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Evangelische Jugendarbeit integrierend
Jugendwerk Freiburg startet Integrationsoffensive
Freiburg (gh). Die Evangelische Jungend in Freiburg will interkulturelle Vielfalt in ihren Gruppen und Kreisen fördern. Dabei soll vor allem die "Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund vorangebracht werden." Dies berichtete Stadtjugendreferentin Sonja Klenk vor dem Bildungsausschuss des Stadtkirchenrats. Der Titel eines Förderprojekts lautet daher auch folgerichtig: "Die Welt ist bunt. Gott sei Dank. Evangelische Jugend Freiburg – offen für Vielfalt?!"

Das Fragezeichen hinter dem Titel ist berechtigt. Dann üblicherweise waren in den Kinder und Jugendgruppen die Einheimischen unter sich. Doch "jetzt machen wir uns auf den Weg offener zu werden besonders für Jugendliche mit Migrationshintergrund", erklärt die Jugendreferentin. Dabei gehe es vor allem auch darum, das Engagement von Jugendlichen mit Migrationshintergrund heraus zu stellen und zu würdigen. Gleichzeitig will man auch neue Jugendliche in die Gruppen einladen. Eine erste Maßnahme dazu, war schon die Veröffentlichung von Programmflyern in russischer und türkischer Sprache und auch auf der Homepage (www.ejuwefreiburg.de) werden junge Russen und Türken in ihrer Landesprache willkommen geheißen.

Weitere Bausteine der interkulturellen Öffnung sind spezielle Seminare. So wurde im Oktober ein "Interkulturelles Training" durchgeführt und Mitte November heißt es "Scham- und Schuldkultur: Gewissen im Kontext der Kulturen" (Sa. 13. Nov. 2010 von 11 Uhr - 18 Uhr in der Goethestr. 2). Dabei geht es vor allem um die Missverständnisse, die zwischen westlich geprägten Menschen und Menschen aus orientalischen, afrikanischen oder asiatischem Kulturkreis immer wieder entstehen. Die unterschiedlichen Verhaltensmuster seien geprägt von unterschiedlichen Gewissenprägungen, erklärt Religionspädagogin Sonja Klenk. Während in Europa das Gewissen vor allem "schuldorientiert" sei, überwiege in den orientalischen oder asiatischen Ländern die Schamkultur. Die Gewissensprägung sei "schamorientiert".

Was die Kennzeichen dieser verschiedenen Denk- und Fühlweisen sind, woher die Unterschiede kommen und wie mit diesen Unterschieden umzugehen ist, darum geht es bei dem Seminar. Interessant wird auch die Frage sein, welche verschiedenen Kulturen im Buch der Christen, der Bibel, zu finden sind und wie die gewonnenen Erkenntnisse für den Bereich der evangelischen Jugend umgesetzt werden können. Referentin ist Bettina K. Hakius aus Baden-Baden. Sie ist Theologin und Erziehungswissenschaftlerin und hat sich mit den entsprechenden Fragen auch aus psychologischer und philosophischer Sicht auseinander gesetzt.

Die Teilnahme an dem Seminar ist frei. Anmeldungen sind erbeten das Evangelische Jugendwerk, Goethstr. 2, 79100 Freiburg, Tel 0761 73055 eMail: jugendwerk.freiburg@kbz.ekiba.de Gefördert wird das Seminar und das gesamte Projekt Interkulturelle Öffenung von der "Integrationsoffensive (IO) Baden-Württemberg".

28. 10. 2010





Jugendliche wollen mehr mitreden
Mehr Jugendbeteiligung in der Kirche soll mit Vereinbarung gerregelt werden
Freiburg (gh). In der Evangelischen Kirche soll es mehr Jugendbeteiligung auch auf der Leitungsebene geben. Die Bezirksvertretung der Evangelischen Jugend Freiburg und die Leitung des Kirchenbezirks werden dazu eine schriftliche Vereinbarung treffen, die regelt, wie die Leitung der Jugendarbeit und Kirchenleitung künftig zusammenarbeiten. "Mitwirkung mit Wirkung" heißt das Papier in dessen Mittelpunkt ein "Forum für Kinder- und Jugendarbeit" steht. Die Verantwortlichen des Kirchenbezirks (vertreten durch die Vorsitzende der Stadtsynode, den Dekan und den Schuldekan) verpflichten sich, an dem Forum teilzunehmen und regelmäßig, mindestens einmal jährlich, mit den ehren- und hauptamtlichen Leiterinnen und Leitern der Jugendarbeit zu diskutieren. Dabei könne es um spezielle Fragen kirchlicher Jugendarbeit gehen, aber auch um allgemein-gesellschaftliche Themen, erklärte Heike Siepmann, vom Jugendwerk. Der Vertrag wird am Donnerstag, 26. Juni 2008, um 17.30 Uhr im Evangelischen Jugendwerk, Goethestr. 2, unterzeichnet.

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Der gemeinsame Austausch mit den Kindern und Jugendlichen, sowie den Verantwortlichen in der Kinder- und Jugendarbeit soll dabei eine Grundlage für eine konstante und nachhaltige gegenseitige Wahrnehmung und Wertschätzung sein", heißt es in der Vereinbarung. Geplant ist das erste Forum, zu dem öffentlich eingeladen wird, am 21. November (Maria-Magdalena-Kirche, FR-Rieselfeld ab 17 Uhr) diesen Jahres. Nach drei Jahren soll die Vereinbarung überprüft werden, um zu sehen was sie bewirkt hat.

D
er Abschluss der Vereinbarung ist eingebunden in die Kampagne "Come in Contract - Auf gleicher Augenhöhe" des Deutschen Bundesjugendrings. Dabei geht es um mehr Jugendbeteiligung in Gesellschaft und Politik unter dem Motto: "Nur wer was macht kann auch verändern". An der Kampagne wirken auch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie die Bundeszentrale für politische Bildung mit. Ziel ist es "durch Schließen von Vereinbarungen mit Politikerinnen und Politikern auf gleicher Augenhöhe" verhandeln. Mit einem Teil der gewährten Förderung von 5.000 Euro soll nun ein kleiner Film gedreht werden, der die Situation der evangelischen Kinder- und Jugendarbeit in Freiburg darstellt. Der Film soll bei der Herbstsynode gezeigt werden.

Vorläufer des anstehenden Jugendforums in Freiburg waren so genannte Jugendhearings, die von den Mitarbeiterinnen des Evangelischen Jugendwerks in den neu gebildeten Pfarreien Freiburgs durchgeführt wurden. Dabei sei deutlich geworden, dass Jugendliche eine Menge Anregungen für die kirchliche Arbeit hätten, so Heike Siepmann. Viele junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der kirchlichen Jugendarbeit hätten allerdings häufig den Eindruck mit ihren Vorschlägen und Ideen nicht richtig wahrgenommen zu werden, meint die Religionspädagogin. Beispielsweise hätten Jugendliche viel zu sagen zu dem Thema "Neue Medien und Gemeindearbeit". Auch wenn es um das Thema "Gott in der Stadt" gehe, wie neulich bei einem Treffen der Pfarrerschaft, seien interessante Beiträge von jungen Leuten zu erwarten. Von einem regelmäßigen Austausch könnten beide Seiten profitieren, die Jugendlichen und die Erwachsenen.

12. 6. 2008

200 Jahre evangelisch in Freiburg

"Ein starkes Stück ". Jugendkirchentag
Streetdance und Sprayen, Kochen und Gospel

Freiburg (gh). "Am Ende des Gottesdienstes tritt dann also die Streetdance-Gruppe auf", sagt Dirk Schmid-Hornisch. Der Stadtjugendpfarrer und Diakonin Petra Glünkin sitzen in einem Gruppenraum in der Matthäuskirche und reden gemeinsam mit einigen ehrenamtlich mitwirkenden und mitarbeitenden Jugendlichen und Erwachsenen über die letzten Vorbereitungen für den Jugendkirchentag am kommenden Sonntag 21.Oktober. Vom 16 Uhr an sind Jugendliche, ab dem Konfirmandenalter, in das Gemeindezentrum (Sundgauallee 31) eingeladen gemeinsam ein großes Fest zu feiern. Etliche Jugend- und Konfirmandengruppen haben ihr Kommen bereits zugesagt. Der Jugendgottesdienst, der dann gegen 18.30 Uhr beginnt soll Höhepunkt dieses Festes sein, das sich an das biblische Motiv vom großen Abendmahl anlehnt (Lukas 14).

Bei der Vorbereitung des jugendlich gestalteten Festgottesdienstes können alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Anfang an mitwirken und werden einbezogen. So gibt es nach einem alkoholfreien Begrüßungstrink, ab 16.30 Uhr, eben auch einen Workshop für Streetdance. Cathrin Putzker (22) und Nadine Lisenko wollen den Jugendlichen erste Grundschritte in Hip-Hop und Latin-Dance zeigen und gemeinsam eine einfache Choreografie einüben, die am Ende des Gottesdienste gezeigt wird. Die jungen Frauen sind Könnerinnen. Sie trainieren Streetdance schon seit einigen Jahren gemeinsam mit ihren Freundinnen in den Räumen der Matthäuskirche und freuen sich sehr auf den Workshop.

Auch Christof Schwab ist auf die Vorbereitungseinheit zum Gottesdienst gespannt. Der 19-jährige Praktikant eines Freiburger Rundfunksenders hat extra ein Theaterstück passend zum Anlass geschrieben. Ist Gottesdienstbesuch überhaupt attraktiv für Jugendliche? Verpasst man gar etwas wenn man nicht hingeht? Mit diesen und anderen durchaus kirchenkritischen Fragen setzt sich das Stück auseinander. Die Jugendlichen werden das Stück in eineinhalb Stunden Workshopzeit einüben und während des Jugendgottesdienstes aufführen.

Es gibt aber auch noch weitere Vorbereitungsteams: So werden die Kulissen zum Theater von einer Sprayer-Gruppe in einem Kreativ-Workshop auf einer großen Leinwand aufgetragen. Ein Koch-Team bereitet leckere Finger-Food-Sachen vor, die am frühen Abend serviert werden. Und schließlich gibt es eine Gospel-Arbeitsgruppe, die von Christian Geugelin geleitet wird. Der Musiker ist auch Leiter von "Voice Event", dem bekannten Schülerauswahlchor, der zusammen mit einer kleinen Combo und den Workshopteilnehmern die Feier musikalisch begleitet.

Der Eintritt zu diesem Jugendkirchentag ist kostenlos. Zu erwarten ist ein starkes Stück engagierter Jugendlicher. So lautet denn auch der Titel der Veranstaltung, die im Rahmen des 200-jährigen Jubiläums der Evangelischen Kirche in Freiburg stattfindet: "Ein starkes Stück" Jugendkirchentag

15.10.07



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Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenbezirks Freiburg