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Urs Keller wird neuer Diakoniechef
Vorstandsvorsitzender des Freiburger Diakoniekrankenhauses Freiburg folgt auf Stockmeier
Karlsruhe/Freiburg (zfk/gh). Der Pfarrer und Soziologe Urs Keller (52) vom Freiburger Diakoniekrankenhaus wird neuer Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werkes Baden e.V. Zudem leitet er als theologischer Oberkirchenrat ein Referat im Evangelischen Oberkirchenrat. Keller wurde am Mittwoch vom Landeskirchenrat in synodaler Besetzung zum Nachfolger von Johannes Stockmeier gewählt, der als Präsident des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland eine neue Funktion übernimmt.

Der Vorstandsvorsitzende des Diakoniekrankenhauses Freiburg wird seinen neuen Dienst als Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werkes Baden e.V. voraussichtlich im Mai 2011 antreten. Zum Freiburger Diakoniekrankenhaus gehören auch das gerontopsychiatrische Pflegeheim Landwasser sowie das Haus Landwasser, eine Einrichtung zur Rehabilistation pychisch erkrankter Menschen. Insgesamt arbeiten 770 Männer und Frauen in den Einrichtungen, zu denen auch das Freiburger Diakonissen-Mutterhaus (Stadtteil
Urs Keller wir neuer Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks der Evangelischen Landeskirche Baden und Oberkirchenrat in Karlsruhe (Fotos: G. Hammer)
Herdern) gehört. Das Diakoniekrankenhaus hat eine 110-jährige Tradition und ist aus der Freiburger Diakonissenschaft hervorgegangen.

"Es gibt noch einige Projekte in Freiburg abzuschließen", sagte Keller. Mehrere Neubauten stünden in dem "Great Place to Work" noch an. Mit dieser Auszeichnung platzierte sich das Krankenhaus 2010 unter den besten 25 Arbeitgebern im Gesundheitswesen. In seinem neuen Arbeitsfeld in Karlsruhe will Keller seine Erfahrungen aus der Praxis einbringen und das diakonische Profil der Kirche stärken.

Das Diakonische Werk Baden hat derzeit rund 940 Mitglieder, die Träger von mehr als 3.000 Einrichtungen sind. Dort arbeiten etwa 25.000 haupt- sowie zahlreiche nebenamtliche Mitarbeiter. In ihrer Summe ist d
ie badische Diakonie eine der größten Arbeitgeberinnen in Baden-Württemberg und nimmt mit seinen zahlreichen Einrichtungen in der Wohlfahrtspflege eine zentrale Stellung ein. Dabei gehörten "Kirche und ihre Diakonie untrennbar zusammen", unterstrich Keller. Dies zeige sich nicht nur in der wichtigen personellen Verbindung, dass der Chef der badischen Diakonie zugleich Mitglied des Evangelischen Oberkirchenrates ist. Es sei auch eine theologische Notwendigkeit: "Die Liebe Jesu im Menschen wirksam werden zu lassen ist die gemeinsame Aufgabe von Kirche und ihrer Diakonie", betonte der künftige Chef der badischen Diakonie.

Urs Keller wuchs in Karlsruhe auf und wurde nach dem Theologiestudium in Heidelberg und Hamburg sowie den theologischen Examina Pfarrvikar in Mannheim. Parallel dazu studierte er Soziologie. Das Studium schloss er mit einer Diplomarbeit über die "Kirche als Organisation" ab. 1991 übernahm er als Pfarrer die Verantwortung für die drei
Johannes Stockmeier war 12 Jahre lang Chef der badischen Diakonie und leitet ab Januar das Diakonische Werk der EKD mit Sitz in Berlin.
Kirchengemeinden Furtwangen, Föhrenbach und Gütenbach. 1998 wurde Keller, der auch die Führungsakademie des Landes Baden-Württemberg besuchte, Vorstandsvorsitzender des Evangelischen Diakoniekrankenhauses Freiburg und zugleich Vorsteher des Freiburger Diakonissenhauses. Das Evangelische Diakoniekrankenhaus Freiburg behandelt rund 10.000 Patienten im Jahr. Ein besonderes Anliegen war dem Vorstandsvorsitzenden dabei die Krankenhausseelsorge. So trat er dafür ein, dass in der Klinik neben dem landeskirchlich angestellten Seelsorger auch eigene Seelsorgerinnen beschäftigte waren, die von dem Krankenhaus bezahlt wurden.

Kellers Vorgänger Oberkirchenrat Johannes Stockmeier wird am 21. Januar in der Karlsruher Christuskirche aus seinem Dienst als Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werkes Baden verabschiedet.

19. 1. 2011



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Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenbezirks Freiburg