aktuell



Balinesen blickten nach Baden
Besuch der Bali-Delegation in Freiburgmit vielfälten Eindrücken abgeschlossen
FREIBURG (urb/gh). Bei heimatlich gefühlten 32 Wärmegraden kam eine neunköpfige Delegation der Bali- Kirche vor drei Wochen an der St. Georgener Bahnstation an. Pfarrer Martin Grüsser hatte als Bezirksbeauftragter für Mission und Ökumene zur Begrüßung einen Willkommensgruß auf balinesisch („selamat datang“) auf ein Plakat gemalt.

Die Gruppe hatte sich zunächst in der Evangelischen Tagungsstätte Schloss Beuggen aklimatisiert und auf ihren Besuch in der badischen Kirche und besonders Freiburg vorbereitet.
Interessiert erlebten die balinesische Delegation dam die Innenstadt von Freiburg durch eine balinesisch sprechenden Stadtführerin ( Frau Schätzle ). Ein spirituelles Erlebnis war der Besuch des Münsters mit einer Orgelmeditation. Die ökumenische Begegnungsstätte „C- Punkt“ in der alten Münsterbauhütte vermittelte Eindrücke der christlich ökumenischen Arbeit vor Ort.

Ein bilingualen gehaltener Gottesdienst mit dem früheren Bischof Ketut Waspada, Dekan Markus Engelhardt und Pfarrer Martin Grüsser mit einigen Gesängen der Gastdelegation fand regen Zuspruch aus dem gesamten Pfarrgemeinde Südwest. In seiner Predigt nahm Pfarrer Waspada auch das Lukas- Gemeindemotto „über den Tellerrand blicken“ auf und erinnerte an die Verantwortung aller Christen für die umfassende Friedensarbei in der Welt .

In der neunköpfigen Gastdelegation befanden sich engagierte Mitarbeiter/innen der protestantischen Kirche in Bali, die sich in den Gemeinden der Frauenarbeit, dem Aufbau einer christlichen Universität (Dhyana Pura), dem sanften Tourismus und sozialen Aufgabenfeldern widmen.

Zur balinesischen Delegation gehörte auch Ida Bagus Wiyana ein Hindu, der als Brahmane Angehöriger der obersten Kaste ist. Die Evangelische Erwachsenbildung (EEB) organisierte einen interreligiösen Austausch in der Maria-Magdalena-Kirche im Rieselfeld. Der Delegationsleiter, Pfarrer Ketut Waspada, der in München in Theologie promovierte, erinnerte dabei den Auftrag für alle Christen als Friedensstifter zu leben und zu überzeugen.

Neben dem Besuch eines Pfarrkonventes wurde das Diakoniekrankenhaus, psychosomatische Rehaeinrichtungen, das Hofgut „Himmelreich“, die „Spinnwebe“ in Weingarten und ökologische Einrichtungen im Stadtgebiet (Vauban) aufgesucht. Im Wohnstift Augustinum wurde eine Andacht gehalten, wozu die Gäste balinesisch ausdrucksstarke Tanzszenen in farbenprächtigen Gewändern darboten.

Inzwischen ist die Delegation wieder wohlbehalten und mit vielen Eindrücken aus Freiburg gut auf Bali angekommen. Im Dankschreiben per mail schrieb Ketut Waspada unter anderem, dass er die „Lukassuppe und die Marmelade aus der Schulstrasse“ sehr vermissen würde – beides waren auch kulinarische Erlebnisse für die Balinesen in Freiburg gewesen .


5. 8. 10




Balinesische Kirchendelegation kommt zu Besuch
Freiburg (urb/gh) Besuch einer Delegation der protestantischen Kirche in Bali erhält der evangelische Stadtkirchenbezirk Freiburg. Nach ihrem ersten Besuch 2007 wird sich eine hochrangige Delegation in Freiburg aufhalten. Seit Jahrzehnten besteht eine Partnerschaft zwischen der dem evangelischen Kirchenbezirk Freiburg mit den balinesischen Protestanten. Die Delegation erwidert den Besuch von Gemeindegliedern aus Freiburg, der 2008 stattfand.

Pfarrer Martin Grüsser (Lukaskirche) wird als Bezirksbeauftragter für Mission und Ökumene die Gäste in Freiburg begleiten. Alle Delegationsteilnehmer werden bei Familien in St. Georgen wohnen. Nach Besuchen in Beuggen und Bad Herrenalb wird sich die Delegation mehrere Tage in Freiburg aufhalten. Am Sonntag, 18. Juli findet ein Festgottesdienst in der Lukaskirche, um 10 Uhr, zur Begrüßung statt. Der frühere Bischof der prostantischen Kirche in Bali, Pfarrer Ketut Waspada, wird die Predigt halten. Dekan Markus Engelhardt, der Landesbeauftragte für Mission und Ökumene Pfarrer Wolfgang Kammerer und Pfarrer Martin Grüsser werden die Liturgie gestalten. Danach besteht Gelegenheit zum gemeinsamen Kennenlernen; Zur Delegation gehört sich auch ein Experte für die hinduistischen Glaubensrichtung, die auf Bali die große Mehrheit bildet. Ein Empfang bei der Stadt Freiburg, Besuche von Einrichtungen in Baden- Württemberg stehen auf dem Partnerschaftsprogramm, ebenfalls das Kennenzulernen der Arbeit von diakonischen und ökumenischen Einrichtungen in Freiburg.

Siehe auch Podiumsdiskussion: Weltfrieden durch Religionsfrieden?


5.7.10






Zu Besuch bei Brüdern und Schwestern
Bali Besuch beeindruckt
Freiburg (gh). Gespräche führten sie auf Bali mit vielen, ja "fast allen". Die Studien- und Partnerschaftsreise des Evangelischen Kirchenbezirks Freiburg, die jetzt zu Ende ging, galt dabei in erster Linie den christlichen Brüdern und Schwestern der Protestantischen Kirche auf Bali. Aber die elfköpfige Gruppe war bei ihrem zweiwöchigen Aufenthalt auch bei Vertretern der hinduistischen Mehrheitsreligion zum Kennen lernen und Gedankenaustausch eingeladen und informierte sich und diskutierte mit dem höchsten Repräsentanten des Islam auf Bali und dem Besitzer eines großen buddhistischen Tempels.

Die Gruppe der Freiburger Bali-Besucher wurden von "alten" Bekannten empfangen. Im Vordergrund in der Mitte sitzend Pfarrer Philipus Arijawidjaya, der fünf Jahre in Freiburg gelegt und gearbeitet hat. Dahinter stehen Pfr. Wolfgang Kammerer, der die Reise organisiert hatte. Fotos g hammer
Überall wurden die Freiburger dabei mit Interesse, Achtung und Offenheit aufgenommen und bewirtet. Auch zwei Besuche in römisch-katholischen Einrichtungen, darunter einer Bibliothek und einem Seminar gehörten zum umfangreichen Programm. "Es ist gut zu sehen, dass auf Bali alle Religionen miteinander in Gespräch sind", stellte ein Teilnehmer fest. Die kleine Protestantische Kirche, zu der nur knapp 11.000 Mitglieder zählen (Gesamtbevölkerung 3,2. Millionen) scheint bei diesen Dialogen eine wichtige vermittelnde Rolle spielen. Bemüht man sich doch in der erst rund 80 Jahre alten Kirche die Traditionen (Tanz, Kunst, Musik) der vom Hinduismus geprägten Insel auch in christlichen Formen zu leben. Der Direktor des größten Hinduistischen Instituts (IHD) in Südostasien betonte dass die Religionen besonders nach dem terroristischen Bombenanschlag vor fünf Jahren sich näher gekommen seinen.

Die Freiburger Gruppe besuchte unter anderem Schulen und Kinderheime der Protestantischen Kirche in Bali (GKPB), die in allen Schularten von rund 5.000 Schülerinnen und Schüler besucht werden (90 Prozent sind hinduistischen oder moslemischen Glaubens). Der Andrang an die christlichen Schulen, vor allem in der 400.000-Einwohener Hauptstadt Denpasar ist dabei so groß, dass der Unterricht im Zweischichtbetrieb, Vor- und Nachmittags in den selben Räumen stattfinden muss. Aus einer Bezirks- und einer Synodenkollekte hatte der südbadischen Beauftragte für Mission und Ökumene und Organisator der Reise, Pfarrer Wolfgang Kammerer, (ehemaliger Pfarrer der Christusgemeinde in Freiburg) rund 2.500 Euro für die Unterstützung der Arbeit in den diakonischen Einrichtungen der Kirche aus Freiburg übergeben.

Im Büro der Synode der Bali-Kirche: Pfr. Kammerer überreicht als Gastgeschenk das Jubiläumsbuch "200 Jahre evangelisch in Freiburg". Außerdem übergab er Bischof Nyoman Suande (Mitte) und Geneeralsekretär Made Priana (li.) das Ergebnis zweier Kollekten aus Freiburg, insgesamt mehr als 2.300 Euro.
Höhepunkt der Reise auf die indonesische Insel war der Zweitagesaufenthalt in einigen kleinen Gemeinden der Kirche im Umland der Hauptstadt. Mit überaus großem Engagement hatten sich die Protestanten auf ihre Gäste aus Freiburg vorbereitet und gewährten überwältigende Gastfreundschaft in ihren Häusern. Die in Kleingruppen aufgeteilte Freiburg-Delegation feierte in den Dörfern zusammen mit Einheimischen Christen den Sonntagsgottesdienst (die Predigt hielt dann eine oder einer von den Freiburger Gästen in englisch), man erzählte sich gegenseitig aus dem Gemeindeleben, aß miteinander die köstlichen und vielfältigen Speisen und sang gemeinsam Lieder in englisch, indonesisch und deutsch. "So toll hatte ich mir das nicht vorgestellt", meinte eine jugendliche Reiseteilnehmerin begeistert. Doch die balinesischen Christen verschonten ihre Glaubensgeschwister auch nicht mit Schwierigem. In Hausbesuchen bei Familien lernten die Freiburger auch manche Not und Krankheit kennen.

Am Ende der Reise waren sich der balinesische Bischof Nyoman Suande zusammen mit Generalsekretär Made Priana einig, dass durch den Besuch die Freundschaft mit Freiburg gestärkt sei. Und die Freiburger nahmen neben zahlreichen Erlebnissen, Eindrücken und Erinnerungen auch die Gewissheit mit, dass die Partnerschaft zwischen der Bali-Kirche und dem Kirchenbezirk Freiburg, die nunmehr schon fast drei Jahrzehnte besteht, trotz der großen Entfernung auch weiterhin der intensiven Pflege lohnt.




22. 8. 2007




profile-design 1997/2003-2007 gh webmaster

Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenbezirks Freiburg