sich die Menschheitsgeschichte "die tiefe Sehnsucht nach Frieden von Millionen von Menschen in allen Erdteilen so sichtbar und weltumspannend gezeigt", meinte der ACK-Vorsitzende in seiner Predigt zum Thema Feindesliebe. Der lokale Freiburger Kirchentag sei eine Vorbereitung auf den großen Ökumenischen Kirchentag in Berlin, der im Frühsommer statt finden wird.

Am Samstag erklärte Elisabeth Raiser, Präsidentin des ersten deutschen ökumenischen Kirchentags, Gewalt entstehe dort, wo die Gerechtigkeit mit Füßen getreten werde . Solange es nicht zu einer gerechten Weltordnung komme, werde religiös motivierte Gewalt, wie sie im Terrorismus zu finden sei, "niemals überwunden werden können".

Mit gut besuchten Bibelarbeiten hatte der Schwerpunkttag des Kirchentags am Samstag begonnen. Mehr als 70 verschiedene Initiativen, Gruppen und diakonische und kirchliche Einrichtungen stellten auf dem Markt der Möglichkeiten im Bürgerhaus in Freiburg-Zähringen ihre Arbeit vor. Am Nachmittag setzen sich in vielen Workshops und Arbeitskreisen mehrere hundert Teilnehmende mit den inhaltlichen Programmpunkten auseinander. Am stärksten besucht war die Arbeitsgruppe "Gespräch der Weltreligionen". Hier trafen sich Juden, Christen, Moslems und Bahá'i. Auch die Arbeit in der Gruppe "Gerechtigkeit" wurde von vielen Teilnehmenden aufmerksam verfolgt. Der Diplom-Psychologe Reinhold Bianchi meinte dass der aufgekommene Neoliberalismus ein "grundlegend bösartiges Sozialobjekt" sei. Eine der Folgen dieser "Mutation" sein die Massenarbeitslosigkeit, die zu psychotraumatischen Folgen bei Einzelnen und in der gesamten Gesellschaft führten.

Neben den aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen stand das gemeinsame Abendmahl immer wieder als Gesprächsstoff im Raum. Von evangelischer Seite wurde erklärt, dass man nach wie vor die Einladung zum Abendmahl an alle getauften Christen ausspreche. Man wolle allerdings "niemanden nötigen oder drängen" am Abendmahl teilzunehmen, erklärte Dekan Traugott Schächtele. Anders sieht man dieses Thema auf römisch-katholischer Seite. Das theologische und kirchenrechtliche Verständnis von der Eucharistie erlaube nach katholischem Verständnis keine gemeinsame Mahlfeier mit Christen anderer Konfessionen, erklärte Domdekan Erich Wittner in einem Radiointerview.

Anders sieht es der Jesuit Professor Friedhelm Hengsbach, der einen der Hauptvorträge des Freiburger Kirchentags hielt. Er meinte, dass die "lieb gewordenen Formeln" (Wandlung, Realpräsenz, Amtverständnis) im Zusammenhang mit der Abendmahlsdiskussion nicht mehr taugen und "keine Kampfformeln" mehr seien. Er hoffe auf eine wechselseitige Einladung zu Eucharistie und Abendmahl beim Ökumenischen Kirchentag in Berlin, sagte Hengsbach im Historischen Kaufhaus beim Abend der Begegnung.

Die Veranstalter des Kirchentags, die ACK Freiburg, zog nach diesem Wochenende, das von der Planung her "ein Experiment" gewesen sei, ein positives Fazit des regionalen Kirchentags. Man werde jetzt beraten ob und wie ein nächstes Treffen geplant wird.

gh 23. 3. 03

Auf dem Markt der Möglichkeiten


Der Stand der Krankenhausseelsorge

I
Im intensiven Gespräch zum Thema Ökumene


Jugendchor stimmt Jugendliche ein


Elisabeth Raiser bei ihrem Vortrag in der Thomaskirche


Gruppenarbeit zum Thema "Gott oder Mammon"

Bilder: G. Hammer



Freiburg

1000 Gottesdienstteilnehmer bei Eröffnung des Kirchentags

Freiburg - Das Freiburger Münster war bis auf den letzten Platz besetzt und viele Besucher des Gotteshauses mussten stehen, als am Freitag der Ökumenische Kirchentag in Freiburg eröffnet wurde. Im Mittelpunkt stand Jesu Wort von der Feindesliebe aus dem Lukasevangelium. Pfarrer Rudolf Atsma, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen und Gemeinde ging in seiner Predigt auf die aktuelle Lage nach dem Kriegsbeginn im Irak ein. Es sei "unfassbar, dass nun im Widerspruch zur großen Mehrheit aller Nationen dieses tausenfache Morden und die brutale Vernichtung aller Lebensgrundlagen im Irak befohlen wurde", sagte der Pfarrer. Es ginge zweifellos darum einen "hoch gefährlichen Diktator zu entmachten", doch seien die wirtschaftlichen Interessen und die "eigenen politische Macht" unübersehbar, meinte Atsma mit Blick auf die USA. Dekan Traugott Schächtele, eröffnete den Kirchentag offiziell. Er meinte, dass in jeder Veranstaltung an diesem Wochenende Raum dafür sein werde, auf die aktuelle Situation Bezug zu nehmen.

Beim anschließenden Abend der Begegnung an dem rund 400 Gäste teilnahmen sagte der Jesuit, Professor Friedhelm Hengsbach, (Bild re unten), die Kirchen müssten in der Gesellschaft und in den Kirchen dafür sorgen, dass die Menschen sich an Entscheidungs- und Meinungsprozessen beteiligen könnten. Dazu sei es nötig die "Verfilzung der Kirchenstrukturen aufzubrechen". Auf dem Weg zum Ökumensichen Kirchentag in Berlin erwartet Hengsbach, dass es zu "wechselseitigen Einladungen zum Abendmahl und Eucharestie" komme.

Der Kirchentag steht unter dem Leitwort "Ihr sollt ein Segen sein". Am Samstag finden in Freiburg-Zähringen zahlreiche Veranstaltungen statt unter anderem ein Markt der Möglichkeiten und verschiedene Arbeitsgruppen. Hauptrednerin in der Thomaskirche (Tullastraße) ist Elisabeth Raiser, Präsidentin des Ökumenischen Kirchentags Berlin.

Berichte von den Vorbereitungen











Versuchsseite: Feeback an Günter Hammer


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Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenbezirks Freiburg