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Pfarrvikarin startet in Neuland
Ute Jäger-Fleming in der Matthäuskirche ordiniert
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Freiburg (gh). "Es hat sich eine Menge getan in den letzen Jahren in unserer Kirche", Ute Jäger-Fleming lächelt. Sie ist die neue Pfarrvikarin an der Matthäuskirche in Betzenhausen und Bischoflinde und weis wovon sie redet. Denn sie ist, nach langen Auslandsaufenthalten, erst wieder seit zwei Jahren in Deutschland. Und Freiburg muss
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| Pfarrvikarin Ute Jäger-Fleming wurde inder Matthäuskirche ordiniert und übernimmt hier auch den Pfarrdienst Foto: g hammer |
sie nun auch erst nach und nach kennen lernen, genau so wie das vor Jahren neue eingeführte Gesangbuch und so manche Liturgiereform. Die 44-jährige Theologin war Ende September in der Matthäuskirche vom Prälaten des Kirchenkreises Südbaden Hans Pfisterer in den Pfarrdienst ordiniert worden. Im Stadtteil Betzenhausen/Bischoflinde folgt sie damit dem Pfarrehepaar Paetzholdt, das im Herbst vergangenen Jahres nach fast zwei Jahrzehnten Tätigkeit in der Gemeinde vom Freiburg nach Karlsruhe gewechselt war.
Studiert hat Jäger-Fleming in Schottland. An der Hochschule in Aberdeen legte sie ihren Master in Theologie ab. Dass ihre Master-Thesis (Abschlussarbeit) sich genau mit dem Verhältnis von ordinierten, nicht ordinierten und ehrenamtlichen Mitarbeitern in der Kirche auseinander setze wurde nun durch ihre eigene Ordination neu bedeutend. Denn die Theologin weiß, dass das Amt im Pfarrdienst "immer nur in Gemeinschaft ausgeübt" werden könne, weil es für "einen alleine zu viel" sei. Im Neuen Testament gäbe für diese Sichtweise viele Belege. Und obwohl es in der Badischen Kirche nicht das viergliedrige Amtsverständnis wie in der Church of Scottland gibt, sei sie durch die Wahl des Ältestenkreises beauftragt zum Dienst und ihr werde Autorität zugesprochen, sagt die Theologin.
In Schottland lernte sie auch ihren Mann kennen. Der war einst ordinierter Mönch in einem japanischen Kloster, bevor er sich zum Christentum bekehrt hat und getauft wurde. Gemeinsam hat das Ehepaar zwei Kinder, neun und elf Jahre alt. Gemeinsam ist de Ehepaar auch die Erinnerung an einen langen Aufenthalt in Thailand Mitte der 90er Jahre. In der dortigen evangelischen Kirche waren die Femings als junge Gemeindepfarrer in drei kleinen Dörfen tätig Wichtig sei in dieser Zeit die Arbeit in der gemeindlichen Gesundheitsvorsorge, das Thema HIV und Aids sowie die Zusammenarbeit mit buddhistischen Gläubigen gewesen. Zurück in Schottland war Ute Jäger-Fleming nach der Geburt der Kinder in einem College tätig (kontextuelle und feministische Theologie), wurde Beauftrage der schottischen Kirche für den Ökumenischen Rat Schottlands und war schließlich auch im YWCA ehrenamtlich aktiv.
Schließlich kann gebürtige Nordbadenerin vor zwei Jahren zurück in ihre alte Heimat. Im südbadischen Kirchzarten war sie zunächst Lehrvikarin, bevor sie nun in der Sundgauallee mit ihrer Familie in die Pfarrwohnung einzog. Hier im freiburger Westen warten einige Herausforderungen auf die Seelsorgerin, unter anderem die Unterbringung des Kinder-und Jugendzentrums Chummy. "Unsere Kirche baut sich von unten auf", erläutert sie. Und betont, dass es wichtig sei vor Ort eine Identität als Kirche zu haben und zugleich sich als Teil des Größeren zu verstehen.
Jetzt gälte es erst mal anzukommen, zuzuhören und die Gemeinde bei ihrer Suche nach künftigen Aufgaben zu begleiten. Seelsorge, Gottesdienst und Liturgie seien ihr dabei wichtig, sagt Jäger-Fleming. Die Menschen sollen sich wohl führen in ihrer Gemeinde wie in einer Herberge, in der Gäste und Neue herzlich willkommen seien.
2. 10. 08
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