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In Ruhe krank sein können
Die Evangelische Familienpflege feiert ihr 60jähriges Bestehen
Freiburg (dö). Mütter und Väter, die Kinder versorgen, dürfen nicht krank werden. Der Wäscheberg verschwindet nicht von alleine, der Kühlschrank will gefüllt, das Essen gekocht, blutige Knie wollen verarztet, Tränen getrocknet werden, die Kleinen müssen vom Kindergarten abgeholt und die Hausaufgaben der Großen im Blick behalten werden.

Im Laufe der Zeit haben sich Familien gewandelt. Die Familiengröße ist geschrumpft, Kinder leben mit allein erziehenden Eltern oder in Patchwork- Familien zusammen.

„Die Not, in die Familien mit Kindern geraten, wenn Mütter oder Väter erkranken, hat sich nicht verändert, sie ist eher größer geworden“ weiß Ulrike Neumann, die seit vielen Jahren die Familienpflege organisiert. Großeltern wohnen oft nicht mehr um die Ecke und freundschaftliche Beziehungen müssen an neuen Wohnorten erst aufgebaut werden. Deshalb ist die Familienpflege eine wichtige Anlaufstelle für erkrankte Eltern mit Kindern unter zwölf Jahren. Die Finanzierung der Einsätze übernimmt in der Regel die Krankenkasse oder das Amt für Kinder, Jugend und Familien.

In der dreijährigen, staatlich anerkannten Ausbildung erwerben die Familienpflegerinnen nicht nur praktische Fertigkeiten, Psychologie und Gesprächsführung stehen genauso auf dem Stundenplan.

Dieses Jahr feiert die Evangelische Familienpflege in Freiburg ihr 60-jähriges Bestehen. „Entstanden ist sie aus der kirchlichen Frauenarbeit. Wir sind froh, diesen wichtigen, Familien unterstützenden Dienst seit fast zehn Jahren als Sozialstation anbieten und weiter entwickeln zu können,“ berichtet der Vorstand Johannes Sackmann. Das Jubiläum wird am 11.11. mit einem kleinen Fest gewürdigt (15 Uhr, Kita Immergrün, Vauban), bei dem auch Bürgermeisterin Gerda Stucklik dabei sein wird.

7. 11. 2011



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Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenbezirks Freiburg