

|

|
Ehrenamtlich für richtige Ehrnährung unterwegs
Ehrennadel des Landes für ehrenamtliche Gesundheitsexpertin
|
Freiburg (gh). Elfriede Bonde-Resin wurde am vergangenen Sonntag (28. März 2010)Mit für langjähriges ehrenamtliches Engagement in Schule, Gesundheitsberatung und Kirche mit der Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg aufgezeichnet. Die Staatssekretärin im Landwirtschaftministerium, Friedlinde Gurr-Hirsch (Stuttgart), steckte der 61-Jährigen in den Räumen der Lukasgemeinde in Freiburg-St. Georgen die Auszeichnung ans Revers.
Bonde-Resin, wurde in erstern Linie für 30-jährige Mitarbeit im Landesprogramm „Bewusste Kinderernährung (BeKi)“ gewürdigt, doch betonte die Staatssekretärin auch das langjährige kirchliche Engagement der Geehrten. So hat die Mutter von drei Kindern (heute ist einer der Söhne, Alexander, Mitglied des Bundestags für die Grünen), seit Mitte der 70er Jahre im Oberlinkindergarten der Lukasgemeinde mitgearbeitet und seit jener Zeit bis heute ist sie Kirchenälteste in ihrem Stadtteil. Eine ihrer besonderen Aktionen: Als in der Kirche vor einigen Jahren eine neue Orgel angeschafft wurde organisierte sie Benefizausstellungen und kochte mehr als 1.800 Gläser Marmelade ein, so genannte „Orgelade“, und stellte den Verkaufserlös dem Orgelprojekt zur Verfügung. Auch der Freiburger Ökumene war und ist sie in verschiedenen Gremien und Kreisen aktiv dabei. Bereits im vergangen Jahr war Elfriede Bonde-Resin auch von der Badischen Landeskirche für ihr kirchliches Engagement geehrt worden.
Der eigentliche Grunde der Ehrung durch das Land: Als eine von über 260 „BeKi“-Frauen in Baden-Württemberg ging sie über drei Jahrzehnte hinweg, im ehrenamtlichen Dienst, in zahlreiche Kindergärten und Grundschulen in Freiburg. Die ausgebildete Lehrerin für Handarbeit, Hauswerk und Turnen (HHT) erklärte dort vielen Kindern aber auch Müttern und Vätern wie wichtig gesunde Ernährung ist und zeigte auch gleich ganz praktisch wie lecker ein Pausenvollkornbrot zubereitet werden kann. "In unserer heutigen Fast-Food-Ess-Kultur verlieren die Kinder immer mehr den Bezug zur Nahrung. Kochsendungen sind kein Ersatz. Erst wenn die Kleinen unter Anleitung die Banane ins Müsli schnippeln, kommt etwas in Gang", sagt die Gesundheitsexpertin. Über Seminare der "Deutschen Gesellschaft für Ernährung" und bei der Universität Hohenheim, habe sie sich in all den Jahren stets auch über neue wissenschaftliche Entwicklungen informiert und fit gehalten.
Ihre Erfahrungen auf dem Gebiet der gesunden Kinderernährung flossen in den letzten Jahren auch in den Bildungsplänen der Grundschulen und in der Orientierungsplänen der Kindertagsstätte mit ein. Neustes Projekt ist jetzt der „Ernährungsführerschein“. Ziel dieses von Bund und Land geförderten Konzepts sei es, dass jedes Kinder in der dritten Klasse den praktischen Umgang mit Lebensmitteln und Küchengeräten erlernt. Elfriede Bonde-Resin, die hauptberuflich an einer Förderschule tätig ist, kündigte bei der Ehrenadelverleihung an, dass bald die ersten Kinder aus ihrer Schule diesen ungewöhnlichen Nahrungsnachweis erbringen werden.
29.3.10
|
|