Freiburg - Gute Laune und vorweihnachtliche Fröhlichkeit gab's am vergangenen Donnerstag im Ferdinand-Weiß-Haus (FWH) im Stühlinger. Das 15-jährige Bestehen der "Tagesstätte und Beratungsstelle für Menschen in Wohnungsnot" war der Anlass. Und obwohl das Thema Obdachlosigkeit nicht den geringsten Grund zum Feiern gibt, gestaltete das FWH-Team ein tolles Jubiläumsfest.
Vormittags hatte Oberbürgermeister Salomon eine schwarze Schürze umgebunden, ein Kronenkreuz -T-Shirt der Diakonie übergestreift und die Wohnungslosen am Tisch bedient. "Ich kenne einige Leute hier", meinte der OB. Es sei schlimm
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| Oberbürgermeister Dieter Salomon bediente als "Bringer" die Wohnungslosen mit Frühstück. Foto: fwh |
manche auch nach Jahren immer noch auf der Straße zu sehen, so Salomon. "Sozialpolitisch sollten wir uns mehr um die Schwächsten kümmern" sagte das Stadtoberhaupt im Gespräch.
Livemusik mit der Combo "Musica del Mondo", Grußworte und die Eröffnung einer Ausstellung der Kommunikationsdesignerin Tanja von Forster standen nachmittags im Mittelpunkt. Und als am frühen Abend Ulrich Arnold, Geschäftsführer des Diakonischen Werks Freiburg die Gewinner der Lotterie aus einem Los-Topf zog wurde es noch einmal richtig spannend. Erster Preis war ein Wochenende auf einer Ferme der diakonischen Partnerorganisation im Elsaß.
Über 2200 Euro kamen bei der Lotterie zusammen, berichtete Günter Wolf vom FWH. Diese Summe fließt jetzt in eine Spendenkampagne ein. Sobald 6000 Euro zusammen sind, will die Diakonie eine weitere Wohnung kaufen und für Obdachlose zur Verfügung stellen. Fünf Wohnungen für Wohnungslose, die nicht mehr betreut werden müssten habe das Diakonische Werk bereits zur Verfügung gestellt, erklärte Ulrich Arnold.
Ins Ferdinand-Weiß-Haus kommen täglich rund 60 bis 70 Besucher, sagte Klaus Fournell, vom Sozialarbeiterteam. Das Haus bietet Gelegenheit zur eigenen Körperpflege, man kann seine Kleider waschen oder sich mit anderen treffen. Neben einer Allegemeinärztlichen Sprechstunde und Freizeit und Gruppenangeboten ist die Beratungstätigkeit eine der wichtigsten Aufgaben der Mitarbeiter. Vor allem Psycho-soziale Probleme stünden dabei im Vordergrund, wie Günter Wolf sagte. Am vergangen Donnerstag traten diese Sorgen, wenn auch nur stundenweise, etwas in den Hintergrund. Nach der Ziehung der Lotterie spielte die Musik-Combo noch einmal auf und einige der Obdachlosen schwangen sogar das Tanzbein.
gh 19. 12. 2003
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Gute Laune nd Spannung auch bei der Ziehung der Lotteriegewinne im Ferdenand-Weiß-Haus

Aus dem Los-Topf zog Diakoniegeschäftsführer Arnold die Preise, die alle von Geschäften gespendet warden.
Foto: büro profile gh

Das Team des FWH am Jubiläumstag
Foto: fwh
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