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"Aufgeweckte Jugend in der Kirche"
Vereinbarung zum Gespräch zwischen Kirchenleitung und Jugendarbeit
Freiburg (gh). Jugendliche wollen in der Kirche mehr Klarheit, mehr Mitsprache und mehr wahrgenommen werden. Damit dies in einem nachhaltige Maße erreicht werden kann, hat die Freiburger Kirchenleitung mit der Leitung der Evangelischen Gemeindejugend und dem Evangelischen Jugendwerk eine schriftliche Vereinbarung getroffen. Darin sind regelmäßige Treffen zum Informationsaustausch und zur "gegenseitigen Wahrnehmung und Wertschätzung" verbindlich vereinbart. Bei einem kleinen Festakt im Evangelischen Jugendwerk wurde am Donnerstag (26.6. 2008) das in Baden einmalige Schriftstück untschrieben.

Sie unterzeichneten die Vereinbarung: Jugendreferentin Heike Siepmann, Stadtsynodenvorsitzende Marlies Springmann, Dekan Markus Engelhardt, Schuldekan Mannfred Jeub, EGJ-Vorsitzende Petra Hoffmann, Jugendreferentin Stefanie Kern, Jugendpfarrer Dirk Schmid-Hornisch.
Wie kommen die Vertragsteile zusammen? Mit einem Puzzelspiel mussten die jungen und älteren Besucher des Festakts die Vereinbarung zusammenfügen.
Der in drei knappen Abschnitten gegliederte Vertrag sieht vor, dass sich Jugendliche und Kirchenleitung mindestens einmal jährlich zum Informationsaustausch und zum Gespräch treffen. Dabei sollen "grundsätzliche Themen der Kinder- und Jugendarbeit beraten werden". Das erst Treffen, das als Forum für alle kirchlichen Jugendverbände angelegt ist, soll im kommenden November stattfinden.

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Mit dieser Vereinbarung wollen wir mehr Klarheit in den Strukturen zwischen Kirchenleitung und Jugendarbeitsleitung erreichen", sagt Petra Hoffmann. Die 18-jährige Schülerin ist Vorsitzende der Bezirksvertretung der Evangelischen Gemeindejugend (EGJ). Für sie seien die zahlreichen kirchlichen Gremien und Zuständigkeiten häufig verwirrend. Auch die Vorsitzende der Freiburger Stadtsynode, Marlies Springmann, unterstrich, das man mit der getroffenen Vereinbarung "Verbindungen schaffen und zu einem Ganzen zusammen führen will". Sie erhofft sich, dass nach der gelungenen Einführung der innerkirchlichen Organisations- und Strukturreform in Freiburg entstandene Unsicherheiten sich auflösen.

Dekan Markus Engelhardt erhofft sich von der Vereinbarung, dass vermittelt durch die Jugendarbeit auch "Menschen mit einem gewissen Abstand zur Kirche" wieder in den Blick kommen. Und Schuldekan Manfred Jeub betont, dass es wichtig sei, dass die Jugendarbeit ihr eigenen Interessen vertreten könne. "Diese Jugendlichen sind aufgewacht und aufgeweckt", sagte Jeub, der auch Mitglied des Bildungsausschusses der Stadtsynode ist. Er betonte, dass es ansichts von Spardiskussionen wichtig sei, dass der Jugendarbeit eigene "spezifische Räumlichkeiten und Nischen" zur Verfügung stünden.
Dekan Markus Engelhardt unterzeichnet die Vereinbarung genauso wie.... ...Petra Hoffman, die Vorsitzende der Evangelischen Gemeindejugend (EGJ)

26. 6. 2008



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Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenbezirks Freiburg