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Informationen
zur geplanten Strukturveränderung
der Kirchengemeinde Freiburg
Einleitung:

Überall sind gegenwärtig Zeichen des Wandels zu spüren. Von den großen weltweiten Veränderungsprozessen in Gesellschaft, Wirt-schaft, Wissenschaft und Kultur ist die Kirche nicht ausgenommen. Kirche ist immer Kirche inmitten der Welt! Ein unübersehbares Signal der Notwendigkeit, sich verändern zu müssen, sind zurückgehende Finanzmittel. Dies ist aber nur die "Außenseite" des Problems. Im Kern geht es um viel mehr, nämlich um eine grundsätzliche Neugestaltung kirchlicher Ar-beit unter den Bedingungen allgemeiner Ver-änderungen.

Auch die Evangelische Kirche in Freiburg will ihr hochstehendes Angebot kirchlicher Arbeit unter evangelischem Vorzeichen für die Zu- kunft nachhaltig und langfristig sichern.

Nur wer sich verantwortlich auf die Heraus-forderungen der Zukunft einstellt, kann die Probleme - auch die finanzieller Art - erfolg-reich in den Griff bekommen.

Damit Kirche auch morgen noch mit ihren Angeboten "am Markt" präsent sein kann.

Finanzsituation:

Die Finanzsituation der Kirchengemeinde Freiburg ist in schwierigem Fahrwasser. Bereits der vergangene Haushalt 2003 sowie der Haushalt 2004 wird nur noch durch Rück-lagenentnahme ausgeglichen, d.h. er ist ins Minus geraten. Der Haushalt 2005 ist nur noch durch die vorgesehenen Strukturmaßnahmen ausgleichbar. Unser Haushalt besteht zu ca. 42% aus Personalkosten (Kirchengemeinde-amt, Kirchenmusik, Pfarramtssekretärinnen, Kirchendiener/Hausmeister etc.) Dies ist ein sehr großer Kostenanteil, der in der heutigen Struktur keine Spielräume gibt. PfarrerInnen und Diakone werden direkt vom EOK Karlsruhe bezahlt und sind nicht Bestandteil unseres Haushalts. Rund 20% der Haushalts-mittel werden für die Instandhaltung der über 60 Gebäude in den derzeit 17 Pfarrgemeinden benötigt. Seit Jahren geschieht nur das Allernötigste um die Gebäude in funktions-fähigem Zustand zu halten. Diese große Zahl an Gebäuden der Kirchengemeinde können wir mit weiter rückläufigen Kirchenmitglieder-zahlen und weiter rückläufigen Steuerein-nahmen nicht unterhalten.

Auf diesem Hintergrund wird es deutlich, dass wir eine Veränderung unserer Gemeindestruk-turen dringend benötigen.

Bisherige Ansätze:

Von Mai 2000 arbeitete der erste Strukturaus-schuss, der vom damaligen Leiter der

Erwachsenenbildung, Pfarrer Thomas Weiss, moderiert wurde. Die Arbeit dieses Ausschus-ses führte im März 2001 zu den Beschlüssen Petrus- und Paulusgemeinde, Christus und Mathias-Claudius- Gemeinde, Markus- und Zachäusgemeinde und Kreuz- und Luther-gemeinde zu fusionieren. Die Umsetzung erwies sich als schwierig und ist nur in gering-em Maße vollzogen. Im September 2002 wurde seine weitere Arbeit ausgesetzt. Eine wesentliche Erfahrung aus diesem Weg ist die Erfordernis nach einem ganzheitlichen Gesamtmodell, das uns alle betrifft und dass der Zusammenschluss von jeweils nur 2 Gemeinden zu Blockaden führen kann.


Struktur AG

2003 beschließt der Kirchengemeinderat eine neue Struktur AG einzusetzen. Im Mai 2004 gehören ihm folgende Personen an:

Prof. Reiner Marquardt, FH Weingarten
Oberkirchenrat Stefan Werner, EOK Kirchenverwaltungsrat Erich Rapp
EOK Dekan Dr. Traugott Schächtele, Pfarrerin Monika Paetzholdt, Pfarrer Raimund Fiehn, Jörg Frenzel, Vors.Finanzausschuss,
Reinhard Schelkes, Vors. Bauausschuss
Moderation Frau Anne Goerdes (nach Bedarf)

Erste Ergebnisse Struktur AG:

Nach sorgfältiger Analyse und Prüfung der Rahmenbedingungen und der Einigung auf ein voraussichtliches Haushaltsdefizit für 2007 von 725.000 EUR ( bei ausbleibender Reaktion der Kirchengemeinde) entwickelt die Struktur AG 3 Modelle (Skizzen der Modelle 2 und 3 siehe unten).

Im November 2003 wird für die Mitglieder des Kirchengemeinderats und Interessierte der Ältestenkreise die Arbeit der Struktur AG in einem moderierten Workshop dargestellt. Es werden die Rahmenbedingungen und die 3 erarbeiteten Modelle für eine strukturelle Veränderung vorgestellt. Es zeichnet sich die klare Tendenz ab, dass nur die Modelle 2+3 einen aussichtsreichen Lösungsweg bieten.

Aufbruchstimmung war im Workshop wie auch in der anschließenden und Kirchengemeinde-ratssitzung am 06.Dezember 2003 zu spüren.
Der Kirchengemeinderat beauftragte u.a. die Struktur AG die Modelle 2 + 3 weiter zu bearbeiten.

Kommunikationsweg:

Es wird deutlich, dass ein großer Informations- und Gesprächsbedarf besteht. Deshalb be-

schließt der Kirchengemeinderat am 30.03.04 bis Juni 2004 eine intensive Informations- und Kommunikationsphase mit Informationen aller Pfarrgemeinden, (in fünf Regionalkonferenzen

für Kirchenälteste sowie in Gemeindever-sammlungen) durchzuführen. Es sind vielerlei

Aktivitäten zu beobachten, es entstehen schriftliche Beiträge (neben dem sogenannte Atzmar Papier, das Kunath-Papier sowie vielerlei andere schriftlich Überlegungen ). Es ist großes Engagement zu spüren, sich einzeln oder in Gruppen für den Verände-rungsprozess einzusetzen. Das ist im Sinne des Beteiligungsprozesses eine sehr erfreuliche Entwicklung und sehr zu begrüßen.

Wie geht es weiter:

Die Anregungen und Bedenken, die nun in den vielen Veranstaltungen entstehen und schriftlich niedergelegt werden, werden in die Kirchengemeinderatsvorlage für die Sitzung am 16.07.04 einfließen. Dort soll entschieden werden, ob Modell 2 oder 3 für den weiteren Weg die Grundlage bilden wird. Ebenso soll an diesem Datum der weitere Terminplan für die Eckpunkte bis Mitte 2007(Ältestenwahlen) festgelegt werden.

Am 22.01.04 tagte im Vorgriff erstmals die "Ostkonferenz" in Christus.
Am 27.04.04 die "Westkonferenz" in Kreuz.
Am 04.05.004 die "Nordkonferenz" in Ludwig und am 06.05.04 die "Südwestkonferenz" in Lukas.

Unsere Aufgaben:

Was ist unsere Aufgabe in den Gemeinden? Aus 17 ("Dorf)gemeinden" eine Kirchengemeinde Freiburg entstehen lassen, mit einer deutlich geringeren Zahl von lebendigen, lebensfähigen aber größeren Pfarrgemeinden.

Zukunft gestalten und mitmachen

Die Chancen der Veränderung erkennen und wahrnehmen. Auch Abschied von Gewohntem vorbereiten. Über den Blumentopfrand der eigenen (Parochialgrenzen) hinaus sehen bzw. sehen lernen. Sich in die zukünftigen größeren und zukunftsfähigeren Gemeinden hineindenken. Die Kirchengemeinde sehen.

Um dieses große Werk auf einen guten Weg zu bringen, bitten wir alle Brüder und Schwestern um Mithilfe und Unterstützung.

Ansprechpartner:

Wenn Sie Fragen zu Strukturveränderung haben, stehen Ihnen folgende Personen als Ansprechpartner zur Verfügung:

Dekan Dr. Schächtele Tel. 7086326
Pfarrerin Monika Paetzold Tel. 86334
Pfarrer Raimund Fiehn Tel. 4763592
Joerg Frenzel Finanzausschuss Tel.215 1350
Reinhard Schelkes Bauausschuss
Tel. 201-4180

Schriftliche Anregungen richten Sie bitte an
Evang.Dekan Dr. Traugott Schächtele
0761-70863-26
Goethestraße 2 79100 Freiburg

Herausgeber dieser Informationen:

Herausgegeben von der Struktur AG:
EOK Oberkirchenrat Stefan Werner, EOK Kirchenverwaltungsrat Erich Rapp
Dekan Dr. Traugott Schächtele, Pfarrerin Monika Paetzholdt, Pfarrer Raimund Fiehn, Jörg Frenzel, Vorsitzender Finanzausschuss,
Reinhard Schelkes Vorsitzender Bauausschuss

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Die Modelle

Modell 1:

Aus den 17 Pfarrgemeinden 17 Kirchengemeinden machen, rechtlich eigenständig und voll verantwortlich. Modell erscheint für eine Kirchen-gemeinde Freiburg nicht tragfähig. Keine Skizze.

Modell 2: Weitere Fusionen

Das Modell beschreibt den Prozess der Bildung weitere Fusionen. Es ist im Ergebnis offen und lässt die Möglichkeit zu, dass manche Pfarrgemeinden sich nicht beteiligen. Es lässt die Möglichkeit offen, dass nicht alle betroffen sind.

Modell 3: 5 Pfarrunionen

Das Modell der 5 Pfarrunionen basiert auf den Regionen der Stadt Freiburg und bildet aus 3 – 5 benachbarten Pfarrgemeinden 5 Pfarrunionen in der Stadt. Das Modell, das alle betrifft. Mit Bildung des Stadtdekanats wird es für die Tuniberg Gemeinden und Hochdorf eine adäquate Lösung geben können.

Zahlenerläuterung:

1 Auferstehung 2 Frieden 3 Christus 4 Petrus 5 Mathias-Claudius 6 Johannes 7 Lukas 8 Melanchthon 9 Bonhoeffer 10 Maria-Magdalena 11 Paulus 12 Ludwig 13 Thomas
14 Kreuz 15 Luther 16 Mathäus 17 Markus 18 Zachäus




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