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Hintergrund




Schon vor drei Jahren:
profile- Interview mit Bischof Wolfgang Huber
Das Magazin profile aus Freiburg ist seiner Zeit voraus. Als Bischof Wolfgang Huber, der heute zum neuen Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland gewählt wurde, im Januar 2000 in Freiburg am landeskirchenlichen Fortbildungszentrum war, wurde schon gemunckelt: "Der wäre ein guter Ratsvorsitzender." Um so mehr freuen wir uns, dass es bei der Wahl heute (5. 11. 03) geklappt hat. Dass Wolfgang Huber mit Freiburg und der Region sehr verbunden ist, zeigt das "nachgefragt"-Interview, das wir gerne aus unserem Archiv (profile Nr. 1) hervorholen. Die Nummer 16 des Magazins profile erscheint im Dezember. Das Heft ist erhältlich über den Webmaster dieser Seite.

Herr Huber, was fällt Ihnen zu Freiburg / Schwarzwald / Oberrhein ein?

Vielleicht bin ich als Zweijähriger 1944 auf der Flucht aus Straßburg, in Appenweier vertauscht worden. In jedem Fall hatte ich im Schwarzwald und in Freiburg eine wunderbare Kindheit und Jugend.

Ergänzen sie: Kirche ist für mich...

...ein Ort für das Heilige und zugleich ein großes Haus mit vielen Wohnungen und einer stets offenen Tür.

Wenn Sie Zeitgenosse Jesu wären, was oder wo wäre Ihr Platz?

In Athen auf dem Areopag wäre ich gern dem Paulus begegnet (vgl. Apostelgeschichte 17).

Was täten Sie, wenn Sie nicht Ihren momentanen Beruf ausübten?

In Heidelberg Theologen ausbilden.

Was ist Ihr Lieblingsinstrument?

Die Blockflöte (obwohl sie in der DDR in Mißkredit kam: Blockflöten = Mitglieder von Blockparteien).

Welche(s) Musikstück(e) mögen Sie zur Zeit?

Beethovens Stücke für Violoncello und Klavier.

Was war an Ihrem zuletzt gelesenen Buch besonders spannend – und wie hieß es?

Gert Neumanns Roman "Anschlag" (1999) handelt vom Gespräch zweier Wanderer auf dem Weg zum Kloster Chorin (in Brandenburg). Man fürchtet, sie kommen vor lauter Reden nie an, aber sie schaffen es.

Mit wem würden Sie sich gern einmal zum Essen oder ins Kino / Theater verabreden?

Mit meinen Klassenkameraden vom Bertold-Gymnasium. Hoffentlich klappt es in diesem Jahr zum vierzigjährigen Abiturs-Jubiläum.

Wem geben / spenden Sie am liebsten Geld?

Christlichen Schulintiativen bei uns und anderswo.

Welche große Chance haben Sie verpasst?

Die kenne ich nicht; ich habe sie halt verpasst.

Was war oder ist Ihr Glück?

Das gemeinsame Leben mit Kara, meiner Frau, seit 33 Jahren.

Wir danken Ihnen für das Gespräch.

Die Fragen im Januar 2000 stellte Günter Hammer


Bischof Huber im Gespräch mit profile


Huber war im Januar 2000 mit einer Delegation aus Brandenburg in Freiburg. Gemeinsam hatte man sich die kirchliche und kommunale Situation im Neubaustadtteil Freiburg-Rieselfeld angeschaut.



Im Rahmen des Freiburgbesuchs hatte der brandenburgische Bischof auch den Dekan des Kirchenbezirks und katholischen Erzbischof Oskar Saier besucht.


Fotos: G Hammer


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Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenbezirks Freiburg