Freiburg / Breisgau-Hochschwarzwald - Einen neuen Bezirkskirchenrat (BKR) wählte die Synode des Evangelischen Kirchenbezirks Freiburg am Wochenende bei ihrer Frühjahrstagung in Wolfenweiler. Die Amtszeit des neugewählten, zwölfköpfigen Gremiums, das sich mehrheitlich aus Nicht-Theologen zusammensetzt ist indes ungewiss. Dauert die Amtsperiode des BKR normalerweise sechs Jahre, so ist zu erwarten, dass schon nach zwei oder drei Jahren neu gewählt wird. Denn sollte die geplante Neugliederung der Kirchenbezirke kommen, so werden neue Gremien für die Stadt Freiburg und die Region Müllheim/Hochschwarzwald/Kaiserstuhl gebildet. Gewählt in den neuen Bezirkskrichenrat wurde gewählt: Mechtild Aldinger (Andreasgemeinde, Titisee-Feldberg); Christian Bock (Evang. Kirchengemeinde March-Hochdorf); Gabriele Hartlieb (Christusgemeinde, Freiburg-Wiehre); Heinrich Munsel, (Kirchengemeinde, Ehrenkrichen-Bollschweil); Hans-Günter Schirdewahn, Versöhnungsgemeinde; Stegen); Norbert Rieflin, (Kirchengemeinde Bischoffingen). Aus der Pfarrerschaft wurde gewählt: Pfarrerin Susanne Erlecke (Lukasgemeinde, Freiburg) und Pfarrer Rüdiger Schulze (Kirchengemeinde Bötzingen). Dem Gremium gehören als "geborenen" Mitglieder an: Dekan Traugott Schächtele, Dekanstellvertreter Pfarrer Fritz Breisacher, der auf der Synodaltagung erneut in diesem Amt gewählt wurde, Schuldekan Manfred Jeub und der Vorsitzende der Bezirkssyode Fritz Heidland. Ergänzt wird das Gremium durch die Landessynodalen und die Vorsitzenden der regionalen Pfarrkonvente, die jeweils beratende Stimme haben.
Bei seiner Andacht zu Beginn der Synode hatte Dekan Schächtele erneut die Berichterstattung über den Irak-Krieg kritisiert. Es sei ein "voyeuristische und quotenschielende Art", mit der die Sensationslust befriedigt oder gar erst geweckt werde, sagte Schächtele. "Dieser Krieg ist ein Skandal auch in der Weise, in der wir zu Zuschauerinnen und Zuschauern gemacht werden", meinte er vor den über 100 Delegierten. Doch der Dekan kann ermutigendes ausmachen. So sei der "friedensethische Rückzug" der Kirchen während es Kosovo-Einsatzes "ein gutes Stück korrigiert worden". Die Überzeugung, dass Welt werde mit Mitteln der Gewalt und des Kriege nicht sicherer werde, habe neue Kraft gewonnen, so der Theologe. Aus der Erfahrung der vielen Friedensgebete in "Freiburg, Baden und über den ganzen ökumenischen Globus" könnte aber auch Mut zu einem neuen Aufbruch der Kirchen erwachsen. Die Kirche habe ein "kleines Stück zurückgefunden" auf dem Weg, "als Kirche auch eine betende Kirche zu sein".
gh
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Wahlen in der Synode
Kurze Pause während der Auszählung
Fotos: gh
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