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Soziale Partnerschaft von Bank und Diakonie
Bankmitarbeiter brachten Bitumen auf's Diakonie-Dach
Hinterzarten (gh). Mitarbeiter der Volksbank Freiburg sanierten am Wochenende in ihrer Freizeit Teile des Daches vom Carl-Mez-Haus, einer Tagesstätte für chronisch psychisch erkrankte Menschen. Das ungewöhnliche ehrenamtliche Engagement der Banker steht im Zusammenhang mit der Initiative „gemeinsam gewinnen" in der Wirtschaftsunternehmen und soziale Einrichtungen voneinander lernen wollen. Die Banker im blaue Anton brachten unter Anleitung eines Fachmannes (Bedachungsfirma Ganter) neue Bitumenpappe auf das undicht gewordene Dach der Tagungsstätte auf. Jetzt braucht man sich in der diakonischen Einrichtung nicht mehr vor dem kommenden Winter mit Regen und Schnee, die in den Anbau eindringen, zu fürchten.

In der Bank trägt er ein dunkelblaues Sakko, jetzt hat er mit dem blauen Anton getauscht: Ein Mitarbeiter der Bank mit Bunsenbrenner beim Auftragen der Bitumendecke auf das Dach des Carl-Mez-Hauses. (Bild: Günter Hammer)

Die badische Diakonie und Caritas hatten unter der Schirmherrschaft des Badischen Genossenschaftsverband die in Deutschland einmalige Initiative „gemeinsam gewinnen" vor zwei Jahren entwickelt. „Wir wollen raus aus der Rolle nur Geldgeber zu sein", erklärte Adelbert Heitzmann, (Titisee-Neustadt) Regionaldirektor der Volksbank im Hochschwarzwald, die Motive der Bank zur Partnerschaft mit der Diakonie. Mit Aktionen dieser Art wolle die Bank „näher an die Menschen dran kommen". So erhofft sich das Unternehmen eine Stärkung und Profilierung im Gemeinwesen, will die Personalentwicklung fördern und will damit auch neue Impulse für die eigene Unternehmenskultur erhalten. Beispielsweise könnten Auszubildende künftig ihre Projektwochen „statt in der Bankenwelt von Zürich durchaus in Einrichtungen der Diakonie absolvieren", meinte Heitzmann. Er und auch der Architekt und Bauleiter Hermann Ganter zeigten sich zufrieden mit dem Einsatz der Geldmänner, die üblicherweise am Bankschalter stehen. Die Kosten der Sanierungsmaßnahme, die fast einen ganzen Tag Arbeitseinsatz beanspruchte habe inklusive Material einen Wert von rund 3.000 Euro.

Auch für Martina Klein, Fachbereichsleiterin des Diakonischen Werkes Breisgau-Hochschwarzwald ist der Einsatz der Banker ungewöhnlich. Deren Engagement könne dazu beitragen, dass bei den 13 bis 20 Besuchern die Tag für Tag in die Tagungsstätte kommen, die „hohe Schwellenangst in der Begegnung mit fremden Leuten und ungewöhnlichen Situationen überwunden wird". So gab es nach Abschluss der Bauarbeiten auch ein zünftiges Vesper und Grillfest wo man sich näher kommen konnte.

Das Carl-Mez-Haus, wird seit 15 Jahren von der Diakonie als Begegnungsstätte betrieben. Das sanierte Dach ist ein Anbau aus den 60er Jahren, der einst zu einer Wächerei gehörte. Jetzt wird in dem Raum regelmäßig zu Mittag gegessen und er dient als Aufenthaltsraum. Der Tagessstätte angeschlossen ist ein „Solidarladen" in dem Kunsthandwerkliches aus der Werkstatt des Hauses erworben werden kann. Außerdem befindet sich ein so genannter Bibelgarten im Aufbau, in dem auf kommendem Frühjahr zahlreiche Pflanzen gezeigt werden, die in alten und neuen Testament vorkommen.

6. 10. 07




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Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenbezirks Freiburg

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