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Ökumenische Erwachsenenbildung Freiburg mit neuen Programm
Versöhnung in der Freiburger Wohnungsfrage?
Freiburg (gh). Die Ökumenische Erwachsenenbildung in Freiburg startet mit ihrem neuen Programmheft in die Herbst- und Wintersaison. Das 180-Steiten starke Bildungsbuch, in dem Bildungsangebote verschiedener kirchlicher Träger und Gemeinden aufgeführt sind, liegt ab sofort an rund 300 öffentlichen Stellen aus und ist in allen Pfarren zu finden. Das Schwerpunktthema lautet: „Mehr als ein Dach über dem Kopf – Heimat und Identität“.

Man sei auf diese Themenstellung gekommen im Anschluss an den Bürgerentscheid bei dem im vergangenen November in Freiburg der von der Stadt geplante Verkauf von tausender städtischer Wohnungen abgelehnt worden war. Die „sehr emotionale Auseinandersetzung“ besonders im Gemeinderat, lies die Erwachsenenbildner fragen „Was steckt dahinter ?“ erläuterte Dorothea Mangold von „Ehe und Familie“ heute vor Journalisten. Offenbar sei es beim Bürgerentscheid um „mehr als um ein Dach über dem Kopf“ gegangen. Daher setze das ökumenische Bildungsprogramm seinen Schwerpunkt im zweiten Halbjahr 2007 auf Fragen von „Heimat und Identität“. „Wir wollen damit einen Beitrag im Diskurs dieser Stadt leisten, der zur Befriedung und Versöhnung der Debattenkontrahenten beitragen kann“, so die Erwachsenenbildnerin.

Bei der Schwerpunktsetzung geht es aber nicht nur im Themen wie beispielsweise „Religiöse Identität“ oder „Heimat finden im Glauben“ sondern auch um Titel wie „Wohnung, unsere dritte Haut“, „Wohnen mit Kindern“ oder „Einmal für das Leben bauen?“ und anderes. Auch ein Erzählcafe in einer Freiburger Konditorei und eine Reihe mit „Filmgesprächen“ widmen sich der Frage von Heimat und Idendität. Zudem werden Begegnungen im Rahmen des christlich-jüdischen und des christlich-islamischen Dialogs angeboten.

Begleitend zu dem Programmschwerpunkt ist auch ein Fotowettbewerb ausgeschrieben. Noch bis 19. Oktober 2007 können Fotografen und Künstler bis zu drei Werke einreichen, die sich dem Schwerpunktthema („Mehr als ein Dach über dem Kopf“) auseinandersetzten. Geplant ist neben der öffentlichen Prämierung und Ausstellung der besten Fotoarbeiten auch die Produktion eines Jahreskalender für das kommende Jahr.

In der Ökumenischen Erwachsenenbildung kooperieren die vier großen kirchlichen Bildungsträger (Evang. Erwachsenenbildung, Kath. Bildungzentrum Freiburg, Heinrich-Hansjakob-Haus und Ehe + Familie) zusammen die jetzt einen „echten Verbund“ bilden, wie Wilhelm Pfaff vom Heinrich-Hansjakob-Haus sagte. Man wolle mit den verschiedensten Angeboten, darunter auch Sprach-, EDV-, Kommunikations- und Kreativkurse „Raum und Zeit für Menschen zur Verfügung stellen, wo sie zweckfrei nicht leistungsorientiert dem nachgehen können, was sie für ihr Persönlichkeitsbildung nutzen wollen“, so Pfaff.

Mit dem neuen Programm gibt es auch eine Veränderung für den evangelischen Teil des Verbunds. Denn die EEB bezieht neue Räume. Die Evangelische Erwachsenenbildung hat ihren alten Standort in der Herrenstraße aufgebeben und ist künftig i Haus an der Christuskirche (Stadtteil Wiehre) in der Maienstraße 2 zu finden. In dem traditionsreichen ehemaligen Pfarrhaus „werden die Kurse und Gruppentreffen in neuen ansprechenden Seminarräumen durchgeführt“, sagte Pfarrer Wolfgang Schmidt von der EEB. Zusammen mit dem Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (KDA) der ebenfalls in die Maienstraße umgezogen ist, werden die Erwachenenbildner eine Bürogemeinschaft mit der evangelischen Fachstelle für Wirtschaft und Arbeit bilden.

Mehr Informationen und das komplette Programm findet sich unter www.erwachsenenbildung-freiburg.de



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Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenbezirks Freiburg

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