Freiburg (gh). Es war eine bewegte und bewegende Zeit die Pfarrerin Ute Niethammer während der vergangenen neun Jahre in und um die Friedenskirche in der Hirzbergstraße verbrachte. Noch als Pfarrvikarin wurde sie 2001 auf die Pfarrstelle gewählt, wurde d
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| Ute Niethammer, ist bei der landeskirchlichen Frauenarbeit gestartet. Foto: g hammer |
ann zur Pfarrerin und Seelsorgerin der Gemeinde. Jetzt wird sie am Sonntag, 18. Juli, im Gottesdienst in der Friedenskirche, um 17 Uhr, von Dekan Markus Engelhardt aus der Pfarrgemeinde Ost und aus dem Predigtbezirk Friedenskirche verabschiedet. Im Anschluss an den Gottesdienst wird zu einem Empfang eingeladen.
Große regionale und sogar bundesweite Aufmerksamkeit erregte 2006 das so genannte Kirchenasyl, das die Friedenskirche mit ihrer Pfarrerin dem aus Serbien-Montenegro stammenden Fatmir Denaj und seiner Familie gewährte. Denn dem Vater von fünf Kindern drohte die Abschiebung in ein für ihr bedrohliches Land. Mit der Unterstützung eines regionalen Solidarkreis wurde das Kirchenasyl jedoch durchgehalten. Nach über einem halben Jahr in der Kellerräumen der Kirche wurde schließlich das Bleiberecht für den Mann und die gesamte Familie gewährt.
So wie die Geistliche und ihre Gemeinde beim Kirchenasyl zum Ziel kam, so hat sie es zuvor auch in ihren ökumenischen Beziehungen vor Ort geschafft. Denn gemeinsam mit der katholischen Schwestergemeinde Heilige Dreifaltigkeit konnte 2003 eine ökumenische Partnerschaftsvereinbarung geschlossen werden. Ein Vertrag auf Gegenseitigkeit, der auch heute noch für andere ökumenische Kooperationen modellhaft ist und sogar gemeinsame Gremien vorsieht.
Zu diesen besonderen Höhepunkten, gab es neben der sonntäglichen Gottesdienst- und Predigtgestaltung für die Pfarrerin aber noch etliches mehr zu tun und zu organisieren. Da war der Abschluss der Umbau- und Renovierungsphase des Innenraums der Friedenskirche gleich zu Beginn ihrer Amtszeit. Dann die Generalüberholung der Orgel und schließlich auch der Ausbau des Kindergartens, der zu bewältigen war. Ganz abgesehen von den vielen Diskussionen und Ausschusssitzungen um die Verwaltungs- und Strukturreform der Evangelischen Kirche in der Stadt. Diese strukturelle Umgestaltung wurde 2007 abgeschlossen, und Ute Niethammer wurde in der neu geschaffenen Pfarrgemeinde Ost erste geschäftsführende Pfarrerin.
„Ich habe das Gefühl jetzt ist die Zeit für eine Veränderung, sowohl für mich persönlich als auch für die Gemeinde“, begründet die 39-Jährige ihren Wechsel. Seit Anfang Mai ist sie bereits auf landeskirchlicher Ebene beim Oberkirchenrat (Karlsruhe) im Referat Frauenarbeit für theologische Fragen und für die Organisation des Weltgebetstages zuständig. Weil sich aber in Freiburg wohnen bleibt wird sie daneben ab dem neuen Schuljahr im Wentzinger Gymnasium evangelische Religion unterrichten. Ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin soll im September gewählt werden.
12.7.10
Lesen Sie hier die Ansprache von Dekan Markus Engelhardt anlässlich der Verabschiedung von Pfrn. Niethammer am Sonntag, 18. Juli in der Friedenskirche
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