.
Diakoniekrankenhaus




Spatenstich
Diakoniekrankenhaus wird erweitert

Freiburg (gh, 2. 03. 05). Beim Evangelischen Diakoniekrankenhauses in Freiburg. begannen heute mit dem ersten Spatenstich begannen offiziell die Baumaßnahmen zur Erweiterung des Klinikkomplexes. Insgesamt werden 4,8 Millionen Euro investiert. Das Land Baden-Württemberg hat die Klinik in sein Krankenhausprogramm aufgenommen und fördert die Erweiterung mit 3 Millionen Euro. Der Landtagabgeordnete Klaus Schüle (CDU) meinte diese Förderung sei nach heutigen Maßstäben "eine faktische Bestandsgarantie" für das 201-Bettenkrankenhaus.

Rund 1000 Quadratmeter Nutzfläche werde nach dem Ende des An- und Umbausbaus, ab Juni 2006, zu den vorhandenen Räumen hinzukommen, erklärte Verwaltungsdirektor Rolf Majer. So würden neue Operationsräume und Pflegezimmer den Komfort für Patienten und Mitarbeiter verbessern. Die geburtshilfliche Station und die Neugeborenenstation werde neu organisiert und weitere neue Funktonsräume würden geschaffen. Für Diabetis-Patienten ist auch die Einrichtung einer Schulungsküche mit einer Größe von 25 Quadratmetern geplant. Schließlich soll auch die Endoskopie komplett neu gebaut und auf den neuesten technischen Stand gebracht werden.

Man verspreche sich von dem Erweiterungsbau eine deutliche Steigerung der "Strukuturqualität" des Hauses, sagte Vorstandsvorsitzender Pfarrer Urs Keller, die Zahl der vorhandenen Betten werde gleich bleiben. Die Entscheidung zur Planung, die um Sommer 2001 begangen und die jetzt begonnene Erweiterung der Klinkigebäude sei "getragen und geradezu gefordert von der sehr hohen Akzeptanz und dem guten Ruf" den das Diakoniekrankenhaus in der Bevölkerung genieße, so Keller.

Im vergangen Jahr war das Krankenhaus von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als eines von wenigen "Stillfreundlichen Kliniken" in Deutschland mit einem Zertifikat ausgezeichnet worden. Noch in diesem Monat wird dem Haus ein umfassendes Qualitätzertifikat (KTQ) verliehen.

Das Evangelische Diakoniekrankenhaus hat eine mehr als 100-jährige Tradition. Einst im Freiburger Stadtteil Herdern von Diakonissen gegründet steht die Klinik mit vier bettenführenden Abteilungen seit 1981 im Stadtteil Landwasser am Rande des Mooswaldes. Es ist das einzige evangelische Aktutkrankenhaus in Südbaden.



Spatenstich zur Erweiterung des Evangelischen Diakoniekrankenhauses in Freiburg. (v. l. n. r. Architekt Paul-Heinz Dietzig; Ärztlicher Direktor, Professor Dr. Ludwig Quaas; Vorstandsvorsitzender, Pfarrer Urs Keller; Bauunternehmer Stefan Moser und Verwaltungsdirektor Rolf Majer).

Bild G. Hammer



Skizze des geplanten Anbaus im Diakoniekrankenhaus




Diakoniekrankenhaus Freiburg
Der Erfolg der Grünen Damen
Freiburg-Landwasser (gh). "Vertrauen genießen und Dankbarkeit spüren zu dürfen", sei das beglückende Geschenk dieser Arbeit. Dies sagte Vera Lehmann, sie ist Einsatzleiterin der "Grünen Damen" im Freiburger Diakoniekrankenhaus sie konnte Anfang des Monats (2. November 2004) auf zwanzig Jahre Tätigkeit zurückschauen. Die Damen in den lindgrünen Kleidern bilden seit zwei Jahrzehnten an jedem Werktagvormittag den ehrenamtlichen Empfangs- und Begleitservice im Krankenhaus. So helfen sie Patienten und Angehörigen die Übersicht zu behalten und Unsicherheit und Ängsten zu begegnen.

Als Einzelkämpferin, unterstützt vom damaligen Verwaltungsdirektor der Klinik, hatte Vera Lehmann vor zwei Jahrzehnten begonnen. Damals war die heute 71-Jährige die erste "Grüne Dame" in Freiburg. Inzwischen sind die Frauen, die alle ehrenamtlich arbeiten, ein wichtiger, nicht mehr weg zu denkender Dienst geworden. Sowohl die Pflege und Ärzteschaft als auch die Verwaltung des Hauses seien dankbar für die unterstützende Hilfe der Frauen, erklärte der Vorstandsvorsitzende, Pfarrer Urs Keller. Denn aus dem "Ein-Frau-Betrieb" ist inzwischen eine 26-köpfiges Team geworden, dessen Mitglieder jeweils einmal wöchentlich in Tagesgruppen bereit stehen. Im Foyer des Krankenhauses werden Neuankommende freundlich empfangen, zur Aufnahme und später zur Station begleitet. Die Grünen Damen lesen aber auch beispielsweise sehbehinderten Kranken in den Stationszimmern aus der Zeitung vor oder helfen beim Telefonieren. Sie betreiben im Diakojniekrankenhaus eine Bibliothek, die mit über 2000 Bänden bei Patienten und Mitarbeitern sehr beliebt ist. Muss ein Patient von seiner Station zu einer Untersuchung im Erdgeschoss des Krankenhauses, stehen die "Grünen Damen" zur Verfügung und gehen mit den Patienten. Manche Gespräche, die auf diesen Wegen geführt werden seien "sehr persönlich" berichtet eine Patientin. Sie habe schon einige Spazierfahrten in Rollstuhl mit den Grünen Damen unternommen, erzählt die 82-Jährige. Dabei seien ihr "Gespräche, die nicht nur um die eigene Krankheit gehen, sondern darüber hinaus", besonders wertvoll gewesen.

Viele der Frauen, die aus dem ganzen Stadtgebiet kommen, sind schon seit mehr als zehn Jahren im Team dabei. "Für mich war es nach der Familienphase eine ideale Ergänzung", sagt eine der Frauen. Das Engagement und die unermüdliche Hilfsbereitschaft der Frauen würdigte die Klinik am Dienstag mit einer kleinen Feier.

Die Bewegung der "Grünen Damen" war in den 60er Jahren in Amerika entstanden. Dort gab und gib es die sogenannen "pink ladies". Die Brigitte Schröder, Ehefrau des ehemaligen Außenministers Gerhard Schröder hatte dann 1969 mit vier "Grünen Damen" in Düsseldorf begonnen. Im vergangen Jahr waren bundesweit 10.111 Grüne Damen und 558 Grüne Herren an 442 Krankenhäusern und 287 Altenheimen im Einsatz. Auch an der Freiburger Universitätsklinik gibt es die "Grünen Damen und Herren".


Grüne Damen mit zwei Herren: Verwaltungsdirektor Rolf Majer (li.) und Vorstandvorstitzender Pfarrer Urs Keller (re.) mit dem Team um Einsatzleiterin Vera Lehmann (mitte).


(Bild: Günter Hammer)





Kooperation mit S'Einlädele
Bettentausch im Diakoniekrankenhaus
Freiburg-Landwasser - Im Diakoniekrankenhaus wurde in diesen Tagen (Oktober 2003) ein großer Bettentausch durchgeführt. Doch keine Sorge, es waren nicht die Patienten, die ihr Schlafgemach wechselten mussten. Vielmehr wurden etliche der mehr als zwanzig Jahre alten mechanischen Betten gegen neue elektrisch betriebene Krankenbetten ausgetauscht. Die neuen Betten böten für die Patienten mehr Bedienungskomfort und seien eine Arbeitserleichterung für die Pflegenden, erklärte Hauswirtschaftsleiterin Ingrid Seywald. Bis Herbst sollen fünfzig neue Betten in Gebrauch sein, so der Plan, dreißig wurde vergangene Woche geliefert.

Doch was mit den alten Betten tun? Die Krankenhausbetten seien keineswegs unbrauchbar erklärte Seywald, im Gegenteil, die Betten seien voll gebrauchsfähig die mechanischen Teile, wie Rollen oder Höhenverstellung funktionierten einwandfrei. Auf den Tipp eine Schülers der Krankenpflegeschule hin, erinnerte sich die Hauswirtschaftsleiterin an das "S'Einlädele" im Stühlinger. Die missionarisch-diakonische Einrichtung und ihre Leiterin, Schwester Inge Kimmerle, hat schon sei mehr als zehn Jahren Kontakt in die Gegend der ukrainischen Großstadt Kiew. Mehr als 50 Hilfslieferungen aus Freiburg habe man schon in das von der Tschernobyl-Katastrophe besonders betroffenene Gebiet gebracht, heiß es. So wurden nun auch zwanzig der alten Betten des Diakoniekrankenhauses in einen riesigen Lastwagen verladen. Zusammen mit weiteren Hilfsgütern, die von den Helfern des S'Einlädele zusammengetragen wurden, ist der Laster mittlerweile in die Nord-Ukraine gefahren. In einem Allgemeinkrankenhaus nahe Kiew würden die Betten dringend gebraucht, berichtete einer der Vertrauensleute des S'Einlädele.

Die modernen Betten im Diakoniekrankenhaus werden indes auf der Intensiv-Station und einer chirurgischen Station sowie auf der gynäkologischen Station eingesetzt. Rund 2500 Euro kostet ein Bett. In einem breit angelegten Auswahlverfahren waren verschiedene Modelle unterschiedlicher Hersteller von vielen Mitarbeitern aus unterschiedlichen Ressorts getestet worden. Benutzerfreundlichkeit und Übersichtlichkeit der Bedienungselemente waren entscheidende Kriterien. Schließlich habe man sich man sich für das Produkt eines Herforder Herstellers entschieden. Dabei habe man darauf geachtet, dass die neuen Betten auch zur den mit viel Holztönen ausgestatteten Zimmer passen, erzählt die Hauswirtschaftsleiterin.
gh

Die "alten" Betten werden für den Transport in die Ukraine verladen




Verpackt, in Reih und Glied - "alte" aber gute Betten aus dem Diakoniekrankenhaus

Fotos: G. Hammer



zurück


profile-design 2003 gh webmaster

Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenbezirks Freiburg